Adele stellt sich (etwas) vor

 

Was aber könnten Störche unternehmen, wenn sie wüssten, dass ihre Zukunft bedroht ist? Sollten sie sich etwa einem neuen Kontinent suchen?

Das ist kein so ferner Gedanke, denn Weißstörche haben schon einmal einen neuen Kontinent  entdeckt. Als nördlich des Mittelmeers Urwald zugunsten von Landwirtschaft gerodet wurde,  gab es dort zur Brutzeit bald mehr Nahrung. Die vorwitzigsten Weißstörche, denen es im Sommer am Weitesten in den Norden zog, waren im Vorteil.  So entwickelte sich Ciconia Ciconia zum Zugvogel.

Doch die Landwirtschaft, von deren Entwicklung die Störche profitierten, entwickelte sich zu einer Industrie weiter. Die aber duldete bald kaum noch anderes Leben neben sich. Seit den 1940er und 50er Jahren fanden Störche und andere Vögel immer weniger Nahrung.

Ließe sich also erneut ein Kontinent finden, dessen Landschaften auch für Störche blühen, wo Insekten nicht mehr  vergiftet, Wiesen nicht mehr in Felder verwandelt,  Strommasten  nicht mehr zu Todesfallen für Vögel würde und das Klima  aufhörte, verrückt zu spielen?

Das Problem ist: Der Planet ist schon voller Kontinente. Keine weißen Flecken nirgends!

Die Zukunft?  Hmm!  Nunja, tatsächlich: die Zukunft ist noch weitgehend unentdeckt!

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