WARUM AUF SCHWINGEN?Beweggründe für die Entwicklung ZUKUNFTSFÄHIGERNord-Süd-Ost-West - Beziehungen
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An Armut sind mehr Menschen gestorben als an allen Kriegen. Jährlich kommen 18 Millionen hinzu. Zwei Drittel von ihnen Kinder unter 5 Jahren, 99% sterben in Entwicklungsländern. Darum ist es nicht übertrieben, zu sagen: Das bislang schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit liegt hinter uns. Das größte aber findet heute statt: Weltarmut. Heidemarie Wieczorek-Zeul MdB, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert." |
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Zukunftsfähigkeit.... |
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... braucht die Möglichkeit, sich ausreichend zu ernähren. |
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Historischer Höchststand Gemäß des von der Deutschen Welthungerhilfe, dem US-Agrarforschungsinstitut IFPRI und dem Hilfswerk Concern erstellten "Welthungerindex 2008" ist die Zahl der Hungernden 2007 im Vergleich zu 2005 um knapp zehn Prozent gestiegen, von 848 auf 923 Millionen Menschen. Das ist ein historischer Höchststand. Die Welthungerhilfe verlangt ein 10 Mrd./Jahr Programm zur Zurückdrängung des Hungers. Ursache für die Zunahme des Hunger ist vor allem die Teuerung. Die globalen Lebensmittelpreise stiegen laut FAO zwischen 2007 und 2008 um 52 Prozent. Bereits im Juni musste das UN-Welternährungsprogramm WFP deswegen seine Hilfsrationen für Flüchtlingslager halbieren. Zugesagte Hilfen bleiben aus: Beim Welternährungsgipfel der FAO im Juni wurde den besonders von der Lebensmittelkrise betroffenen Ländern 12,3 Milliarden Dollar versprochen; davon sind bisher aber nur knapp über eine Milliarde ausgezahlt worden. . Für den Sockel der mindestens 800 Millionen Menschen, deren Ernährung schon vor der Steigerung der Lebensmittelpreise nicht gesichert werden vor allem Kriege und gewaltsame Konflikte verantwortlich gemacht Am schnellsten wächst der Hunger dort, wo er schon am größten ist. Der Index ist ein Mittelwert aus drei Parametern: die Kindersterblichkeit unter fünf Jahren, der Anteil der Untergewichtigen an Kindern unter fünf Jahren, der Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung. Am höchsten ist er mit 42,7 in der Demokratischen Republik Kongo, wo nur fünf Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche bebaut werden und in den fruchtbarsten Regionen Krieg herrscht. Im Kongo ist der Index auch im Vergleich zu 1990 am stärksten angestiegen - um 17,7 Punkte. Den zweitstärksten Anstieg um 5,7 Punkte auf 38,3 verzeichnet das Nachbarland Burundi. Dieses liegt insgesamt an drittletzter Stelle, vor Eritrea. Erfolge in Afrika verzeichnen Mosambik, Äthiopien, Ghana und Angola - Länder, die in jüngster Zeit innere Konflikte gelöst haben. |
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75 Millionen mehr HungerndeNach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen ist die Zahl der Hungernden allein 2007 um 75 Millionen angestiegen. Ende 2008 sollen bereits eine Milliarde Menschen hungern. Quelle: FIAN u.a. Demontrationsaufruf für den 16. Okt. 2008 |
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Weizen zu teuer In Peru wird Soldaten Brot aus Kartoffelmehl angeboten, weil Weizen zu teuer ist. |
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Ägyptische Soldaten backen Brot Ägyptens Regierung lässt das Militär Brot backen, nachdem zehn Menschen bei Schlägereien vor Bäckereien gestorben sind. |
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Reichtum macht arm In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Weizenpreis an der Chicagoer Börse mehr als verdoppelt. Rohstoffe insgesamt haben sich seit Mitte 2007 um 40 Prozent verteuert. Die Folgen: 40 Prozent mehr für ein Kilo Reis in der Elfenbeinküste, 100 Prozent mehr für ein Huhn in Ägypten, 140 Prozent mehr für einen Liter Speiseöl in Kamerun, ähnliche Sprünge in Ländern von Haiti bis Vietnam. Die Ursache ist ein Paradox: Die Menschheit wird reicher. In Boomländern wie China und Indien wird mehr gegessen, und immer mehr Menschen können sich Fleisch leisten - Viehzucht aber benötigt gigantische Mengen Futtermittel. Immer mehr Agrarflächen gehen zugleich an den Anbau von Biokraftstoffen verloren. 100 Millionen Tonnen Getreide wurden 2007 verwendet, um Autos zu betanken, statt Menschen zu ernähren. Häufigere Dürre- und Flutperioden aufgrund des Klimawandels vernichten Ernten und erhöhen die Planungsrisiken für Bauern, die ohnehin wegen der steigenden Preise für Brennstoffe, Saatgut und Dünger verunsichert sind. |
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Europäisches Milchdumping macht Afrikas Viehhalter arm In Westafrika wird europäisches Milchpulver weit unter den Produktionskosten verramscht und unterbietet so die Preise der einheimischen Milch. In Burkina Faso kostet der Liter aufbereitete EU_Milch etwa halb so viel wie die lokal produzierte Frischmilch. Obwohl es rund eine Millionen traditionelle Viehhalter im Land gibt , die auch Milch produzieren könnten, sind auf dem burkinischen Markt fast ausschließlich importierte Milchprodukte zu finden. |
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Weltweit 850 Millionen Menschen unterernährt Nach Angaben der UN-Agrarorganisation FAO sind weltweit 850 Millionen Menschen unterernährt, die meisten davon in Südasien und in Afrika südlich der Sahara. Den höchsten Anteil von Hungernden an der Gesamtbevölkerung haben Eritrea (73 Prozent) und die Demokratische Republik Kongo (71 Prozent). Im Kongo stieg der Prozentsatz in den vergangenen Jahren von 29 auf 71 - in China sank er von 46 auf 11, in Indonesien von 47 auf 6 Prozent. Das Welternährungsprogramm errechnete, dass im Jahre 2005 bis Oktober 6,2 Millionen Menschen an Nahrungsmangel gestorben sind. Nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) sind weltweit 100 Millionen hungernde Kinder und 15 Millionen schwangere und stillende Mütter ohne Hilfe. Ihre Unterstützung würde 5 Milliarden Dollar Kosten.
Quelle: Taz vom 15./16.10.05 |
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Düstere Prognosen für Afrika Wenn sich der aktuelle Trend nicht ändert, wird sich die Zahl der unterernährten Kinder in Afrika bis zum Jahr 2025 von derzeit 38,6 Millionen um 3,3 Millionen auf 41,9 Millionen erhöhen - das Millenniumsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren würde weit verfehlt. Dies ist das Ergebnis einer Studie der International Food Policy Research Institute (IFPRI). Als Gründe der schlechten Bilanz werden genannt:
Zudem müssten die Landwirtschaft treibenden Frauen stärker gefördert werden. Bei gleicher Ausstattung und Bildung würden Frauen bis zu 22 Prozent höhere Erträge erziehlen.
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Keine Besserung Die Anzahl der Hungernden ist in den letzten Jahren nicht gesunken, sondern auf den Höchststand von 852 Millionen angestiegen. Quelle: Gemeinsame Presseerklärung von FIAN und Misereor vom 14.10.05 |
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Alltäglicher Hunger Nur ein Zehntel der Hungernden weltweit lebt in Katastrophengebieten. Quelle: Miseroar / FIAN: Skandal Hunger, Aktionszeitung |
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