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Otto guckte in die Luft
Oh, sieh', welche Wonne hier oben uns blüht, |
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Beruf des Storches Der Storch, der sich vom Frosch und Wurm An unserm Teiche nähret, Was nistet er auf dem Kirchenturm, Wo er nicht hingehöret?
Dort klappert und klappert er genug, Verdrießlich anzuhören; Doch wagt es weder Alt noch Jung, Ihm in das Nest zu stören.
Wodurch - gesagt mit Referenz - Kann er sein Recht beweisen? Als durch die löbliche Tendenz, Aufs Kirchendach zu...
(Joh. W. von Goethe, 1749-1832)
Quelle: "Storch flieg!" Broschüre des BUND Kreisverb. Bodenseekreis, Tel. 05744/5162 eMail: bund.markdorf@bund.net |
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Des Löwen Dank Dem Löwen war vom fetten Braten Ein Knochen in den Schlund geraten, Und wollt` es nicht gelingen Ihn wieder daraus fortzubringen.
Da ließ er kundtun und betonen, Er werde königlich belohnen, Wer ihm hier Linderung bereite Und von dem Knochen ihn befreite
Dem Hofrat Storch mit langem Sabel, Ich meine seinen langen Schnabel, Gelang es nun nach vielen Mühen Den Knochen wieder `rauszuziehen.
Doch als er spricht von seinem Lohne, Da sagt man ihm in kaltem Tone: Wer Löwenrachen heil entgangen Hat wohl des Lohns genug empfangen.
(ca. 5. Jh, in: ewige Weisheit, Spachpoesie des Talmud, übers. v. M. Weinberg, Hendel, Berlin 1920)
Quelle: "Storch flieg!" |
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Septemberliches Lied vom Storch
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Storch und Spatz
Es hat der Storch ein Nest gebaut Und als er froh umher nun schaut Hoch über allen Häusern Da sitzt vor ihm ein kleiner Spatz Und bittet um ein wenig Platz Zum Nisten in den Reisern.
Da spricht der Storch: Mein Nest ist groß Du bist ein kleines Vöglein bloß Ich tu dir nichts zuleide Du bist in gutem Schutz bei mir Kein Mietgeld nehme ich von dir īs Platz da für uns beide.
Das Spätzlein dankt und baut sich an Der Storch hat ihm kein Leid getan Und hat ihn nicht verstoßen Sie wohnten beide lange Zeit In Frieden und in Ewigkeit Der Kleine bei dem Großen
Von Karl Enslin Quelle: Deutsche Wildtierstiftung
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Storch, Storch, Du Guter, |
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Es fliegt ein Storch Es fliegt ein Storch übers Haus hin horch, der trägt ein Fröschel im Schnabel. Ein Fröschel? Du Schaf! Für die, die`s betraf, war das Fröschel im Göschel ein Knabel.
Christian Morgenstern, 1871-1914 aus: "Im Tierkostüm" in: Sämtliche Galgenlieder, Manesse, Zürich 1985 |
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