Future-on-Wings e.V.

Zukunftsfähige Entwicklung

in den Brut- Rast und Überwinterungsgebieten

der Weißstörche

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Weißstörche in Litauen

Die Weißstorchpopulation Litauens, mit etwa 11.124 Horstpaaren in den Jahren 1994/95, ist stabil und nimmt teilweise zu. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Habitat- und Nahrungsbedingungen in Osteuropa besser sind als im westlichen Europa. Anhand der vorliegenden Daten wurde ermittelt, dass die Bestandsdichte des Weißstorchs in Litauen (StD = 17,6 HPa/100 km2) die höchste der Welt ist. Dies bezieht sich auf den landesweiten Durchschnitt und in einigen Regionen in Ländern wie Spanien und Kroatien, wo Weißstörche in großen Kolonien vorkommen, mag sie größer sein. Die Anzahl der in Litauen in den Jahren 1994/95 ausfliegenden Jungen betrug  26.591. Der Bruterfolg lag bei JZa = 2,4 und JZm = 2,5. Der gute Schutzstatus und die hohe Populationsdichte begründen die Benennung des Weißstorchs zum Nationalvogel Litauens.

Der nationale Weißstorchzensus 1994/95 war die erfolgreichste aller Bestandserfassungen, die in Litauen seit Beginn dieses Jahrhunderts durchgeführt wurden. Der Zensus 1994/95 hat zum einen hohen wissenschaftlichen Wert und ist zum anderen ein Modell für die höchst professionelle Arbeit einer NGO und für deren erfolgreiche Zusammenarbeit mit örtlichen Regierungsstellen, die in vielen Regionen die wichtigsten Geldgeber des Projekts waren.

 

Quelle: NABU zum Weißstorchbestand

 

 

Störche mit Hang zum Starkstrom sollen umziehen

Litauen ist stolz auf seine vielen Störche - wenn die Vögel nur nicht so gern auf Starkstrommasten nisten würden. Allein im westlichen Landesteil habe man 2900 Storchennester auf Hochspannungsanlagen gezählt, in ganz Litauen komme man auf knapp 8000. Das Problem: Die Nester können Stromausfälle auslösen. Zudem müssen die Leitungen alle zwei Jahre erneuert werden, weil sie von den bis zu 400 Kilogramm schweren Astgeflechten ausgeleiert werden. Das kann sich das Land nicht leisten.
 

Fußbodenheizung fehlt bei alternativen Nistplätzen

Die Litauer versuchen nun, die Vögel mit großzügigen Wohnungsangeboten von ihren Stammplätzen wegzulocken. Rund 300 spezielle Metallplattformen für Nester wurden für umgerechnet je knapp 600 Euro montiert - bislang nur mit mäßigem Erfolg: Die neuen Nistplätze lassen die Fußbodenheizung vermissen, die die Strommasten so gemütlich machen. Die auf den Leitungen gebauten Nester lösen kleine Kurzschlüsse aus, die das Nest heizen.  Dass es immer wieder vorkomme, dass Jungvögel bei ersten Flugversuchen gegen die Stromleitung fliegen und buchstäblich gegrillt würden, scheine die Storcheneltern dabei nicht abzuschrecken.


Umsiedlungsprogramm könnte fünf Millionen Euro verschlingen

Trotz der Stromleitungsliebe der litauischen Vögel soll der landesweite Storchenumzug nun richtig in Angriff genommen werden. Der könnte schätzungsweise umgerechnet rund fünf Millionen Euro kosten. Wer soll das bezahlen? Laimutis Budrys vom Umweltministerium in Vilnius: "Der weiße Storch steht in Europa unter strengstem Schutz. Die EU sollte uns helfen, das Storchennestproblem zu beseitigen." Sein Ministerium will das Seine tun, dem Problem beizukommen: den Stromfirmen beim Ausfüllen der Formulare für Brüssel helfen.

 

Quelle: World of Animals

 

Naturschutz in Litauen

Es gibt über 200 Naturschutzgebiete verschiedener Bestimmung und verschiedenen Ranges in Litauen. Dazu gehören 5 Nationalparks, 5 Schutzgebiete nach der Ramsar-Konvention, 4 Totalreservate, 30 Regionalparks. Über 14 Prozent der Landesfläche werden von Naturschutzgebieten eingenommen, wie etwa dem Gebiet Praviršulio Tyrelis.

Ein unter Moorkundlern sehr bekanntes Hochmoor ist das Moor Aukštumala zwischen Sowetsk und Klaipėda, da es weltweit das erste Moor war, dem eine spezielle Monographie (C.A. Weber, 1902) gewidmet war. Während der westliche Teil noch sehr gut erhalten ist, wird im östlichen Teil von einer Tochter der deutschen Firma Klassmann-Deilmann großflächig Torf abgebaut. Das Hochmoor ist Teil des Regionalparks Memel-Delta.

Quelle: Wikipedia 21.3.08

 

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