COLOUR THE FUTURE  START

Mit einem Lächeln
nach Afrika blicken

Pechschwarz ist ESOMI oder dunkelbraun.

an den Seiten schimmert ein Rot.

Nervös rudern die roten Ohren - bemerken des Rudels Grauen!

Sie horchen ins Dunkle. Dort droht der Tod?

Flatter weiter mein Rotschwingen-Darling

Flieh mit den Flügeln des Red-winged Starling        hhh

 

Nguni Rinder zeichnet eine große Vielfalt verschiedener Musterungen und Farben aus, die bei echten Nguni symmetrisch angeordnet sind und von denen es über 100 Variationen geben soll. Sie sind so beeindruckend, dass in den mündlich überlieferten Geschichten und spontanen Loblidern des Südlichen Afrikas poesievolle Beschreibungen von Nguni Rindern auftauchen.

Mustere das Vieh! Colour the Cattle

Angeregt durch eine Liste mit 63 alten Fellmuster-Beschreibungen, denen Zulu (bzw. Xhosa) Namen zugeordnet sind,  hat die in Südafrikas Ostkap-Region beheimatete Malerin Sabine Piprek diese Muster- und Farbenvielfalt festgehalten. Die Bilder sind durch Gedichte ergänzt, die sich um die jeweiligen Musterungen und Farben der Rinder ranken.

Care for the cow who is my darling:
ESOMI in pitch or dark brown pack prowling.

Red ears at them are snapping and snarling,

red sides aflutter like a red-wing starling.

 

© Sabine Piprek, Südafrika

Der Titel "Colour the Cattle"  reflektiert, dass traditionelle Nguni-Hirten die Vollzähligkeit ihrer Herden feststellen,  indem sie sich die Fellmuster und -farben ihrer Tiere merken . Die Tiere werden also nicht gezählt, sondern "gemustert". 

Die Umschreibungen sind der Natur entlehnt. Wird etwa eine schwarze Kuh mir roten Ohren und Seitenstreifen vermisst, die an einen Rotschwingen - Star erinnert, fehlt ESOMI. Esomi  ist der Zulu (bzw. Xhosa) Name für eben diesen Redwinged Starling.

Einige der Gedichte hat die Künstlerin an traditionelle Themen angelehnt, die meisten sind dem modernen Leben gewidmet, wie etwa Freedom Day. oder der Fußball WM 2010 in Südafrika.

Der größte Teil der Zeichnungen und Reime sind das Ergebnis einer viermonatigen Bilderbuch-Werkstatt in Berlin, einige entstanden in Südafrika und in Polen. Die Künstlerin möchte mit ihren "Nguni -Zeichnungen" dazu beizutragen, dass (nicht nur) die Kinder der Welt mit einem Lächeln nach Südafrika blicken und erfahren,  dass es dort außer Elefanten, Giraffen und Löwen auch wunderschöne Rinder gibt.

Bilder der Ausstellung