Future-on-Wings e.V.

WO AUF SCHWINGEN?

 

Zukunftsfähige Entwicklung

in den Brut- Rast und Überwinterungsgebieten

der Weißstörche

 

Mit der Störchin Lena unterwegs vom Ruhrgebiet bis Senegal ...

 

Westroute

Wo ist Störchin Max?

Deutschland, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, , Marokko  Algerien   Westsahara, Mauretanien, Senegal, Mali, Burkina Faso, Guinea, Ghana, Elfenbeinküste, Togo, Benin , Kamerun, Sierra Leone, Nigeria,  Niger, Tschad

Ostroute

INHALT

Weißstörche in Spanien :: KURZ & GUT: Biokost macht Fortschritte ::  Klimasünder Spanien :: Verwüstung schreitet fort :: FUTURE-LINKS Spanien

FUTURE LINKS Spanien

Basisinfos

Natur- und Umweltschutz

 

Spanische Site über das Schwazstorchprojekt

Flying over Natura 2000

 

 

 

Weißstörche in Spanien

 

Im Rahmen des 5. Internationalen Weißstorchzensus 1994/95 wurde in Spanien im Jahr 1994 ein nationaler Zensus durchgeführt. Es wurden 16.643 Horstpaare gezählt, das entspricht 90% des Gesamtbestandes der Europäischen Union.

 

Im Vergleich zur letzten Bestandserfassung im Jahr 1984 (6753 Horstpaare) hat sich der Bestand mehr als verdoppelt. Die Populationsdichte betrug, bezogen auf die vom Weißstorch besiedelte Fläche in Spanien, 4,7 HPa/100 km2 im Jahr 1994. 1984 waren es noch 1,9 HPa/100 km2.

 

 

Die starke Bestandszunahme hält an: Eine unvollständige Zählung im Jahr 1996 ergab einen geschätzten Bestand von etwa 18.000 Paaren. Der durchschnittliche Bruterfolg im Jahr 1994 wurde mit  2,17 errechnet. Aufgrund der derzeitigen starken Bestandszunahme wird empfohlen, den Weißstorch von der Kategorie "Vulnerable" der spanischen Roten Liste auf "Out of danger" herunterzustufen.
 

Viele spanische Störche haben mittlerweile ihren angeborenen Zugtrieb verloren und bleiben auch im Winter in ihren Sommerquartieren. Nahrung finden sie auf den riesigen Mülldeponien im Umland der spanischen Großstädte. 

 

Quelle: NABU Bestandszahlen Weißstorch

 

Warum Senderstörchin "Max" so lange in Andalusien verweilt

Die mit einem Peilsender ausgestattete Westzieherin "Max" deren Flugetappen vom Naturhistorischen Museum im Schweitzer Fribourg im Internet dokumentiert wird, hält sich während seines Zuges in den Süden oft sehr lange in Andalusien (Südspanien) auf. Als Grund nennt das Naturhistorische Museum, dass in einem privaten Naturschutzgebiet Störche im großen Umfang gefüttert werden. Derzeit (1007) herrschen in Südspanien dazu außerordentlich milde Temperaturen

Quelle: http://www.fr.ch/mhn/news/juillet_2007/home_homepic_max.asp?web=mhn&loc=fr

( 28.10.07)

Vogelparadies Extremadura

Extremadura ist eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, im Südwesten gelegen. Aufgrund abwechslungsreicher Landschaften, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bieten und wegen der lokalen Naturschutzbemühungen zum Erhalt der Lebensräume ist die Region unter Naturliebhabern aus aller Welt ein beliebtes Reiseziel.

Bedrohte Arten wie Kaiseradler, Mönchsgeier, Uhu und Iberischer Luchs (Pardellluchs) finden in der dünn besiedelten Extremadura mit ihren Bergen und Schluchten noch ausreichend Reviere

Etwa 60.000 Kraniche finden sich im späten Herbst in der Region mit dem relativ milden Klima ein, angelockt von unzähligen Mengen abgeworfener Eicheln.

Zu Beginn des Frühjahrs ziehen aus Afrika kommende Vögel auf ihrem Weg nach Mittel- und Nordeuropa durch die Extremadura. Zudem treffen viele Brutvögel aus südlichen Gefilden ein, unter ihnen die auffällig bunt gefärbten Bienenfresser und Blauracken.

Der Schwarzstorch brütet gerne in den Bäumen der Dehesas, wogegen der Weißstorch
die Dächer der Gemeinden vorzieht. Weißstörche erreichen die zentrale Iberische Halbinsel sehr früh im Jahr. Sie kommen teilweise schon im Januar aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten zurück.

Quellen: www.fotoreiseberichte.de

Global Nature Fund Jahresbericht 2005/2006

Bedrohte Natur- und Kulturlandschaft

Die Extremadura ist eine der letzten Natur- und Kulturlandschaften Spaniens. Sie wird von großen, lichten Stein- und Korkeichenwäldern beherrscht. Früher waren dies dichte Wälder. Heute gibt es nur noch ganz wenige natürliche Steineichenwälder. An ihrer Stelle sind riesige Parklandschaften mit Steineichen getreten - die „Dehesas“. Diese Region bietet natürliche Weideflächen für die schwarzen Hausschweine und die weißen Rinder der Extremadura. Die Stein- und Korkeichen werden nach strengen Regeln gepflegt.

Im Herbst werden die Iberischen Schweine in den Dehesas gehalten. Sie fressen dort die nahrhaften
Eicheln. Der aus diesen Tieren hergestellte Schinken ist eine begehrte Delikatesse.

Naturschutzorganisationen wie der Global Nature Fund (GNF) setzen sich dafür ein, die traditionellen Landwirtschaftskonzepte, wie beispielsweise Transhumanz (Wanderweidewirtschaft) zu erhalten.

Global Nature Fund Jahresbericht 2005/2006

KURZ & GUT Biokost in Spanien

 IN ANDALUSIEN ENTSTEHT EIN   NETZ

„GRÜNER RESTAURANTS“

Repräsentanten von etwa fünfzig andalusischen Restaurants, die dem Verein AGRAS angehören, nahmen an der Vorstellung des Projekts „Grüne Restaurants“ in Andalusien teil. Mit dieser Pionier-Initiative soll der kontinuierliche Verbrauch von andalusischen Bio-Produkten in den Restaurationsbetrieben gefördert werden.
Vom 3. bis zum 16. Dezember 2007 gibt es gastronomische Veranstaltungen in allen am Projekt beteiligten Restaurants. Eine Konsolidierungsphase des Projekts ist für April bis Juni 2008 vorgesehen.

Quelle: Biofach-Newsletter Nr. 160, 30.11.2007

BIO ANBAU IN ANDALUSIEN WÄCHST

Die Bio-Fläche in Andalusien ist 2008 auf 610.124 ha. gestiegen, was einem Zuwachs von 4,7 % entspricht. Dabei ist die Anbaufläche für Saatguterzeugung und Gemüseanbau am stärksten gestiegen: Sie ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums von 10 ha auf 251 ha gewachsen.

Wegen der Förderung der ökologischen Produktion seitens der Landesregierung hat die Anzahl der Bio-Betriebe 2008 um 19% zugenommen. Besonders hervorzuheben sind die Zuwächse bei der Verarbeitung und Abfüllung von Obst und Gemüse (17 neue Firmen), Konserven und Früchten (7), Brotherstellung (4) und Schlachtereien (3).

Quelle: Biofach Newsletter 2.4.2009

Katalonien setzt auf Bio

Das katalanische Landwirtschaftsministerium verabschiedete am 25.11.2008 einen Plan zu Ernährung und Bio-Landwirtschaft für 2008-2012. Mit diesem Plan, der über ein Budget von fast 37 Mio. EUR verfügt, will die katalanische Regierung bis zum Jahr 2012 die derzeit bestehenden 60.095 ha Bio-Anbaufläche in Katalonien um 30 % erhöhen sowie eine Steigerung des Konsums von Bio-Lebensmitteln um 50 % erreichen.

Nach Angaben des Landesministers für Landwirtschaft, Joaquim Llena, konsumieren 30 % der Katalanen monatlich mindestens ein ökologisches Lebensmittel, und 22 % sogar regelmäßig. Sie tun dies vor allem aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen. Außerdem sollen durch den Plan umweltfreundliche Betriebe, die Biodiversität sowie die heimischen und traditionellen Lebensmittel gefördert werden.

www.gencat.cat/index_cas.htm

Preis für andalusisches Bio-Olivenöl für CO2-Fußabdruck

Der Verein Junger Unternehmer (AJE) aus Córdoba hat der Firma Alcubilla 2000 einen Preis verliehen, weil sie als erste und einzige spanische Ölmühle feststellt und verifizieren lässt wie hohe CO2-Emissionen zu veranschlagen sind, die bei Herstellung anfallen. Dies wird auf der Verpackung des ökologischen, nativen Olivenöls Extra 'LUQUE' angegeben.

Das Projekt „CO2-verfiziert“ wird vom „Verein ökologisch erzeugender Unternehmen aus Andalusien“ (EPEA) gegründet. Die gemessenen CO2-Emissionen werden von unabhängiger Seite verifiziert. Außerdem verpflichten sich die beteiligten Unternehmen, die Emissionen zu verringern und die Verbraucher weiterhin zu informieren. Alcubilla 2000, mit Sitz in der Provinz Cordoba, presst ausschließlich Öko-Oliven. 56% der Produktion werden exportiert, vor allem in die USA, Japan, Frankreich, Italien und Norwegen.

Quelle: BioFach Newsletter Nr. 211 vom 27.11.2009

Klimasünder Spanien

Statt wie im Kiotoprotokoll vereinbart den Ausstoß von CO2 bis 2012 gegenüber 1990 um 5,2 % zu senken, steigerte Spanien seinen CO2 Ausstoß bis heute bereits um  45%. 

 

 

 

Symptome des Klimawandels

Eisschmelze in Pyrenäen : Spanien verliert seine Gletscher

Laut einer Studie des Madrider Umweltministeriums wird Spanien infolge des Klimawandels bis Mitte dieses Jahrhunderts seine letzten Gletscher verlieren. Die Gletscher auf der spanischen Seite der Pyrenäen verloren seit der ersten Vermessung Ende des 19. Jahrhunderts 88 Prozent ihrer Fläche. Sie machen jetzt noch 206 Hektar aus.

In den vergangenen Jahren hat die Eisschmelze sich stark beschleunigt. Allein von 2002 bis 2008 büßten die Gletscher 25 Prozent ihrer Fläche ein. Der ungewöhnlich kalte Winter dieses Jahres habe die bestehenden Gletscher zwar vorübergehend stabilisiert, aber keine Ausweitung eingeleitet.

Nach Ansicht der Experten schmilzt das Eis nicht allein aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Temperaturen. Auch abnehmende Schneefälle spielten eine entscheidende Rolle. Die Schneedecke schützte die Gletscher vor Wärme und Sonneneinstrahlung. Jetzt sind Schneefälle im August viel seltener geworden.

Quelle: FR vom 24.02.09

Verwüstete Umwelt!

Bei der UN-Wüstentagung im September 2007 in der spanischen Hauptstadt Madrid kam zur Sprache, dass auch in Spanien die Wüste voran schreitet und bereits 6 Prozent der Landfläche irreversibel zerstört ist.

Tatsächlich dürfte die Situation noch schlimmer sei. Denn auf den Webseiten des »Nationalen Aktionsprogramms gegen die Desertifikation« (PAND) heißt es: »Die Ergebnisse der angewendeten Modelle zeigen, dass ein Problem der Desertifikation auf 31,49 Prozent (stark und sehr stark) der Fläche besteht«.

Rechnete man dazu die 16 Prozent hinzu, die nach den neuen Angaben ein »mittleres Risiko« aufweisen, dann wäre tatsächlich schon fast die Hälfte des Landes betroffen. Das passt zu Zahlen aus dem kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht: »Auf 46 Prozent des nationalen Territoriums hat die Erosion die tolerablen Grenzen überschritten und 12 Prozent der Fläche sind einer sehr starken Erosion ausgesetzt«, heißt es darin.

Besonders betroffen sind die Südküsten. Der so genannte Qualitätstourismus mit seinem enormen Wasserverbrauch spielt hier eine besondere Rolle. Besonders in jenen Regionen, wo traditionell die ultrarechte Volkspartei (PP) regiert, hat man den Boden fast vollständig zu Bauland erklärt und sogar große Teile von Naturschutzgebieten dem Tourismus und der Intensivlandwirtschaft geopfert. So ist die Provinz Murcia zu fast 100 Prozent von Desertifikation betroffen, ähnlich sieht es in Valencia (93 Prozent) aus. Selbst im nördlichen Navarra (Foto: Streck) finden sich Wüsten. In den angrenzenden Regionen, Katalonien im Norden (42 Prozent) oder Andalusien (22 Prozent) im Süden, sieht es deutlich besser aus.

Der hochintensive Gemüseanbau und der Tourismus verbrauchen mehr Wasser, als zur Verfügung steht. Es wird über Umleitungen aus dem Norden herangeschafft oder aus illegalen Brunnen gepumpt. Wird dann die Landwirtschaft wegen Wassermangels aufgegeben, beschleunigt sich die Bodenerosion noch, da es kaum Aufforstungen solcher Brachflächen gibt.

Zwar will das Umweltministerium bis 2010  6,5 Milliarden Euro für die Aufforstung ausgeben. Umweltorganisationen kritisieren aber Chaos in den Behörden und bezweifeln, dass ein wirksames Programm auferlegt und in die Praxis umgesetzt werden wird.

Quelle: Neues Deutschland, 07.01.08  

Gen-Tech in Spanien

Gen-Mais nimmt überhand

Ein Wissenschaftler-Team der Autonomen (ICTA) Universität Barcelona hat für Spanien die Auswirkungen des Anbaus von Gentech-Mais untersucht, der in Spanien im Jahr 1999 begann. Mittlerweile wird der sogannte Bt-Mais in Katalonien auf 23.000 Hektar angebaut, das sind bereits 55 % der Mais-Kultivierungsfläche. In Aragon sind es 35.900 Hektar (42 %).

In beiden Regionen laufen Einkauf und Vermarktung des Mais zumeist über Genossenschaften, die für dieses Produkt nur eine Infrastruktur haben. Somit wäre auch eine Vermischung von Gentech- und Bio-Sorten nicht verhinderbar.

In Folge breitet sich der Genmais in Spanien unkontrolliert immer mehr aus - sicher ganz im Sinne der beteiligten Saatgut-Konzerne. In Aragon fiel die Anbaufläche für Bio-Mais um 75 %, in Katalonien um 5 %.

30.07.2008

FUTURE-LINKS Spanien

Basisinfos

Wikipedia

 

Natur- und Umweltschutz

 

ALFARO (LA RIOJA-ESPAÑA)

LA MAYOR COLONIA DE CIGÜEÑAS DEL MUNDO

Storchenfotos aus der "Welthauptstadt der Störche" 

Flying over Natura 2000

FAPAS

Stiftung zum Schutze der Wildlebenden Tiere