Future-on-Wings e.V.

WARUM AUF SCHWINGEN?

Beweggründe für die Entwicklung

zukunftsfähiger Nord-Süd-Ost-West-Beziehungen

Angetastete Menschenwürde  ::  Artenschwund ::  Baumwolle ::  Energieverbrauch  :: übermäßiger Fleischverzehr :: Ausbeutung von Kinderarbeit :: Gefährdete Ernährungssicherheit  :: Giftverzehr :: Gesundheitsgefährdung  :: Gewalt  :: Klimawandel :: Naturverbrauch :: Tourismus ohne Einsicht :: Überfischung :: Überfluss ::  Wasser  :: Wohlstandsverteilung :: Übermacht ::  Verwüstung der Meere :: Ihr Vorschlag für eine Ergänzung

WOHIN AUF SCHWINGEN?

 

Aus dem Zwang HERAUS!

Aktivitäten gegen Zwangsarbeit und Ausbeutung von Kindern machen Fortschritte

 

WOMIT AUF SCHWINGEN?

Bildungs-Materialien zur ausbeuterischen Kinderarbeit (Kindernothilfe)

 

 

Zukunftsfähigkeit ...

... braucht Verallgemeinerung der Möglichkeit, Herstellen und Verbrauchen mitmenschlich gestalten und naturverträglich ausrichten zu können.

I

Die Kakaoseite der Schokoladenwelt

In Deutschland wird pro Kopf und Jahr im Durchschnitt um die acht Kilogramm Schokolade verspeist. Hier gibt es ca. 90 industrielle Hersteller. Im Jahr 2006 belief sich ihr Umsatz auf auf 4,4 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte des Kakaos, der in Deutschland verarbeitet wird, stammt aus der Elfenbeinküste. Nach Recherchen zur Sendung "ARD Monitor" vom 13. September 2007 arbeiten auf den dortigen Kakaoplantagen mehr als 600.000 Kinder. Die meisten von ihnen haben noch nie eine Schule besucht.

Viele der Kinder stammen aus benachbarten Ländern, wo sie Menschenhändlern zum Opfer gefallen sind, welche die Kinder mit Versprechen auf eine Ausbildung von zuhause weglocken und dann versklaven.

Die Kinder arbeiten bis zu 15 Stunden am Tag. Verletzungen durch herab fallende Früchte oder Macheten sind dabei an der Tagesordnung. Sie schlafen auf dem nackten Boden in Lehm- oder Holzhütten, ohne Elektrizität oder sanitäre Einrichtungen. Die hygienischen Bedingungen sind erbärmlich. Schokolade kennen diese Kinder nicht.

aus dem Zwang HERAUS!

Die ghanaische Kakao -Behörde COCOBOD hat im Rahmen der Bemühungen, Kinderarbeit im Kakaoanbausektor zu beenden, ein Treffen mit Kakaobauern im ghanaischen Distrikt Dormaa durchgeführt. Ziel des Treffens war die Verbreitung der Ergebnisse einer Studie über den Einfluss eines gemeinsam von COCOBOD und der International Cocoa Initiative (ICI) organisierten Radioprogramms, welches sich mit dem Thema Kinderarbeit beschäftigte.

Die Studie fand heraus, dass das Radioprogramm einen positiven Einfluss auf das Verständnis der Bauern von Grundkonzepten wie ausbeuterischen Formen von Kinderarbeit und der Entwicklung von Kindern im Allgemeinen hat. Im nächsten Schritt soll nun, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen, die zweite Phase des Radioprogramms starten. In dieser sollen die Bauern davon überzeugt werden, zum Wohle der noch im Kakaoanbau beschäftigten Kinder Veränderungen zu akzeptieren. Ein von Befragten häufig geäußerter Vorschlag war die Implementierung von gerechten Gesetzen und Konventionen. Das Treffen machte auch klar, welche Gefahr Kinderarbeit für die Entwicklung des Landes darstellt.

Quellen:

http://www.welthungerhilfe.de/2627.html

blog-aktiv-gegen-kinderarbeit, Samstag, 6. Dezember 2008

Ghana: 13 Bezirksausschüsse zum Kinderschutz gegründet

Nach einem Bericht der stellvertretenden Ministerin für Menschliche Entwicklung, Jugend und Arbeit in Ghana, Frau Frema Osei-Opare, sind in 13 Bezirken des Landes Ausschüsse zum Zwecke des Kinderschutzes gebildet worden. Weitere 110 Gemeinden sind derzeit mit der Planung ähnlicher Vorhaben beschäftigt. Wie die Ministerin mitteilte, sei auch ein lokales Beobachtungssystem entwickelt worden, das den regelmäßigen Schulbesuch von Kindern überwacht. Dieses Vorgehen trage auch schon erste Früchte.

Derzeit liegt die Konzentration noch auf Regionen, in denen Kakao angebaut wird, da dort häufig Kinder als Arbeiter auf den Plantagen tätig sind.

Unterstützt werden die von der Regierung initiierten Aktionen von der Organisation CRI (Child Rights International). CRI leistet vor allem Aufklärungsarbeit und informiert die Kinder selbst über ihre Rechte und über Möglichkeiten, diese zu verteidigen.

In Ghana arbeiten über 1,27 Millionen Kinder im Alter von 5-13 Jahren. 242.000 davon sind in der schlimmsten Form von Kinderarbeit tätig, wie beispielsweise in der Kinderprostitution oder in Minen.
Quelle: blog gegen Kinderarbeit 23.10.08

Kinderarbeit in Sambia

Nach Angaben der ILO arbeiten in Sambia eine Millionen Kinder. Die Kinder arbeiten beispielsweise in der Landwirtschaft oder in Steinbrüchen, als Straßenverkäufer oder als Hausdiener, eine Form der Kinderarbeit, die weitgehend verharmlost wird und von der vor allem Mädchen betroffen sind.

Armut und die hohe Anzahl HIV-Infizierter sind die Gründe, warum Kinderarbeit in Sambia so weit verbreitet ist und warum die Mehrzahl der Kinder auf den familieneigenen Äckern schuftet.

Eng mit dem Problem der Kinderarbeit verbunden, ist der illegale und grenzüberschreitende Handel mit Kindern. Auch wenn es nach wie vor wenig Hinweise auf das Ausmaß des illegalen Kinderhandels gibt, wird dem Problem in Sambia seit einiger Zeit mehr Beachtung geschenkt.

Um auf Kinderarbeit und Kinderhandel aufmerksam zu machen, will die sambische Regierung zusammen mit der ILO am 12. Juni, dem Welttag gegen Kinderarbeit, Experten und Kinder in den Medien zu Wort kommen lassen.

Quelle: Blog gegen Kinderarbeit Freitag, 6. Juni 2008

Uganda veröffentlich Zahlen

Ein gemeinsamer Bericht der ILO und des Statistikamtes von Uganda zeigt erstmals detaillierte Zahlen zum Thema Kinderarbeit in Uganda auf. Der Bericht besagt, dass ca. 17% der Kinder zwischen 5 und 17 Jahren in ausbeuterischer Kinderarbeit beschäftigt sind. 96% von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, ca. 27% arbeiten in der herstellenden Industrie. In der Altersgruppe 13 und älter arbeiten sogar 50% der Kinder in Uganda.

Die frühe Berufsausübung der Kinder wirkt sich auf ihre schulische Ausbildung aus: während 35% der 7 bis 14 jährigen neben ihrer Arbeit noch zur Schule gehen, besuchen 3% der Kinder gar keine Schule. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass insgesamt 600 000 Kinder in Uganda die Schule auf Grund ihrer Arbeit entweder ganz verlassen oder stark vernachlässigen.

Neben der Auswirkung der Kinderarbeit auf die schulische Ausbildung der Kinder macht die ILO darauf aufmerksam, dass insbesondere Kinder den Gefahren Missbrauch und Verletzung am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

Quelle: blog gegen Kinderarbeit vom 22.10.08

Fälle von Kinderhandel in Malawi

haben wieder zugenommen

Die unter der früheren Ministerin Joyce Benda angelegten Projekte zur Ächtung des Kinderhandel sind offenbar unter der neuen Amtsträgerin Anna Kachikho wieder gestoppt worden.

Die Fälle von Kinderhandel in Malawi haben zugenommen. Nach einer Aussage der Organisation Eye of the Child konnten in jüngster Zukunft alleine 1000 Fälle verhindert werden. Dies sei aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Kinder werden über die unsichere Grenze in die Nachbarländer Tansania, Sambia und Mosambik gebracht, von wo sie an unbekannte Zielorte weiter geschickt werden.

Quelle: bog aktiv gegen kinderhandel 21.10.08

Kamerun:  1200 Kinder aus Zwangsarbeit befreit

Im Jahr 2008 konnten nach Regierungsangaben in Kamerun 1200 Kinder aus Zwangsarbeit befreit werden. Zu verdanken sei dies dem westafrikanischen Programm zur Prävention von und zum Kampf gegen Kinderarbeit im Kakao- und Landwirtschaftssektor, kurz WACAP.

Dennoch: Trotz der Ratifizierung der ILO Konventionen, einer nationalen Gesetzgebung gegen Kinderarbeit und Kinderhandel sowie der Einführung der kostenlosen Grundschulbildung arbeiten in Kamerun nach Unicef Angaben weiterhin 54% aller fünf bis 14jährigen.

Etienne de Tayo, Vorsitzender des Vereins "Afrique Intègre", sieht den Grund für die mäßige Umsetzung der Vorschriften in der Anwendung westlicher Standards im Kampf gegen Kinderarbeit. Zunächst müsse man die Gründe für die Verbreitung der Kinderarbeit im Kamerun verstehen, statt allein die "Symptome" zu bekämpfen. So sei es kulturell gegeben, dass Kinder ihre Familie in der Arbeit unterstützen. Es müsse also in erster Linie ein Weg gefunden werden, wie Kinder die Schulbildung mit familiären Pflichten verbinden könnten.

Tayo verweist daher auf einen Artikel in der ILO Konvention, nachdem der (afrikanischen) Tradition entsprechend Kinder ihre Familien unterstützen dürften, soweit es sich nicht um gefährliche Arbeiten handle und die Kinder über 14 Jahre alt seien. Seinem Vorschlag entsprechend läge die Lösung des Problems Kinderarbeit nicht in einem generellen Verbot, sondern im kulturellen Verständnis, das zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Kinder beitrage.
 

Quelle:http://blog.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/archives/1244-Kamerun-Kulturelle-Standards-im-Kampf-gegen-Kinderarbeit.html


Link zum Artikel in Ici Cemac Paris (französisch)

Kinderarbeit auf Baumwollfelder

90 Millionen Kinder arbeiten nach Angaben von Unicef in der Baumwollproduktion.

Quelle: NABU Website am 12.02.2009