Future-on-Wings e.V.

WARUM AUF SCHWINGEN?

Beweggründe für die Entwicklung

zukunftsfähiger Nord-Süd-Ost-West - Beziehungen

 

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Zukunftsfähigkeit braucht

die Möglichkeit, ...

FUTURE-LINKS

Landbau/Ernährung 

 

Quelle wenn nicht anders angegeben:
 

Worldwatch-Institute:

Zur Lage der Welt - Die Welt des Konsums 2004, deutsch:, Heinrich Böllstiftung und Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2004

 

FoW Materialien für Unterricht und Fortbildung:

Nachhaltige Nutztierhaltung? (PDF)

 

 

Mit dem Wasserverbrauch zur Erzeugung von einem Kilo Fleisch könnte man ein ganzes Jahr lang täglich duschen.

Quelle: Worldwatch Institute,

«Meat – now it‘s not Personal»

... den weltweiten Fleischverzehr auf ein gesundheitlich verträgliches und ökologisch verantwortbares Maß reduzieren zu können .

Fünfmal mehr Fleisch

Die weltweite Fleischproduktion hat sich seit 1950 verfünffacht. Industrielle Produktionssysteme liefern heute weltweit 74% des Geflügels, 50% des Schweinefleisches, 43% des Rindfleisches und 68% der Eier. In Asien wächst der Schlachtviehbestand derzeit am raschesten, gefolgt von Lateinamerika und der Karibik. (Wordwatch Report 2004 S. 162)  

Ein Drittel mehr Brennstoffverbrauch

Die Erzeugung einer Kalorie aus Rindfleisch erfordert 33 % mehr Energieinput aus fossilen Brennstoffen als eine Kalorie Energie aus Kartoffeln (S. 163)

Neunmal so viel Kohlendioxid

Durch eine Mahlzeit mit einem großen Anteil an Fleisch und importierten Zutaten wird neunmal soviel Kohlendioxid emittiert wie für ein vegetarisches Essen mit Zutaten aus der Region. (S.158)

Großer Input

Zur Erzeugung einer Kalorie Rinder-, Schweine- oder Geflügelfleisch sind 11 bis 17 Kalorien Futter notwendig.  (S. 163) Zur Erzeugung eines halben Pfundes Rindfleisch sind 25.000 Liter Wasser nötig. (S. 163)

90 Prozent Soya wird Tierfutter

95 % der weltweiten Sojabohnenernte wird von Tieren  konsumiert

(S. 163)

Regenwald wird zu Hackfleisch gemacht

In Brasilien ist die Zahl der Rinder allein zwischen 1990 und 2000 von 26 auf 57 Millionen gestiegen. Die dabei aus Regenwald in Weideland verwandelte Fläche ist zweimal so groß wie Portugal. Größter Fleischabnehmer ist die EU. Der Anteil der EU am Kauf brasilianischen Rindfleisches stieg zwischen 1990 und 2001 von 40 auf 74 Prozent. 

Quelle: Rettet den Regenwald e.V. http://www.regenwald.org/rdr_neu/presseberichte.php (26.01.2006 21:34)

Der Erde die Bäume vom Kopf gegessen!

In Zentralamerika wurden innerhalb der vergangenen 40 Jahre 40 Prozent des gesamten Regenwaldes gerodet bzw. abgebrannt, hauptsächlich um Weideland zu erhalten oder Futtermittel anzubauen

Quelle: World Watch Magazine, July/August 2004, Volume 17, No. 4

Absatzmarkt für Antibiotika

In den USA erhalten Rinder, Schweine und Geflügel 70 % aller keimtötenden (antibiotischen) Medikamente

(S. 163)

Viehhaltung forciert den Klimawandel

Die Viehhaltung produziert weltweit 18 Prozent der anthropogenen Treibhausgase und 80 Prozent der Emissionen innerhalb des Agrarsektors.

Das ständige Rülpsen und Pupsen von mittlerweile 1.5 Milliarden Rindern sowie 1,7 Milliarden Schafe und Ziegen setzt  schätzungsweise 80 Millionen Tonnen Methan im Jahr frei. Der Umstieg auf Schweinefleisch hilft nur bedingt, denn auch aus Gülletanks entweicht Methan.  

Jede Tonne Methan trägt 23-mal so viel zum Treibhauseffekt bei wie eine Tonne Kohlendioxid. Dazu kommt noch das aus den Gülleseen und Dungbergen freigesetzte Lachgas oder Distickstoffoxid, das 300-.mal so klimawirksam ist wie Kohlendioxid.

Energieaufwendige Mechanisierung, Produktion und Transport von Futterpflanzen oder Kunstdünger bedingen auch den Ausstoß von Kohlendioxid.

Weltweit werden pro Jahr  90 Millionen Tonnen Erdöl oder Erdgas zu Stickstoffdünger verarbeitet was zu 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen führt.

In Deutschland werden  fast zwei Drittel des Stickstoffdüngers nur für das Viehfutter verwendet.

Zur Reduzierung des Treibhauseffektes müsste der Verzehr von Fleisch drastisch zurück gehen. Doch die FAO rechnet mit einer Verdopplung des Fleischverzehrs bis 2050 und fordert daher, die Umweltauswirkungen pro Stück Vieh zu halbieren.

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau fordert statt einzelne technische Maßnahmen einen Umstieg auf Ökolandbau. Durch optimalen Einsatz von Dung, Fruchtfolge und zeitweilige Flächenstilllegung werden Ressourcen geschont.

Quelle: Taz vom 23.2.2007