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Weißstörche in der Schweiz

Nachdem 1950 der Weißstorch in der Schweiz ausgestorben war, begann Max Bloesch mit dem Versuch, Störche wieder anzusiedeln. Im Jahr 1996 brüteten in der Schweiz wieder 167 Storchenpaare. Da seit Anfang der 90er Jahre die Zahl ziehender, vom Ansiedlungsprojekt unabhängiger Wildstörche ansteigt, wurde beschlossen, das Ansiedlungsprojekt zu beenden und die Auswilderungsstationen in Weißstorch-Informationszentren umzustrukturieren. Inzwischen wurde in allen Stationen die Haltung von Störchen beendet und die Fütterung der frei fliegenden "Projektstörche" reduziert oder eingestellt.Trotzdem bleibt der Gesamtbestand stabil oder nimmt sogar zu.

 

Quelle: NABU Bestandszahlen der Weißstörche

 

Die Aufzucht von Störchen ist in der Schweiz und anderen Ländern Mitteleuropas ist zwar sehr erfolgreich. Aber nur etwa zehn Prozent der Jungtiere kehren in die Schweiz zurück, wenn sie brutreif sind. Für ein langfristiges Überleben einer Wildstorch-Population ist dies zu wenig.

Eine aufwändige Aktion mit dem Namen "SOS Storch" sollte die Schweizer Störche vor dem Aussterben bewahren. In der Storchensiedlung Altreu wurden im Juni 2000 Störche mit Solar-Satelliten-Sendern ausgerüstet, um ihre Flugrouten zu verfolgen. Im September wurden sie von Peilteams bis nach Gibraltar begleitet.

Neben Müllhalden und Strommasten sind es vor allem die Wassertürme, die sich als Storchenfallen entpuppten.

Quelle: NANO Online