WARUM AUF SCHWINGEN?
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INHALT
Zukunftsfähigkeit braucht die Möglichkeit, gefährliche Übermacht erkennen und aufheben zu können.
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Allein durch Steuer- und Kapitalfluchtpraktiken großer Firmen entgehen so genannten "Entwicklungsländern" jährlich 900 Milliarden US-Dollar.Die aus den OECD Staaten gezahlte "Entwicklungshilfe" beträgt dagegen lediglich 100 Milliarden US-Dollar / Jahr. |
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Das Stromkartell |
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Europäische Milchschwemme macht Afrikas Bauern arm |
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In Westafrika wird europäisches Milchpulver weit unter den Produktionskosten verramscht und unterbietet so die Preise der einheimischen Milch. In Burkina Faso kostet der Liter aufbereitete EU_Milch etwa halb so viel wie die lokal produzierte Frischmilch. Obwohl es rund eine Millionen traditionelle Viehhalter im Land gibt , die auch Milch produzieren könnten, sind auf dem burkinischen Markt fast ausschließlich importierte Milchprodukte zu finden. Quelle: Misereor / FIAN Skandal Hunger Aktionszeitung 2006 |
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Europäische NGOs fordern ein Ende des Verdrängungs-Wettbewerbs mit Geflügelfleisch |
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Eine Exportflut von Geflügelteilen aus der EU (in geringeren Mengen auch aus den USA und Brasilien) verursacht bei kleinbäuerlichen Produzenten in West- und Zentralafrika erhebliche wirtschaftliche und soziale Schäden. Die afrikanische Geflügelwirtschaft - einst ein Erfolgsbeispiel bei Armutsbekämpfung und ländlicher Entwicklung - ist aufgrund dieser Billimporte in ihrer Existenz bedroht. Dieser Produktionsbereich steht auf Grund eines destruktiven Agrarhandels vor der schwersten wirtschaftlichen Krise seiner Geschichte. Wohlhabende Konsumenten und Supermarktketten stellen höchste Ansprüche an die Qualität und den Wellnesswert von Geflügelfleisch. Für diese Ansprüche qualifiziert sich nur ein kleiner Teil der Fleischpartien des zerlegten Huhns. Immer größere Anteile vom Schlachtgewicht des Masthähnchens erzielen auf den Märkten Europas und der USA keine befriedigende Absatzbedingungen. Befriedigende Preise gibt es nur für Lebensmittel, die sich für die vermeintlich hochwertigen Marktsegmente qualifizieren. Da der Markt für „geringerwertige“ Lebensmittel begrenzt ist, kommt es in den reichen Ländern zu Überschüssen bestimmter Fleischpartien, Geflügelteilen und Fleischqualitäten Der Export dieser Produkte in arme Staaten aber treibt viele Geflügelzüchterinnen, die meist kapitalarme Kleinunternehmerinnen sind, in den Bankrott getrieben. Europäische
entwicklungspolitischen Organisationen (Association Citoyenne de Défense
des Insbesondere fordern sie die Anerkennung folgender Grundsätze: 1. Defensive Handelsregeln zulassen, um Dumpingpraktiken zu stoppen
2. Neue Regeln für Kuppelprodukte
3. Gemeinsame Verantwortlichkeit für den sicheren Umgang mit Lebensmitteln im globalen Handel
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Bei der Mehrzahl der Agrarprodukte bestimmen drei bis sechs Konzerne den globalen Handel. Die Konzerne Cargill und Archer Daniels Midland (ADM) beherrschen weltweit 65 Prozent des Getreidehandels und sind auch mit Unternehmen der Agrochemie und der Gentechnikforschung eng verbunden. Der Agrokonzern Monsanto verfügt über 91 Prozent des genmanipulierten Saatguts, beherrscht gemeinsam mit Syngenta ein Viertel der 60 Milliarden Dollar schweren Gentechnikindustrie und kontrolliert mit weiteren neun Konzernen die Hälfte des weltweiten Saatguthandels. Im Sommer 2007 konnte Monsanto eine Gewinnsteigerung um 71 Prozent vermelden. Bayer Crop Science erzielte im gleichen Jahr 23 Prozent, und das Management erwartet eine Verdopplung des Weltmarktes für Biokraftstoffe innerhalb er nächsten sieben Jahre. |
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Vier Unternehmen - Pu Pont/Pionier, Monsanto, Syngenta und Limagrain - haben zusammen einen Anteil von fast 30 % am Weltmarkt für kommerzielles Saatgut. Bei Mais kontrolliert Monsanto allein über 40 %, bei Soja etwa 25 %. Viele Bauern verwenden allerdings immer noch eigenes Saatgut. |
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2003 kontrollierten die 10 führenden Unternehmen 80% des weltweiten Marktes für Agrochemie, darunter Bayer/Aventis Crop Sience und Syngenta. |
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Nur vier Konzerne teilen sich den Weltmarkt für Zuchtmaterial für Legehennen, Masthähnchen, Truthähne und anders Geflügel Quelle: Forum Umwelt&Entwicklung 1/2007 |
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In Malawi arbeiten nur noch 50 der 600 dort ausgebildeten Ärzte. Ghana hat die Hälfte seiner Krankenschwestern an die USA, Kanada oder Großbritannien verloren. Quelle: Angelika Weber in "Solarenergie für Afrika" STUBE FORUM Nr. 16/2006 (www.bundes-esg.de) |
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Der Anteil der Finanzmärkte an der US-Wirtschaft hat sich seit den 1960ern vervierfacht. Statt die Realwirtschaft mit den benötigten Mitteln auszustatten, wurde das Geldmachen mit Geld zum Selbstzweck. "Das Geld, das sich so trefflich sich mit Börsengeschäften, mit Firmenübernahmen, mit Rohstoffspekulation und so weiter verdienen ließ, wurde anderswo weggenommen. Die exorbitanten Profite und die immer größeren Spekulationsblasen sind das Ergebnis einer gigantischen Umverteilungsmaschinerie zwischen Arm und Reich, zwischen Süd und Nord, zwischen Lohnabhängigen und Kapitalbesitzern. So fließt seit dem Ausbruch der Schuldenkrise vor einem Vierteljahrhundert mehr Kapital aus dem Süden in den Norden als umgekehrt, das meiste davon in den Finanzsektor. Und in vielen Ländern sinken die Reallöhne seit Jahren, der Anteil der Löhne am Volkseinkommen schrumpft - in Deutschland seit 1980 von 65 auf knapp 57 Prozent. Steil angestiegen ist dagegen der Anteil der Kapitalgewinne." |
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