Future-on-Wings e.V.  

WARUM AUF SCHWINGEN?

 

Beweggründe für die Entwicklung

zukunftsfähiger Nord-Süd-Ost-West - Beziehungen

 

 

Gefährliche Übermacht

 

Angetastete Menschenwürde  :: Artenschwund :: BAUMWOLLE MACHT PROBLEME :: Ausbeutung von Kinderarbeit :: steigender Energieverbrauch :: übermäßiger Fleischverzehr :: Skandal Hunger und Unterernährung  :: Giftverzehr :: Gesundheitsgefährdung :: Gewalt :: Erderwärmung :: ungehemmter Naturverbrauch ::Tourismus ohne Einsicht :: Überfluss :: gefährliche Übermacht :: Verwüstung der Meere :: Wasserkrise :: Ungleiches Nachfragevermögen ::  ungleiche Entwicklungschancen

 

Europäische Milchschwemme macht

Afrikas Bauern arm

Zukunftsfähigkeit braucht die Möglichkeit, gefährliche Übermacht erkennen und notfalls aufheben zu können.

 

In Westafrika wird europäisches Milchpulver weit unter den Produktionskosten verramscht und unterbietet so die Preise der einheimischen Milch. In Burkina Faso kostet der Liter aufbereitete EU_Milch etwa halb so viel wie die lokal produzierte Frischmilch.

Obwohl es rund eine Millionen traditionelle Viehhalter im Land gibt , die auch Milch produzieren könnten, sind auf dem burkinischen Markt fast ausschließlich importierte Milchprodukte zu finden.

Quelle: Misereor / FIAN Skandal Hunger Aktionszeitung 2006

 

Drei bis sechs Agrokonzerne

Bei der Mehrzahl der Agrarprodukte bestimmen drei bis sechs Konzerne den globalen Handel.

Die Konzerne Cargill und Archer Daniels Midland (ADM) beherrschen weltweit 65 Prozent des Getreidehandels und sind auch mit Unternehmen der Agrochemie und der Gentechnikforschung eng verbunden.

Der Agrokonzern Monsanto verfügt über 91 Prozent des genmanipulierten Saatguts, beherrscht gemeinsam mit Syngenta ein Viertel der 60 Milliarden Dollar schweren Gentechnikindustrie und kontrolliert mit weiteren neun Konzernen die Hälfte des weltweiten Saatguthandels.

Im Sommer 2007 konnte Monsanto eine Gewinnsteigerung um 71 Prozent vermelden. Bayer Crop Science erzielte im gleichen Jahr 23 Prozent, und das Management erwartet eine Verdopplung des Weltmarktes für Biokraftstoffe innerhalb er nächsten sieben Jahre.

Quelle: Schumann/Grefe Der Globale Countdown

 

Saatgut-Monopoly

Vier Unternehmen - Pu Pont/Pionier, Monsanto, Syngenta und Limagrain - haben zusammen einen Anteil von fast 30 % am Weltmarkt für kommerzielles Saatgut. Bei Mais kontrolliert Monsanto allein über 40 %, bei Soja etwa 25 %. Viele Bauern verwenden allerdings immer noch eigenes Saatgut.

Quelle: Uwe Hoenring Agrar-Kolonialismus in Afrika

Forum Umwelt & Entwicklung, VSA Verlag 2007

 

Agrochemie-Monopoly

2003 kontrollierten die 10 führenden Unternehmen 80% des weltweiten Marktes für Agrochemie, darunter Bayer/Aventis Crop Sience und Syngenta.

Quelle: Uwe Hoenring Agrar-Kolonialismus in Afrika

Forum Umwelt & Entwicklung, VSA Verlag 2007

 

Tierzucht-Monopoly

Nur vier Konzerne teilen sich den Weltmarkt für Zuchtmaterial für Legehennen, Masthähnchen, Truthähne und anders Geflügel

Quelle: Forum Umwelt&Entwicklung 1/2007

 

Brain Drain

In Malawi arbeiten nur noch 50 der 600 dort ausgebildeten Ärzte. Ghana hat die Hälfte seiner Krankenschwestern an die USA, Kanada oder Großbritannien verloren.

Quelle: Angelika Weber in "Solarenergie für Afrika" STUBE FORUM

Nr. 16/2006 (www.bundes-esg.de)

 

Finanz-Monopoly

Der Anteil der Finanzmärkte an der US-Wirtschaft hat sich seit den 1960ern vervierfacht. Statt die Realwirtschaft mit den benötigten Mitteln auszustatten, wurde das Geldmachen mit Geld zum Selbstzweck. 

"Das Geld, das sich so trefflich sich mit Börsengeschäften, mit Firmenübernahmen, mit Rohstoffspekulation und so weiter verdienen ließ, wurde anderswo weggenommen. Die exorbitanten Profite und die immer größeren Spekulationsblasen sind das Ergebnis einer gigantischen Umverteilungsmaschinerie zwischen Arm und Reich, zwischen Süd und Nord, zwischen Lohnabhängigen und Kapitalbesitzern. So fließt seit dem Ausbruch der Schuldenkrise vor einem Vierteljahrhundert mehr Kapital aus dem Süden in den Norden als umgekehrt, das meiste davon in den Finanzsektor. Und in vielen Ländern sinken die Reallöhne seit Jahren, der Anteil der Löhne am Volkseinkommen schrumpft - in Deutschland seit 1980 von 65 auf knapp 57 Prozent. Steil angestiegen ist dagegen der Anteil der Kapitalgewinne."

Quelle: Nicola Liebert in der taz vom 25.9.08