Nachhaltige Entwicklung heißt:

Nicht versiegender Zugang zu sauberem Wasser!

Wasser wird knapp   UN-Jahr des Süßwassers 2003   Materialien Links

Wasser wird knapp

Wasser wird weltweit knapp. 41% der kontinentalen Landflächen der Erde sind  von Desertifikation (Wüstenbildung) betroffen.

Böden werden nicht mehr ganzjährige durchwurzelt. Bäume verschwinden.

Vegetation und Artenvielfalt gehen zurück.  Wüsten dehnen sich aus. Anspruchsvolle Pflanzen können nicht mehr existieren. Es folgt ein verhängnisvoller Kreislauf von wachsender Trockenheit, Erosion und zunehmender Versalzung der Böden, Überschwemmungen, Abnahme verfügbarer Kulturflächen, Flucht der von der "Verwüstung" betroffenen Bevölkerung in die Städte, andere Regionen oder Nachbarstaaten und zunehmende Abhängigkeit von auswärtiger Hilfe. 

 

2003 UN-Jahr des Süßwassers 

1,2 Milliarden Menschenhaben  keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Zahl soll nach der UN-Millenniumserklärung vom September 2000 bis 2015 halbiert werden. Das heißt aber, dass die Ausgaben zum Erhalt der Süßwasserressourcen von derzeit 30 Milliarden Dollar (etwa 30 Milliarden Euro) um wenigstens 14 bis 30 Milliarden angehoben werden müssten.

Aus Sorge über die künftige Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberem Wasser haben die Vereinten Nationen 2003 zum Internationalen „Jahr des Süßwassers“ ernannt.

UN- Generalsekretär Kofi Annan befürchtet, dass Trinkwasser angesichts des wachsenden Bedarfs und der schwindenden Reserven in der Zukunft zum Anlass von Spannungen und bewaffneten Konflikten werden könnte.

 

 

Kriege um Wasser und Kriege um Öl werden die Kriege der Zukunft.

2,4 Milliarden Menschen leben ohne zeitgemäße Sanitäranlagen. Drei Millionen Menschen sterben jährlich an Krankheiten, die sie sich durch verseuchtes oder infiziertes Wasser zugezogen haben. Währenddessen beläuft sich der Pro-Kopf-Verbrauch in einem privaten Haushalt in Deutschland auf 129 Liter, in den USA sogar auf 295 Liter. Der Bedarf an sauberem Wasser hat sich im letzten Jahrhundert versechsfacht. Der Wasserverbrauch steigt zurzeit weltweit doppelt so schnell wie die Anzahl der Menschen.

Ein Erdenbürger verbraucht heute im Durchschnitt doppelt so viel Wasser wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Entsprechend mehren sich die Anzeichen für eine künftige Wasserknappheit, unter der einige Regionen in Nordafrika sowie West- und Südasien heute schon leiden.

UN-Statistiken zufolge fließen 70 Prozent des Süßwassers in die Landwirtschaft. Der Anteil der Agrarwirtschaft am globalen Verbrauch ist seit 1960 um 60 Prozent gestiegen. Doch mehr als die Hälfte dieses Wassers verdunstet oder fließt ungenutzt in Flüsse ab, weil die Bewässerungsanlagen nicht effizient sind.

In Industrieländern wird fast die Hälfte des Trinkwassers durch undichte Leitungen, illegale Abzweigungen und durch Verschmutzung vergeudet. In Deutschland verbraucht ein Mensch zurzeit täglich 118 Liter Wasser, in den USA knapp 400 Liter. Zum Überleben reichen jedoch schon drei Liter pro Tag. Wassersparen, Wasser sauber halten und Wasser effizienter nutzen sind die Zukunftsstrategien einer erfolgreichen Wasserpolitik.

 

Quelle:

 

http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/wasserjahr.shtml
 

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