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Störche sind MeisterenergiesparenderFortbewegung |
Unterrichtshilfe Störche zeigen die globalen Dimensionen des Lebens und seiner Bedrohung (pdf)
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Um längere Strecken zurücklegen zu können, benötigt der Storch eine Thermik, die sich ausreichend nur über größeren Landflächen bildet.
Diese Thermik entsteht, wenn tagsüber der Erdboden erhitzt wird und die Wärme an die bodennahe Luft abgibt. Dadurch entsteht ein leichter Aufwind, den die Störche nutzen, um sich Kräfte sparend in die Höhe zu schrauben. Anschließend gleiten sie zum nächsten Thermikschlauch. Deshalb folgen die Störche auf ihrem Flug nach Afrika einer Route, die weitestgehend über Land verläuft.
Fast 75 Prozent der in Deutschland brütenden Weißstörche wählen für ihren Zug in die Überwinterungsgebiete eine östliche Route.
Die Oststörche ziehen aus ihrer Brutheimat in Richtung Schwarzes Meer. Sie kommen aus den nördlichen Teilen Deutschlands, aus Dänemark, Polen, dem Baltikum, Weißrussland und Russland, aus der Ukraine ebenso wie aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, aus Österreich, Ungarn, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien-Montenegro. Weiter im Süden stoßen die Weißstörche aus Albanien, Griechenland und der Türkei dazu.
Sie überqueren den Bosporus und gelangen über den Libanon und Israel auf die Sinai-Halbinsel. Über den Golf von Suez erreichen sie Ägypten und Afrika. Sie folgen von dort aus dem Niltal nach Süden. In den Savannen und Halbwüsten des Sudans legen sie eine mehrwöchige Rast ein und fressen sich Fettreserven für ihren Weiterflug nach Ost- und Südafrika an. Von Europa bis nach Südafrika sind Störche 8 bis 15 Wochen unterwegs. Oft legen sie dabei Strecken von mehr als 10.000 Kilometern zurück.
Die Westzieher, etwa 35000 Vögel ziehen über die Straße von Gibraltar Durch Marokko gelangen die sie nach Mauretanien, überfliegen die Wüstengebiete der westlichen Sahara und erreichen schließlich ihre Überwinterungsgebiete in den Savannen bzw. in der Sahelzone südlich der Sahara zwischen Senegal, Kamerun und dem Tschad. Ihre wichtigsten Winterquartiere sind das Senegaltal und - delta, die Überschwemmungsgebiete des Niger-Binnendelta in Mali und das Tschadbecken in Niger und Nigeria. In den letzten Jahren beobachtete man, dass ein großer Teil der Westzieher bereits in Spanien überwintert. Auch die in Nordafrika brütenden Weißstörche überwintern in Westafrika. Marokkanische Brutvögel überqueren entweder die westliche Sahara zusammen mit den europäischen Störchen, oder sie orientieren sich mehr nach Osten und überfliegen die zentrale Sahara zusammen mit den algerischen Brutvögeln.
In Afrika haben die Weißstörche ihren bevorzugten Lebensraum in Savannengebieten, in denen sie zwischen Zebras, Giraffen und Marabus nach Nahrung jagen. Zur Hauptnahrung gehören Heuschrecken und andere Insekten. Wo vorhanden, suchen Weißstörche aber auch in Afrika feuchte, sumpfige Niederungen auf und jagen dort unter anderem Frösche und Fische.
Wenn Schwärme von Wanderheuschrecken oder andere massenhaft vorkommende Insekten ihren Weg kreuzen, versammeln sich die Störche wochenlang zu gewaltigen Schwärmen. In Tansania wurden vor einigen Jahren in einem Gebiet von nur 25 Quadratkilometer etwa 100.000 Weißstörche zusammen mit 40.000 afrikanischen Abdimstörchen beobachtet, als sich dort ein Massenausbruch des Afrikanischen Heerwurms, einer Schmetterlingsraupe, ereignete.
Erfolgreiche Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen machen den Störchen deshalb zu schaffen. |
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