Future-on-Wings e.V.

WARUM AUF SCHWINGEN?

Beweggründe für die Entwicklung

zukunftsfähiger Nord-Süd-Ost-West-Beziehungen

Angetastete Menschenwürde  :: Artenschwund :: BAUMWOLLE MACHT PROBLEME :: Ausbeutung von Kinderarbeit :: steigender Energieverbrauch :: übermäßiger Fleischverzehr :: Skandal Hunger und Unterernährung  :: Giftverzehr :: Gesundheitsgefährdung :: Gewalt :: Erderwärmung :: ungehemmter Naturverbrauch ::Tourismus ohne Einsicht ::  Überfluss :: gefährliche Übermacht :: Verwüstung der Meere :: Wasserkrise :: Ungleiches Nachfragevermögen :: ungleiche Entwicklungschancen

Wohin auf Schwingen?

Ohne eine breite Teilhabe an der Gestaltung der gemeinsamen Zukunft, ohne Entwicklungsgerechtigkeit und  ohne Umweltverträglichkeit kann Wohlstand nicht nachhaltig entwickelt werden.  

 

 

 

Was haben wir nur

in all der Zeit getrieben?

Wir sind mit dem

Fortschritt vorausgeeilt

und hinter uns

zurück geblieben.

Karl Kraus

 

 

Zukunftsfähige Entwicklung

braucht die Möglichkeit, ...

... die Mitwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Produktion und Produkten gemeinsam erforschen und herstellen zu können!

 

Störche entdeckten Europa

Als nördlich des Mittelmeers die Wälder urbar gemacht wurden, entdeckten die einstmals afrikanischen Weißstörche diesen "neuen Kontinent" für sich als Brutgebiet und entwickelten sich zu Zugvögel.  

Doch seit immer mehr Wiesen trocken gelegt, Flüsse begradigt wurden, seit Kunstdünger den Nahrungsgrundlagen der Störche zu schaffen macht und die Menschen ihre Kulturpflanzen mit Gift schützten, ist für den Storch die Zeit der blühenden Landschaften vorbei. Zeit, sich nach einem neuen Kontinent umzusehen! 

 

Die menschliche Entdeckung

neuer Kontinente ...

... war von Beginn an zwiespältig: Kolonien wurden erobert und die Kolonisierten genötigt, Rohstoffe und landwirtschaftliche Güter zu liefern. Viele Länder, die aus den Kolonien hervorgegangenen waren, sehen sich immer noch gezwungen, diese Rolle zu spielen. 

 

Globalisierung der Kehrseiten!

Doch heute steht auch für die, die auf der "Schokoladenseite" unseres Globus leben, eine Sonne, die "ohn' Unterlass scheint",  nicht mehr unbedingt für eine "leuchtende Zukunft" sondern für den Horror globaler Erderwärmung.

 

Ein neuer Kontinent der blühenden Landschaften...

... kann nur in einer Zukunft liegen, in der alle Menschen ihren Bedürfnissen gemäß leben können, ohne dass dies die Erfüllung der Lebensbedürfnisse anderer - auch zukünftig lebender - Menschen verunmöglicht oder zur Verwüstung der gemeinsamen Naturumwelt nötigt.

Sich zu einem solchen "Kontinent Zukunft" aufzuschwingen ...

... ist  mühselig, sie kosten Überwindung. Störche könnten davon ein Lied klappern. Doch nach anfangs heftigem Flügelschlagen spüren die relativ großen und  schweren Vögel Aufwind, der sie nun mühelos bis zum Kap der guten Hoffnung am südlichsten Rand Afrikas trägt. .

 

Wind machen!

Wir ungefiederte Zweibeiner müssen den Aufwind, der uns zu einer besseren Zukunft trägt, selbst entfachen. Wollen wir miteinander reich werden ohne einander arm zu machen und ohne die gemeinsame Naturumwelt zu verwüsten, müssen wir von den Dingen  Aufhebens  machen, mit denen wir uns um eine bessere  Zukunft bringen. Wir müssen heftigen Wind um sie machen. Nur so können wir  überwinden, was uns runter zieht.

 

Wohlstandsverteilung

Quelle wenn nicht anders angegeben:

Worldwatch-Institute: Zur Lage der Welt - Die Welt des Konsums 2004, deutsch:, Heinrich Böllstiftung und Verlag Westfälisches Dampfboot,

Münster 2004 (ZLdW)

 

 

 

1964 gaben private Haushalte weltweit 4,8 Billionen Dollar für Waren und Dienstleistungen aus. 2000 waren es 20 Billionen Dollar (gerechnet jeweils im Dollarkurs von 1995).

(S. )

 
Die 12 % der Menschen, die in Nordamerika und Westeuropa leben, bestreiten 60 % , das in Südasien und in Afrika südlich der Sahara lebende Drittel der Menschheit  bestreitet 3,2 % der weltweiten Ausgaben für den privaten Konsum. (S.)
 

Während in Deutschland ein Arzt etwa 390 Einwohner betreut, ist in Äthiopien ein Mediziner  für rund 32.500 Menschen zuständig. Auf dem Land gibt es oft gar keine medizinische Hilfe

Quelle: Menschen für Menschen Projektinfo

 

Weltweit leiden 854 Millionen Menschen  unter Hunger.

Nach Berichten der Welternährungsorganisation (FAO) steigt die Zahl der Hungernden jährlich um vier Millionen.

 

Monetäres Nachfragevermögen

Anteil an weltweiten privaten Ausgaben für Konsum

Anteil an der Weltbevölkerung

USA und Kanada

31,5

 5,2

Westeuropa

28,7

6,4

Ostasien und Pazifik

21,4

32,9

Lateinamerika und Karibik

6,7

8,5

Osteuropa und Zentralasien

3,3

7,9

Südasien

2,0

22,4

Australien und Neuseeland

1,5

0,4

Mittlerer Osten und Nordafrika

1,4

4,1

Afrika südlich der Sahara

1,2

10,9

 
 

  Überfluss

Ein immer größerer Teil der Konsumausgaben wird für Dinge ausgegeben, die über die Befriedigung von Grundbedürfnissen hinaus dem Komfort oder Spaß am Leben dienen. Mancher "Luxuskonsum" ist allerdings fragwürdig wie etwa der von Süßigkeiten oder Limonade. Oder er wird zum "Wohlstandsüberschuss", wenn wir dies mit dem in Beziehung setzten, was für das Erreichen einer Grundbedürfnisbefriedigung für alle Menschen zu tun wäre.

(Tabelle: S. 48)

 

Produkte

Jährliche Ausgaben

Soziales oder wirtschaftliches Ziel

Erforderliche Summe zur Erreichung des Ziels

Make-up

$ 18 Mrd.

Gesundheitsvorsorge für alle Frauen

$ 12,0 Mrd.

Tiernahrung in Europa und den USA

$ 17 Mrd.

Beseitigung von Hunger und Unterernährung

$ 19  Mrd.

Parfüms

$ 15 Mrd.

Weltweite Alphabetisierung

$   5  Mrd.

Kreuzfahrten

$ 14 Mrd.

Weltweit sauberes Trinkwasser

 $ 10  Mrd

Eiskrem in Europa

$ 11 Mrd.

Schutzimpfung für jedes Kind

$  1,3 Mrd.

 
 

In Deutschland verdreifachte sich in den letzten 10 bis 15 Jahren die Zahl übergewichtiger Kinder im Schulanfangsalter. Inzwischen sind etwa jedes 5. Kind und jeder 3. Jugendliche zu dick.

Quelle: Taz, 30.Sept. 04, S. 7 

 

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren in Deutschland im Jahr 2003 rund die Hälfte aller Bürger zu dick. 13 % hatten nach Definition der Weltgesundheitsorganisation starkes Übergewicht

(Tagesspiegel vom 5. Februar 2005)

 

In den USA schleppen  heute zwei Drittel der Bevölkerung zu viele Pfunde mit sich herum, ein Viertel gilt als fettleibig. 2003 kostete die Fettleibigkeit seiner Bürger der US-amerikanischen Gesellschaft 75 Milliarden Dollar.

(Tagesspiegel vom 5.Februar 2005)

 

In Westeuropa wird die  Zahl der Todesfälle infolge von Fettleibigkeit auf 200.000 geschätzt. In den USA starben bis zur Jahrtausendwende ca. 400.000 Menschen an den Folgen ihres Übergewichts.

(Taz, 2./3. Okt. 2004)

 

Etwa 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland im Alter von drei bis 17 Jahren sind übergewichtig, rund 800.000 von ihnen leiden unter krankhafter Fettleibigkeit. Im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren ist Übergewicht bei Kindern heute um 50 Prozent häufiger.

Quelle: Pressemitteilung Berliner Senatsverwaltung vom 2.6.07

   Wird fortgesetzt ....