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Zukunftsfähigkeit braucht Verallgemeinerung ... |
INHALT
Unwürdige Behandlung von Flüchtlingen Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen Mängel an Bildung und Zuwendung Ausbeutung von Kindern
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... der Möglichkeit, menschenwürdig leben zu können. |
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Monokulturelle Ignoranz und Kälte |
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Asylbewerber wegen unterlassenerHilfeleistung gestorben?In Remscheid soll ein Asylbewerber aus Guinea wegen unterlassener Hilfeleistung gestorben sein. Freunde des Mannes haben eine Bonner Anwaltskanzlei eingeschaltet. Nach ihren Vorwürfen wurde dem schwer kranken 23-Jährigen ein Krankenschein und damit eine schnelle Behandlung im Krankenhaus verweigert. Helge Rosenkranz: Tagelang soll der Bewohner eines Asylbewerberheims im Remscheider Süden über Schmerzen geklagt haben. Er sei herzkrank gewesen, so die befreundete Familie. Doch ein Arzt habe den Patienten nicht untersucht, weil dieser angeblich keinen Krankenschein vorweisen konnte. Der Verwalter des Heimes habe sich geweigert, einen Krankenschein auszustellen und es auch abgelehnt, einen Krankenwagen zu rufen. So sei der Mann von Mitbewohnern auf dem Rücken ins Sana-Klinikum getragen und von dort in die Essener Uniklinik überwiesen worden. Dort starb er am 20. Januar. Die Anzeige lautet auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen und richtet sich gegen den Arzt, den Verwalter und gegen das Remscheider Sozialamt. Die Essener Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.
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Abschiebung in den TodZuckerkranker überlebte seine Abschiebung nur um vier Wochen. In einer Presseerklärung vom 8. Oktober 2007 "Abschiebung mit Todesfolge?" schildert die Initiative "Bürgerinnen und Bürger des Kreises Steinfurt für Humanität und Bleiberecht" die Vorgänge. |
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Menschen benutzt und ausgebeutet |
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Menschenunwürdige Arbeitsbedingungenin Zulieferbetrieb von DaimlerFahrzeuge der Firma Daimler werden gern von der öffentlichen Hand beschafft. Oft werden aus Steuermitteln so auch inhumane Arbeitsbedingungen bezahlt. Die Kabelbäume für seine Fahrzeuge lässt Daimler unter anderem in Nicaragua bei der Firma ARNECOM herstellen, die 5000 Menschen beschäftigt. Sie sind dort giftigen, bleihaltigen Dämpfen aus Schmelzkesseln ausgesetzt. Unter dem Wellblechdach in den nicht klimatisierten Hallen ist es extrem heiß. Ununterbrochen läuft den Menschen der Schweiß. Gelegentlich wird deshalb das Licht ausgeschaltet, was zu einer starken Belastung der Agen führt. Niemand darf ohne Erlaubnis die Toiletten aufsuchen. Die Mehrheit der Beschäftigten muss den ganzen Arbeitstag stehen und darf sich zwischendurch nicht setzen. Selbst das Anlehnen führt zu Verwarnungen, die bei Wiederholungen zum Gehaltsabzug von zwei Tageslöhnen führen. 35 Cent erhalten die Arbeiter/innen pro Stunde, das sind weniger als 3 Euro am Tag. Ein menschenwürdiges Leben ist so nicht möglich. Nach zweimonatiger Probezeit müssen sich alle Frauen einem Schwangerschaftstest unterziehen. Falls er positiv ausfällt, werden sie entlassen. Um bei ARNECOM eingestellt zu werden, müssen sich alle Männer und Frauen vor dem Personalverantwortlichen ausziehen, um ihren Gesundheitszustand und mögliche Tätowierungen (als Hinweis auf eine Jugendbandenzugehörigkeit) zu überprüfen. Wegen der Arbeitsrechtsverletzungen und der aggressiv gewerkschaftsfeindlichen Haltung des Unternehmens hat das nicaraguanische Menschenrestszentrum CENIDH eine Klage beim Interamerikanischen Menschenrechts-Gerichtshof eingereicht. Quelle:Aktionszeitung "Keine Ausbeutung mit Steuergeldern", herausgegeben von CorA Netzwerk für Unternehmensverantwortung. Zu bestellen bei der Christlichen Initiative Romero |
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Japanische Gelegenheitsarbeiter übernachten zunehmend in InternetcafésVor allem junge Menschen leben in Japan zunehmend von Gelegenheitsarbeiten. Es sind vermutlich inzwischen schon mehr als zwei Millionen - ein Produkt der Wirtschaftskrise, die Japan vor einem Jahrzehnt erfasste. In einer Stadt wie Tokio, in der selbst ein kleines Zimmer nur selten weniger als umgerechnet rund 600 Euro im Monat kostet werden Tagelöhner schnell obdachlos. Nach einer Erhebung des Wohlfartministeriums finden etwa 5400 von ihnen ihr Zuhause in Kabinen von Internet-Cafés vor flimmernden Monitor und Fernseher. In Internetcafé übernachtende "Working Poor" gelten in Japan bereits als eine neue Schicht. Ihre Personengrupe ist inzwischen so groß, dass das japanische Gesundheitsministerium an einem Bericht zur Situation in den 1300 Internet-Cafés des Landes arbeitet. Im vergangenen Jahr hatten sich 13 Menschen in einem solchen Laden mit Tuberkulose infiziert. Einige der Läden bieten auch kostenlose alkoholfreie Getränke, manche sogar eine Dusche. Job werden per Internet angeboten und gesucht. Einer
offiziellen Untersuchung von Anfang des Jahres zufolge gab es in Japan
18.500 Obdachlose, die meisten davon waren 40 Jahre oder älter. Rein
statistisch war es ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zu einer Studie
vier Jahre zuvor. Das Phänomen der "Internet-Café-Flüchtlinge" zeige aber,
dass es dahinter eine versteckte Form der Obdachlosigkeit besonders unter
jüngeren Menschen gebe, die bislang nicht erfasst wurde. |
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GERMAN WATCH:Unschöne Schatten der schönen neuen IT-WeltBei der Herstellung von IT-Geräten wie Handys, Laptops und MP3-Playern arbeiten die Beschäftigten in Osteuropa, aber vor allem in asiatischen Ländern wie China, Indien, den Philippinen oder Thailand unter oft unzumutbaren Bedingungen. In China siedelten Millionen Wanderarbeiter/innen vom verarmten Land in die Metropolen um, angetrieben von der Hoffnung, einen Arbeitsplatz in der boomenden Exportindustrie des Landes zu finden. In den Fabriken schuften die Arbeiter/innen oftmals zwischen zehn und zwölf Stunden am Tag, an sechs bis sieben Tagen in der Woche, um Bauteile für Elektronikkonzerne wie Nokia oder Samsung herzustellen. Bisher erhalten die meisten dieser gering qualifizierten Arbeiter - hauptsächlich junge Frauen im Alter von 16 bis 30 Jahren - weniger als 35 Cent pro Stunde. Um sich selber ein neues Handy zu kaufen, würde ein voller monatlicher Mindestlohn draufgehen. Der Mindestlohn ist kaum genug, um davon leben zu können obwohl sich die meisten Wanderarbeiter/innen Schlafsäle, oft zu acht in einem kleinen Raum, teilen. Die Lebensmittelpreise sind alleine in den zwölf Monaten bis zum Mai 2008 um 22 Prozent angestiegen. Wenn die Arbeiter/innen krank werden, müssen sie zudem für Arzt und Medizin bezahlen. Nur in ihrer Heimatregion gibt es eine kostenlose Gesundheitsfürsorge für sie. Da fast alle Wanderarbeiter/innen sparen wollen, um ihre Familie zu Hause zu unterstützen, leisten sie oft mehr als 150 Überstunden im Monat und arbeiten sieben Tage in der Woche. Wenn den Beschäftigten ein Fehler unterläuft, können sie mit Gehaltsabzügen bestraft oder sogar entlassen werden. Das gilt auch, falls sie gegen ihre Arbeitsbedingungen protestieren. Unabhängige Gewerkschaften gibt es in China nicht. Die Einheitsgewerkschaft All-China Federation of Trade Unions (ACFTU), in der auch die Betriebsleitung Mitglied ist, setzt sich zu selten wirklich für die Arbeitsrechte ein. Konkurrenz belebt die Ausbeutung Das chinesische Arbeitsgesetz wird wegen mangelnder Kontrolle oft nicht eingehalten. Dies liegt meist auch an den Verträgen der Elektronikunternehmen mit den Zulieferern. In den letzten Jahren kam es deshalb in China immer häufiger zu Spontanstreiks. 2008 hat die chinesische Regierung das Arbeitsrecht zweimal verschärft und den Beschäftigten ein stärkeres Vertragsrecht sowie verbesserte Klagerechte eingeräumt. Die Unternehmen - auch die europäischen - reagierten auf die angekündigten neuen Gesetze mit der Drohung von Unternehmensschließungen und Verlagerungen nach Vietam. Für faire Regeln Im Juni 2008 stimmte John Ruggie, der Sonderbeauftragte für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, in seinem Abschlussbericht in die Kritik der Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften ein. Er konstatierte eine Regelungslücke für global tätige Unternehmen bezüglich ihrer Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte. In seinem verlängerten Mandat will Ruggie sowohl die Staaten als auch die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. make ITfair: Verbraucher können Druck machen Es ist Verbrauchern bislang nicht möglich, ein fair hergestelltes Handy zu kaufen. Sie können sich jedoch gegenüber den Herstellern und Anbietern von Handys für bessere Arbeits- und Umweltstandards einsetzen, z.B. beim Kauf eines neuen Handys oder beim Abschluss eines neuen Vertrags. Germanwatch ermöglicht es, Protest-Schreiben an die Unternehmen zu richten. E-Mail-Proteste im Rahmen der makeITfair-Kampagne sowie Studien und Pressearbeit haben bewirkt, dass sich viele Elektronikunternehmen inzwischen auch das Thema Rohstoffverantwortung auf die Fahnen geschrieben haben. Noch ist es ein weiter Weg zu Veränderungen, aber zumindest streiten die Unternehmen ihre Verantwortung nicht mehr ab. Im Rahmen der Kampagne wird durch Runde Tische und Dialoge weiter Einfluss auf die mit Unternehmen ausgeübt. |
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Mangel an Zuwendung und Bildung |
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Armes Deutschland! Ein Fünftel der Schüler/innen kann kaum lesen und schreiben
Ein Fünftel der deutschen Schüler sind "funktional analphabetisch": Sie haben keine Chance, dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu kommen. Nur zwei Fünftel der Hauptschüler schaffen den direkten Weg in den Beruf. Von den übrigen gelingt es nur einem weiteren Fünftel innerhalb von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren. Laut Christian Lüders vom Deutschen Jugendinstitut in München eint die Jugendlichen der Risikogruppe das Gefühl, selbst nichts gestalten zu können. Lüders fordert, sie wieder handlungsfähig zu machen. Nötig sei eine Schule "die für Stabilität und Angstfreiheit sorgt, mit Personen, die den Schülern Wertschätzung und Respekt entgegenbringen, wo sie erfahren, dass sie etwas bewirken können" |
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Schulkinder zu alt zum Vorlesen?In Deutschland bekommen über 30 Prozent aller Schulkinder zu Hause nichts vorgelesen. Im Vorschulalter sind es 10 Prozent. Das offenbarte eine Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. Befragt wurden Kinder zwischen vier und elf Jahren. 77 Prozent der befragten Schulkinder empfinden Vorlesen als gemütlich. Gut 30 Prozent der befragten Eltern von Schulkindern fanden, dass ihre Kinder zu alt zum Vorlesen sind, aber nur 3 Prozent der Kinder waren dieser Meinung. Die soziale Schicht spielt dabei keine Rolle. Aber Vorlesen scheint Frauensache. Nur bei 8 Prozent der Kinder liest der Vater vor. Quelle: taz vom 18.11.08 |
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