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Zugvogelschutz im Libanon |
INHALT
FUTURE-LINKS Libanon
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Nach wie vor werden in Südeuropa und dem Nahen Osten Tausende von Vögeln auf dem Weg in ihre Überwinterungsgebiete getötet. Die Vogeljagd, ist hier in vielen Gebieten traditionell verankert. Im Libanon: verengt sich der Zugkorridor wegen geografischer Gegebenheiten auf wenige Kilometer und es entsteht eine so genannte „Flaschenhalssituation", welche die Vögel durchfliegen müssen. In der Bekaa-Ebene, wo sich der Zugvogelkorridor auf weniger als 15 Kilometer Breite verengt, ist der Handlungsbedarf besonders groß. Zahllose Singvögel wie Lerchen, Rohrsänger, Mönchsgrasmücken, Finken und Nachtigallen haben darunter zu leiden. Aber auch größere Zugvögel wie Kranich, Weiß- und Schwarzstorch, Kornweihe, Fischadler und Habichtsadler fallen dem Jagdwahn zum Opfer. Die Jagd ist neben der Zerstörung von Lebensräumen die größte Gefahr für die Zugvögel im Libanon. Die letzte Zählung im Jahr 1994 ergab landesweit 14.000 registrierte Jäger; die tatsächlichen Zahlen liegen wohl noch weit darüber. Nach vorsichtigen Schätzungen dürften jedes Jahr etwa eine Million Vögel den Flinten zum Opfer fallen. Die meisten davon sind Zugvögel, da die Menschen im Libanon die heimische Fauna respektieren und sich vor allem auf die „fremden“ Arten konzentrieren.
Viele der getöteten Tiere
landen als Delikatesse in den Restaurants des Landes. Zahlreichen Jägern
aber geht es auch einfach nur um den Sport. Schon zehnjährige Jungen
werden von den Erwachsenen in die Tradition der Vogeljagd eingeführt und
versuchen, durch Abschüsse ihre Männlichkeit unter Beweis zu stellen. In dem Projektgebiet Kfar Zabad in der Bekaa-Ebene, rund 60 Kilometer östlich von Beirut an der syrischen Grenze, erste Erfolge erzielt werden. So konnte die SPNL die lokale Bevölkerung dafür gewinnen, einen Jagdbann in dem gemeindeeigenen Feuchtgebiet zu verhängen und einen sanften und naturorientierten Tourismus zu entwickeln.
Quelle: Euronatur http://www.euronatur.org/Libanon.libanon.0.html |
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Erfolgreiche Bio-Landbau-Projekte im Libanon |
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World Vision und die United States Agency for International Development (USAID) feiern den Erfolg eines auf drei Jahre angelegten Projekts, das hunderte libanesischer Bauern beim Anbau biologischer Produkte unterstützt hat. Über 4500 Menschen profitierten von der "Sustainable Agri-Business Initiative for Lebanon". Eines der Hauptziele des Projekts war der Aufbau der landwirtschaftlichen Kooperative BioCo-op Lubnan. Während der dreijährigen Laufzeit stellte USAID 7,8 Mio. US-Dollar zur Verfügung, um die Landwirte beim Erlernen und Entwickeln der Besonderheiten des biologischen Landbaus zu helfen. Im ganzen Land wurden moderne Verarbeitungstechniken, Verpackungsanlagen und Lagerflächen bereit gestellt, ebenso wie Marketingmaßnahmen und andere Dienstleistungen, um die Bio-Vermarktung anzukurbeln. Mit Hilfe des SABIL-Projekts konnten sich libanesische Landwirte bio-zertifizieren lassen und so ihre Erzeugnisse unter dem Markennamen Campagnia zu höheren Preisen verkaufen als konventionelle Ware. Einige Bio-Produkte wurden auch nach Europa sowie in einige der Golfstaaten exportiert. |
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Im Libanon müssen schätzungsweise 100.000 Kinder arbeiten. Die NGO Caritas Libanon hat deshalb ein Abendschulprogramm für solche Kinder ins Leben gerufen, die als gefährdet gelten, die Schule vorzeitig in Richtung Arbeitsmarkt zu verlassen. Die Gefahr von Kinderarbeit ist im Libanon vor allem in den Vorstädten der großen Metropolen und in den abgelegenen ländlichen Gegenden sehr hoch. Die Gründe dafür liegen teilweise in Erfahrungen von Gewalt und Missachtung an den Schule - auch durch Lehrer, vor allem aber im niedrigen Status der Familien und im mangelnden Interesse an Bildung. Die NGO will
die Familien der Kinder davon überzeugen, dass Bildung wertvoller ist
als die unmittelbaren Einkünfte aus Kinderarbeit. Deshalb besuchen
Sozialarbeiter die Familien potenzieller Schulabbrecher und versuchen
diese davon zu überzeugen, ihr Kind in die Abendschule zu schicken.
Diese unterrichtet wochentags für je zwei Stunden in kleinen Gruppen von
höchstens zehn Schülern. |
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Die Zeder, das Wahrzeichen des Libanons, ist vom Aussterben bedroht |
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Ein Viertel des Zedernbestandes des Libanon steht in der bergigen Region Schuf. 1996 wurde hier ein Gebiet von 2.000 Hektar zum Schutzgebiet. Einige der Zedern dort werden auf ein Alter von 2000 Jahren geschätzt. Die Bäume wachsen in einer Höhe von 1.200 bis 1.800 Metern. Sie brauchen Schnee, um zu gedeihen. Ohne dass es für mehrere Tage eine Kombination aus Regen, Schnee und Forst gibt, werden die Samen nicht ausgestreut. Und ohne Kälte kann der Samen nicht keimen. Zunehmend erhöhte Temperaturen und Trockenheit setzen den Zedern immer mehr zu. Die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte bedrohen deshalb die Zeder. In der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation ist der immergrünen Baum schon als "stark bedrohte Art" geführt. Quelle: taz vom 27.03.09 |
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Basisdaten Libanon: |
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