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INHALT Tagesreise Berlin-Kłopot Fotos Weißstörche in Polen Schwarzstörche in Polen
Weiß- und Schwarzstorch aus Masuren mit dem Elch nach Afrika
Polens Briefmarken mit Vogelmotiven
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Polen, das Land der Störche |
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Der größte Weißstorchenbestand Mitteleuropas
Die polnischen Störche wählen die Ostroute über den Bosporus. Auch viele der Störche aus der deutschen Elbtalaue überfliegen zunächst Polen und das tschechische Grenzgebiet am Nordrand des Siebengebirges und der Tatra. Polen selbst besitzt den größten Storchenbestand Mitteleuropas. Den letzten Statistiken zufolge nisten hier etwa 40.900 Paare die nahezu 100.000 junge Störche ausbrüten. Von den weltweit etwa 160.000 lebenden Weißstorchenpaaren kommt jedes Jahr etwa ein Viertel nach Polen. Die meisten leben an Flüssen und Seen im Osten des Landes in Warmia, der Masurischen Seenplatte und Podlasie. Den Jahresrekord 2004 hält das Dorf Zywkowo im Masurischen Seen-Gebiet, wo sich 45 Paare niederließen. Seit dieser Ort 1999 für den Tourismus geöffnet wurde, besuchten ihn ungefähr 2000 Menschen aus aller Welt. Im Ermland und in den Masuren (Warmia i Mazury) baut der Storch sein Nest auf Dächern, in Wielkopolska / Großpolen auf Baumkronen. In den letzten 10-20 Jahren nistet er immer häufiger auf Strommasten und Schornsteinen. Zahlreiche Energiebetriebe montieren vorsorglich spezielle Untersätze auf Masten im sicheren Abstand von den Stromleitungen. Manche Firmen produzieren fertige Plattformen für Storchennester. Der Storch nistet auch auf Kirchendächern, Feuerwehrtürmen, Hochsitzen, Strohschobern und sogar auf Kreuzen an Wegesrändern. Der Storch ist das Wahrzeichen vieler polnischer Ortschaften, Institutionen und Organisationen. Er prangt auch auf zahlreichen Wappen. Auf dem Gebiet Polens gibt es mehrere Storchenkolonien mit mindestens 20 Nestern. Die meisten der polnischen "Storchendörfer" mit mehr als 10 Paaren sind im Nordosten zu finden. Im südlichen Podlasie gibt es über 1300 Storchennester. In Lwowiec, nahe Ketrzyn, finden wir 40 Nester. In Lejdy nahe Bartoszyce sind sogar 8 Nester auf einem einzigen Bauernhof zu bewundern, die Hälfte von ihnen auf ein und der selben Scheune. Es gibt sogar Ortschaften, in denen mehr Störche als Menschen zu finden sind. Im Norden des Ermlands, im Dorf Żywkowo leben 36 Menschen, aber es gibt 40 Nester und 180 Störch 2001 hatte Euronatur Tykocin zum Europäischen Storchendorf bestimmt. Das Dorf Tykocin hat 6.860 Einwohner und liegt am Rande der Überschwemmungsflächen der Narew im Nordosten Polens. In Pentowo, einem Ortsteil von Tykocin, beherbergt ein einziger Hof die größte polnische Weißstorchkolonie. Dank der Initiative des Hofbesitzers ist es in Zusammenarbeit mit dem lokalen Vogelschutzverband PTOP (Nordpodlassischer Vogelschutzbund) gelungen, durch den Bau von Nisthilfen die Zahl der Nester von zwei (Ende der 80er Jahre) auf 27 (2001) zu erhöhen. In diesem Hof befindet sich auch ein Informationszentrum für Besucher. Die Nahrungshabitate im Umfeld werden naturverträglich genutzt. Das Feuchtgrünland, nach früherer Trockenlegung teilweise wiedervernässt, wird mit alten Haustierrassen wie etwa der Roten Kuh extensiv beweidet bzw. zeitlich versetzt gemäht.
Storchenmuseum KŁOPOTNeuerdings ist auch das 60 km von Zielona Gora (und 40 km südlich von Słubice) gelegene Kłopot ein Storchendorf. Hier gibt es das bisher einzige Weißstorchmuseum Polens. Das Museum wurde im April 2003 eröffnet. Gründungsträger ist die polnische Naturschutzliga (Liga Ochrony Przyrody), die das Museum im 160-Seelendorf Ktopot in einem alten Schulgebäude eingerichtet hat.
Ktopot liegt im 8546 ha großen Landschaftspark Krzesin, dessen Kern die Aue zwischen der Oder und dem Altarm Krzesin bildet. Die Feuchtgebiete ums Odertal, sowie die Weiden und Ackerflächen bieten ein ausgezeichnetes Nahrungsangebot für den Storch an. Der Landschaftspark ist im Allgemeinen Lebensraum einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Des Weiteren führt das Museum in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspark, die ihren Sitz ebenfalls im Museum haben, Projekte zur Umweltbildung. Die schöne Gegend lädt ebenfalls zu eigenen Erkundungstouren in naturwissenschaftlich wertvolle Gebiete im Landschaftspark Krzesin oder zu den Ruinen einer Brücke aus der Vorkriegszeit ein. 25 Fahrräder zum Ausleihe (0,50 Euro / Stunde; 2,50 Euro / Tag) |
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Auf Initiative von Future-on-Wings e.V. hatten am Samstag, den 7.6.2008 im Rahmen von VHS-Angeboten (City-VHS) des Deutsch-Polnische Klubs und des Afrikanisch Deutsche Klubs neun Personen einen Ausflug nach Kłopot unternommen.
Gegen Ende ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs im Storchenmuseum erklärt Rebecca Schwarzbach den Besuchern die weite Welt der Störche Fotos der Reise nach KŁOPOT...
Zukunftsfähiges Storchenland? Mit dem EU-Beitritt Polens wird die Intensiv-Landbewirtschaftung auch der polnischen Landwirtschaft ihren Stempel aufprägen. Hunderttausende kleiner und kleinster Höfe werden wohl aufgeben müssen, was zur verstärkten Verbuschung der Flächen führt und die Vielfalt der heimischen - zum Teil bedrohter - Vogelarten wie Limikolen oder Störche gefährdet. Dies und die damit ebenfalls einher gehende Bedrohung des in Polen besonders attraktiven Naturtourismus vor Augen, kommt der Entwicklung einer ökologischen Landwirtschaft eine besondere Aufgabe zu. Von großem Nutzen sind auch Modellprojekte der Landschaftspflege wie der
Navrev - das Amazonien Polens
Mittlerweile zählen die Bauern zu den Verbündeten des Naturschutzes und treten für die Renaturierung ein. Denn die trockengelegten Flächen eignen sich nicht für Ackerbau. Dort ist nur eine extensive Wiesennutzung sinnvoll. Am Rande der Überschwemmungsflächen der Narew liegt das oben erwähnte Europäische Storchendorf Tykocin. Das Feuchtgrünland, nach früherer Trockenlegung teilweise wiedervernässt, wird mit alten Haustierrassen wie etwa der roten Kühe. extensiv beweidet bzw. zeitlich versetzt gemäht. |
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Nahe Bialystok im Osten Polens, wo sich der Fluss Narew durch den Narew-Nationalpark schlängelt, findet sich eine Kuhweide auf denen "Polnische Rote Kuh" gehalten werden. Sie gehören zu einem Projekt von EURONATUR und dem polnischen Vogelschutzverband PTOP, die sich u.a. den Erhalt dieser selten gewordenen alten Nutztierrasse zum Ziel gesetzt haben. Mit ihrem geringeren Gewicht sind die roten Kühe auf den nassen Standorten "weidegängiger" und weniger krankheitsanfällig. Sie sind bessere Futterverwerter ihrer kargen Kost - v.a. Sauergräser - als moderne Hochleistungsrassen. Auch wenn sie mit ca. 3200 l/pro Jahr und Tier etwas weniger Milch geben als z.B. eine moderne Durchschnittskuh im Nachbarhof (3500 - 4000 l), so hat ihre Milch doch eine viel bessere Qualität (Geschmack, Fettgehalt etc.). Gleiches gilt für den daraus gemachten Käse.
Mehr über das Projekt bei BUND - Berlin e.V.
von Konrad Niemeier, Quelle: flickr
COLOUR THE FUTURE
Zum Thema "verdrängte Nutztierrasen" siehe auch unsere Ausstellung "Colour
the Cattle", mit der Future-on-Wings e.V. auf die Nguni-Rinder
hinweist, die als die bunten bzw.
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Weißstörche sind Kulturfolger und suchen die Nähe des Menschen. Ihre scheuen Verwandten, die Schwarzstörche, brüten hingegen in einsamen Wäldern. Ihre Nester bauen sie in die Kronen hoher Bäume. Wie Wesen aus einer anderen Zeit durchstreifen Wisente ihren Lebensraum. |
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Militscher Teiche |
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1994 startete die Organisation Polish Society of Wildlife Friends "pro Natura Poland (PTPP)" ein Programm zum Schutz der Weißstörche und ihrer Lebensräume. Eine von vielen Aktivitäten, die von PTPP durchgeführt werden, ist die Rettung und Pflege der durch Fischzucht stark in Mitleidenschaft gezogenen Mititscher Teiche. Dabei wird ein fairer Ausgleich zwischen Interessen des (ökologischen) Tourismus und des Naturschutzes gesucht. Die Organisation arbeitet mit Naturschützern auf regionaler Ebene, Nationalparks und Landschaftsschutzgebieten, Unternehmen, Gemeinden und anderen Nichtregierungsorganisationen zusammen und wird vom Global Nature Fund unterstützt. |
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Bio-Landbau in Polen |
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Die ökologische Landwirtschaft hat in Polen einen hohen politischen Stellenwert. Gemäß des Polnischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum soll die Entwicklung der Ökobranche alternative Einkommensquellen für Landwirte eröffnen sowie zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und damit zur ländlichen Entwicklung und zum Schutz der Umwelt beitragen. Im Jahre 2001 hatte Polen ein Gesetz zum ökologischen Landbauverabschiedet in dem feste Kriterien festgelegt wurden. Inzwischen gibt es attraktive finanzielle Förderung zur Umstellung auf Öko-Landbau mit der die Zahl der Bio-Betriebe bis 2013 auf 25.000 und die Anbaufläche für Bio-Produkte auf 500.000 ha gesteigert werden soll. Dem polnischen Landwirtschaftsministerium zufolge hatten sich im Jahre 2002 ganze 590 Höfe für die Erstkontrolle als als Biohof angemeldet. 505 Höfe waren bereits im zweiten Jahr der Umstellung. 2007 bewirtschafteten 11.887 Bio-Betriebe eine Öko-Fläche von 285.878 ha (1,8 %). 2008 wurden rund 310.000 ha ökologisch bewirtschaftet. Mehr als die Hälfte der Öko-Betriebe (7385) befinden sich in Umstellung, so dass . nennenswerte Zuwächse im heimischen Bio-Produktangebot frühestens 2009 zu erwarten sind. 51 % der Bio-Fläche sind Grünland, 44 % Ackerfläche (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Kartoffeln). Die Obstproduktion (vor allem Beerenobst und Äpfel) 2006 eine Fläche von 20.000 ha. Da mehr als drei Viertel der Bio-Obstfläche erst 2006 und später umgestellt wurde, wird auch hier die Bio-Ware erst mit einiger Verzögerung den Markt erreichen. Kleine Naturkostladenketten betreiben insgesamt etwa 250 Läden in ganz Polen. Neben dem Bio-Sortiment werden hier mit einem Anteil von 20-40 % jedoch auch konventionelle Produkte angeboten. Daneben haben auch Supermarktketten mittlerweile eigene Bio-Regale eingerichtet Quelle und weitere Ifos: Anja Nowack und Bernhard Jansen im http://www.bio-markt.info |
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Polen - Europas Naturschatzinsel |
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Zu Polens Schätzen zählen alten Eichen, die in einem großen Eichenwald in Rogalin bei Poznań / Posen wachsen. In der Woiwodschaft Kielce steht die 1000-jährige Eiche "Bartek", die lange als Polens größter und ältester Baum galt. In Wirklichkeit ist jedoch die nordöstlich von Jelenia Góra / Hirschberg, in Henryków Lubański wachsende Eibe das älteste Gewächs. Mit schätzungsweise 1250 Jahren ist sie sogar älter als der polnische Staat. Gigantische Bäume, die bis zu 50 m hoch sind, wachsen im Urwald von Bialowieża. Dort lebt das größte in Europa lebende Tier - der Wisent. In Polen leben ebenfalls Braunbären (in der Tatra und im Bieszczady-Gebirge, Ostbeskiden) und die größten Raubvögel: der See- und der Steinadler. |
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Polen - Europas Naturschatzkammer |
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In Polen gibt es Gegenden, in denen die Natur europaweit und sogar darüber hinaus einzigartig ist. Teilweise ist sie noch unberührt wie das wilde, wenig bevölkerte Bieszczady-Gebirge mit wunderschönen Hochgebirgswiesen oder die unzugänglichen, im Frühling überfluteten Wiesen am Fluss Biebrza, an dem viele seltene Vogelarten nisten, die zum Teil nirgendwo anders in Europa vorkommen. In Polen leben ebenfalls Braunbären (in der Tatra und im Bieszczady-Gebirge, Ostbeskiden) und die größten Raubvögel: der See- und der Steinadler Zu Polens Schätzen zählen alten Eichen, die in einem großen Eichenwald in Rogalin bei Poznań / Posen wachsen. In der Woiwodschaft Kielce steht die 1000-jährige Eiche "Bartek", die lange als Polens größter und ältester Baum galt. In Wirklichkeit ist jedoch die nordöstlich von Jelenia Góra / Hirschberg, in Henryków Lubański wachsende Eibe das älteste Gewächs. Mit schätzungsweise 1250 Jahren ist sie sogar älter als der polnische Staat. |
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Rettet den Urwald in Polen |
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Future-Links Polen |
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