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Wissenswertes zum Weißstorch
Verbreitung
:: Zugrouten ::
Nahrung ::
Horste ::
Gefahren :: Störche
in den
Ländern
Europas und Afrikas ::
Zukunftsfähigkeit ::
Gefährdungsfaktoren::
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Future-Links Störche und andere (Zug-) Vögel
FoW Handreichung für Unterricht und Fortbildung:Störche zeigen die globalen Dimensionen des Lebens und seiner Bedrohungen (PDF)
Webseiten zu Störchen und Kranichen
Störche in Religionen, Kultur und Geschichte
Mehr Infos: Storchenschutz ist Schutz der Lebensgrundlagen Störche führen uns durch Orte zukunftsfähiger Entwicklung Zugvögel reagieren auf die Klimawende
Spiel
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Weißstörche besiedeln offene und halboffene Landschaften. und brütet zumeist in menschlichen Siedlungen auf Gebäuden, Strommasten und Bäumen. Brutgebiete liegen vor allem im Norden und Osten Deutschlands, Polen, im Westen Russlands, Weißrussland, Ukraine, den Balkanstaaten und der Türkei (Ostzieher) sowie im Süden der Niederlande, im Südwesten Deutschlands, einige wenige in Frankreich und der Schweiz, in Spanien und Portugal sowie in Marokko, Algerien und Tunesien (Westzieher).
Seit einigen Jahrzehnten entwickelt sich auch im Süden Südafrikas eine eine kleine Brutkolonie. In Deutschland hebt sich die Elbtalaue als das Verbreitungszentrum des Weißstorchs hervor. Bundesweit brüteten 2000 insgesamt 4282 Paare. |
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Die Nahrung |
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Störche sind gute Indikatoren für die ökologische Qualität einer Kulturlandschaft. Um ihre Jungen zu ernähren, müssen Altstörche täglich etwa 4 kg Frösche, Heuschrecken und andere Kleintiere erjagen, das sind annähernd 5 Zentner pro Brutsaison. Reicht im Umkreis von 3 km das Nahrungsangebot nicht, verhungern die schwächsten Jungen und werden aus dem Nest gestoßen. Nach der 7. Lebenswoche kann man die Jungstörche an ihren schwarzen Schnäbel noch gut von den Eltern unterscheiden. Erst mit dem Flüggewerden im Alter von etwa 9 Wochen werden diese langsam rot. Anfang Juli sieht man die Jungen auf den Nestern stehen und ihre Flugübungen machen. Kkurz vor dem Ausfliegen werden die Nestlinge weniger gefüttert und nehmen deshalb an Gewicht ab. Flügge Jungstörche kehren von der Nahrungssuche wieder zum Horst zurück und übernachten dort. Im Alter von 2? Monaten sind sie unabhängig. Im August, zwei Wochen vor den Altstörchen, fliegen die Jungvögel in Richtung Afrika, wo sie die ersten zwei bis drei Jahre leben. Erst wenn sie geschlechtsreif sind, kehren sie in die Brutgebiete zurück |
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Die mächtigen Horste werden jahrzehntelang bewohnt und können durch jährliche Ausbesserungen und Hinzufügen von Nistmaterial zu einem imposanten Bauwerk von 90-200 cm Höhe und einem Gewicht von nicht selten 1000 kg werden.
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Weißstorchenzug |
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Die "Zugscheide" der europäischen Weißstörche verläuft von Holland zum Südwestfuß des Harzes und von dort nach Bayern bis zum Alpenfuß. Störche, die südlich und westlich dieser Zugscheide brüten, ziehen über die Westroute, die Vögel nördlich und östlich der Linie benutzen die östliche Zugroute. Zu beiden Seiten der Zugscheide existiert ein mehr oder weniger breites "Zugscheiden - Mischgebiet", aus dem Störche in wechselnder Häufigkeit in beide Richtungen abziehen können.
Die Westzieher ziehen über die
Straße von Gibraltar Durch
Marokko gelangen die sie nach Mauretanien, überfliegen die Wüstengebiete der westlichen Sahara
und Die Ostzieher fliegen über den Bosporus in das mittlere und östliche Afrika, einige sogar bis ins 10.000 km entfernte Südafrika. Fast 75 Prozent der in Deutschland brütenden Weißstörche wählen für ihren Zug in die Überwinterungsgebiete eine östliche Route. Ungefähr acht bis fünfzehn Wochen sind die Zugvögel unterwegs. Zwischendurch nutzen sie Rastgebiete an der Müritz und in der Senne, in Spanien sowie in Ungarn, der Türkei oder Israel. Trittsteinbiotope heißen diese Rastgebiete. Der wichtigste Lebensraum der Störche in Afrika sind die Savannen, in denen sie zwischen Giraffen, Elefanten und Zebras nach Nahrung jagen. Meist erbeuten sie Heuschrecken und Insekten, in den Sumpfgebieten sind Frösche und Fisch ihre bevorzugten Jagdobjekte. In Südafrika haben die Störche Luzernefelder als perfekte Nahrungsquelle entdeckt. Dort verspeisen sie die in Massen auftretenden Raupen des Luzerneschmetterlings und helfen damit den ansässigen Bauern auf natürliche Weise bei der Schädlingsbekämpfung. In seinen Durchzug und Überwinterungsgebieten ist der Weißstorch verschiedenen Herausfordernden ausgesetzt wie etwa die Beeinträchtigung von Nahrungsgrundlagen durch Veränderungen in der Landnutzung oder durch Pestizidvergiftungen. Wenn die Tiere im März und April aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren, suchen sie immer wieder ihr angestammtes Nest auf. Deshalb finden sich häufig die gleichen Partner wieder zusammen. |
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Gefahren |
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Tödliche Kollisionen und Stomschlag an Freileitungen ... ... führen zu hohen Verlusten. Mit fast 70 Prozent aller Unfälle steht der Tod an Stromtrassen an erster Stelle. Besonders häufig sind dabei Jungstörche betroffen, die nicht selten bereits während der ersten Übungsflüge in der Nähe ihres Nestes verunglücken. Eigentlich müsste kein Vogel mehr durch Strom sterben, denn es gibt für alle Arten des Stromtransports vogelsichere Alternativen. Doch noch immer mangelt es an der Umsetzung. Auch in Deutschland sind nach wie 350.000 Strommasten ungesichert. Bestände von Adlern, Milanen, Eulen und Störchen sind dadurch ernsthaft bedroht. Aus dem Kongress "Stromtod von
Vögeln", den die Bundesarbeitsgemeinschaft Stromtod (Nabu) zusammen mit
dem LBV Bayern im Jahr 2006 veranstaltet hat, ist mit Unterstützung von
Euronatur und mehreren Umweltschutzorganisationen ein umfassender und
faktenreicher Wegweiser entstanden. Dieser soll dazu beitragen, das
Thema Stromtod von Vögeln baldmöglichst Vergangenheit werden zu lassen.
Das Buch richtet sich an alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit
dem Vogelschutz an Freileitungen befassen.
Jagd und Industrialisierung der Landwirtschaft In Spanien kommen jedes Jahr zahlreiche der Großvögel um, weil sie aus den innen glatten und oben offenen Wasserbehältern nicht mehr heraus können. In Südwesteuropa fallen - EU-Vogelschutzrichtlinie und gesetzlichen Regelungen zum Trotz - viele Störche Jägern zum Opfer. Oft werden ganze Storchenschwärme mit Schnellfeuergewehren und anderen Schusswaffen vom Himmel geholt. Untersuchungen haben ergeben, dass der Verfolgung durch den Menschen insgesamt etwa drei bis fünf Prozent der Weißstörche das Leben kostet. Auf Müllplätzen, auf denen Störche nach Nahrung suchen, verenden viele der Vögel an den Folgen von Verletzungen und Vergiftungen. Vor allem in Afrika werden bei uns längst verbotene Pflanzenschutzmittel wie DDT und Lindan in großen Mengen eingesetzt, um Schädlinge, wie zum Beispiel Wanderheuschrecken zu bekämpfen. Für alle Zugvögel gilt, dass sie auf ihrer langen Reise auf sichere Rastplätze angewiesen sind. Sie benötigen intakte Feuchtgebiete und Wälder, die ihnen unterwegs Insekten oder Beeren zur Stärkung und ungestörte Ruheplätze bieten. Doch gerade die extrem produktiven Seen-, Auen- und Flusslandschaften werden immer seltener. Der Erhalt unserer Zugvogelarten ist ganz entscheidend von einem europaweiten Netz solcher ökologischer Bausteine abhängig. Aber der enorme Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr lässt immer mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen verschwinden. Auch die Zugvögel werden langfristig nur überleben können, wenn die Zersiedelung der Landschaft gebremst wird. Da vielerorts die Rast- und Nahrungsplätze durch landwirtschaftliche Intensivierung zerstört wurden, finden die ziehenden Störche häufig keine Nahrung und verhungern oder sind für den Weiterflug zu geschwächt. Viele Störche werden jedes Jahr auch Opfer von übermäßigem Einsatz von Pestiziden, z.B. gegen die Wanderheuschrecken, die eine wichtige Nahrungsgrundlage während des Fluges und im Winterquartier bilden; das Fressen derart vergifteter Insekten führt dann zu akuten oder chronischen Schäden bei den Vögeln. Auch Klimawandel und Ausbreitung der Wüsten wirken sich negativ auf den Storchenzug aus. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Verlustes während des Zuges und in den Winterquartieren nicht die Hauptursache für den dramatischen Rückgang des Weißstorches in Deutschland sind. Viel entscheidender wirkt sich die Zerstörung der Lebensgrundlagen in den Brutgebieten aus. |
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Der Weißstorch in verschiedenen Ländern Polen :: Türkei :: Israel Kenia |
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Zukunftsfähigkeit des Weißstorches |
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Durch
Entwässerung der Auen und Intensivierung der Landwirtschaft
gehen die Nahrungsgründe des Storchs verloren. Seit Beginn des
20. Jahrhundert wurden zwei Drittel der Feuchtgebiete trockengelegt. Dies führt zu
einem verringerten Bruterfolg. Konnte man 1934
auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland
noch rund 9.000 Weißstorchenpaare zählen, so blieben bei
einer Bestandserhebung 1988 noch 2.949
Brutpaaren übrig. Seitdem hat sich der Storchenbestand im Lande wieder
erholt. 1994 zählte man wieder 4155
Brutpaare, 2000 waren es dann sogar 4.422. 2002
brüteten 4.197
Weißstorchenpaare in Deutschland
(NABU, BAG Weißstorchenschutz, 2003)
Auch die weltweite Situation des Weißstorches hat sich verbessert: Zählungen ergaben, dass das Vorkommen von 136.000 (1984) auf rund 166.000 Brutpaare angestiegen ist. In Westeuropa haben bessere Überwinterungsbedingungen in Westafrika zu dieser Bestandserholung geführt. Für die Oststörche nimmt man an, dass eine weniger intensive Landwirtschaft als Folge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs der osteuropäischen Staaten zu verbesserten Lebensbedingungen für den Weißstorch führte.
Mehr Infos und die aktuellen Bestandszahlen auf den folgenden NABU Webseiten |
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Die folgenden Faktoren gefährden den Bestand der Weißstörche: |
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Um sich für den Weißstorch einzusetzen, bietet der NABU die Möglichkeit Zugvogel-Pate zu werden! Durch die "Zugvogelpost" werden die Paten regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen im Weißstorchschutz informiert. Nähere Informationen sind bei Frau Ulrike Maas, NABU-Bundesgeschäftsstelle, 53223 Bonn, Tel. 0228/4036-131, E-Mail: Ulrike.Maas ad NABU.de erhältlich.
Vom NABU wurde mit finanzieller Unterstützung der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz ein detaillierter Aktionsplan zum Schutze des Weißstorches in Deutschland vorgelegt. Darin werden bestimmte Schwerpunkte gekennzeichnet und konkrete Schutzmaßnehmen vorgeschlagen.
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Naturdetektive |
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NABU |
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NABU / WWF |
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WWF |
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Landesverband für Vogelschutz in Bayern LVB |
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Axel Horn (Schleswig Holstein) |
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Regionale, lokale, und private Storchenseiten |
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Storchenbilder |
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Toplinks Alphabetisch
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Vogelbilder |
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