COLOUR THE FUTURE

Bedrohte Nutztierrassen unserer Erde

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Nguni - ein Rind der Vergangenheit zeigt in die Zukunft

Bedrohte Nutztierrassen II

Traditionelle Nutztierrassen sind an die sozialen und ökologischen Bedingungen in den ländlichen Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Regel sehr viel besser angepasst, als die Hochleistungsrassen aus dem Norden.

Von den in den Siebziger Jahren nach Nicaragua eingeführten Hochleistungshähnen überlebte kein einziger die tropischen  Dorfbedingungen. Unter extremen Umweltbedingungen ist Vielseitigkeit ein Plus. Meist erfüllen die traditionellen Rassen mehrere Bedürfnisse kleinbäuerlicher Gemeinschaften gleichzeitig, etwa als Lieferanten für Düngung, Brennmaterial oder als Zugtiere  Allein in Asien werden 300 Millionen Zugtiere genutzt. Dabei ist die Fleischproduktivität nicht einmal gering. Schon in den 70er Jahren wurde in Botsuana festgestellt, dass die Produktivität von Vielzweckherden fast doppelt so hoch war, als die der einseitig auf Fleischproduktivität gezüchteten.

Für 640 Millionen Subsistenzbauern, 190 Millionen weniger fruchtbaren Gebieten Tiere halten, könnte eine systematische Förderung traditioneller Nutztierrassen ein Ausweg aus der Armut sein.

Ressourcen gegen genetische Verarmung

Die Hochleistungssysteme könnten zunehmend auf die Genressourcen traditioneller Nutztierrassen angewiesen sein. Die Fortpflanzung von Truthähne und einigen Schweinerassen etwa ist durch die angezüchteten Muskelpakete nur noch auf künstlichem Wege machbar. Rindern wurde der Mutterinstinkt weggezüchtet und Hühnern die Fähigkeit, Eier auszubrüten, so dass nur noch wenige Hühnerrassen für die Freilandhaltung zur Verfügung stehen.

 

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