Future-on-Wings e.V.
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Die Baumwollproduktion in Mali |
Weitere Informationen zum Thema Bio-Baumwolle
Deutschlandfunk: Preisverfall mit Folgen. Baumwollbauern in Mali leiden unter den Subventionen des Westens
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Massiv unterstützt von der Weltbank und Frankreich, hat sich Westafrika zu einer führenden Baumwollanbauregion entwickelt: Seit 1990 wurden Anbauflächen und Produktion beinahe verdoppelt, und 2003 kamen bereits 15 Prozent der Weltexporte aus der Region. Neben Burkina Faso und nach Ägypten gibt es in Mali die zweitgrößte Baumwoll-Anbaufläche Afrikas. Baumwolle ist der wichtigste Devisenbringer für das westafrikanische Land. Bis vor wenigen Jahren wurde der gesamte Markt von der „Compagnie Malienne du Développement des Textiles“ (CMDT), beherrscht, die auch im Vertrieb von Saatgut, Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel das Monopol innehält. Im Jahr 2001 reagierten die Baumwollproduzenten Malis mit einer Protestbewegung auf das Preisdiktat der CMDT– dem so genannten Baumwollstreik. Neben den Marktstrukturen wird die Produktion und Vermarktung von Baumwolle vor allem durch unbeständige Qualität und sinkende Hektarerträge infolge abnehmender Bodenfruchtbarkeit eingeschränkt. Auf Drängen der Weltbank wird die CMDT nun privatisiert. Fast 80 Prozent der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, die Baumwolle bringt rund ein Drittel aller Exporterlöse. Der Preisverfall auf dem Weltmarkt trifft deshalb den Lebensnerv der Bauern und Städter in Mali. Der Druck von Weltbank und Weltmarkt trifft das halbstaatliche Textilunternehmen CMDT und die malischen Bauern. Die CMDT fährt in die Dörfer, sammelt die Baumwolle ein und bringt sie anschließend in den Export. Ein Beispiel aus dem Erntejahr 2005: Die CMDT zahlte für jede Tonne Baumwolle umgerechnet 583 Dollar. Auf dem Weltmarkt bekam sie nur 550 Dollar zurück, ein Minusgeschäft von gut 30 Dollar pro Tonne. Die Weltbank nennt das defizitär, doch man könnte auch sagen: Die malische Regierung subventioniert ihre Bauern. Das aber lässt die Weltbank nicht gelten und zwingt die CMDT, den malischen Bauern künftig noch ein Viertel weniger für ihre Baumwolle zu zahlen. Dabei ist der Teufelskreis der Verschuldung schon jetzt einer der Gründe dafür, dass es in Mali noch immer zu Ernährungskrisen kommt - trotz aller Fortschritte in der Agrarforschung, trotz aller Verbesserungen in der Landwirtschaft.
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Basisdaten |
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Deutsche Organisationen in Mali |
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Interaktionen für eine nachhaltige Entwicklung |
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Projekte unterstützt vom Kinderhilfswerk für die Dritte Welt e.V. |
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Region Mopti / Mali Unterstützung des nationales Getreidevorrates |
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