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Unser täglich Gift ... |
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Krebs häufigste Todesursache in ChinaEine Untersuchung des chinesischen Gesundheitsministeriums in 30 Städten und 78 Landkreisen zufolge ist Krebs inzwischen die häufigste Todesursache in China. Auslöser sind verseuchtes Wasser und verseuchte Luft. Im Dorf Huangmengying waren zwischen 1991 und 2005 114 Bewohner an Krebs gestorben. Ursache war die zunächst unbemerkte Vergiftung des Grundwassers durch eine nahe Lebensmittelfabrik. Bisher wurden solche Fälle vertuscht. Nun zeigt die Studie des Umweltministeriums, dass des keine Ausnahme war. Auch der Gebrauch von Dünger und Pestiziden wurde kritisiert.
Taz vom 22.05.07 |
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Pflanzenschutzmittel vergiftet Bienen Im Frühjahr 2008 vergiftete in Baden-Württemberg ein systemisches Insektizid namens Clothianidin 11.500 Honigbienenvölker. Ebenfalls im Frühjahr 2008 wurden in Italien 50.000 Völker durch die gleichen Pflanzenschutzmittel vergiftet. Vergiftungen mit Beizstäuben durch systemische Insektizide sind seit dem Jahr 2000 bekannt, doch die zuständige Zulassungsbehörde, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Gefahren, die von Neonicotinoiden ausgehen unterschätzt und unterschätzt diese immer noch. |
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Medikamente im Trinkwasser Was eigentlich zur fachgerechten Entsorgung in der Apotheke abgegeben werden sollte, landet oft im Müll oder Abfluss. Für durchschnittlich 456 Euro kauft jeder Deutsche Medikamente im Jahr. Es wird geschätzt, dass die Hälfte in den Hausmüll landet. Taz vom 28.8.2006 |
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Chinas Böden vergiftet Laut einem Bericht der Tageszeitung China Daily sind derzeit mehr als zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Chinas verschmutzt oder von Umweltgiften belastet. Industriechemikalien, übermäßige Düngung, Abwasser oder Schwermetalle kontaminieren den Boden und gefährden die Nahrungsmittelkonzentration. Pro Jahr werden 12 Millionen Tonnen Getreide vergiftet. |
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Weiden durch Flusswasser vergiftet? Die Überschwemmungsflächen der Ems nordwestlich der ostfriesischen Stadt Leer sind hochgradig mit giftiger Chemie belastet. Tests des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) wiesen Dioxin und dioxin-ähnliche Polychlorierte Biphenyle (PCB) nach. Diese Stoffe gelten als gesundheitsschädlich und krebserregend. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat es Anfang der 80er Jahre in dem jetzt belasteten Gebiet eine Deponie für Bohrschlämme gegeben, die aus Erkundungsbohrungen im Dollart stammten. Die Giftstoffe können aber auch aus dem Schlick der Ems bei Überschwemmungen auf die Weiden gelangt sein, ähnlich wie dies in Problembereichen an der Elbe der Fall ist. |
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Gesundheit von Bauern gefährdet Eine Studie der Zeitschrift Environmental Health hat bei Bauern, die kontinuierlich kleinen Dosen Insektizide und Herbizide ausgesetzt sind, Beschwerden festgestellt. |
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Giftliste 267 Chemikalien stehen auf einer Liste der Frauen- und Umweltorganisation Women in Europe for a Common Future (WECF). Die Substanzen stehen im Verdacht, sich im Körper anzureichern, Krebs zu erregen, das Erbgut zu schädigen oder die Fortpflanzung einzuschränken. Auf die WECF-Liste aufgenommen worden seien ausschließlich Stoffe, mit denen der Verbraucher alltäglich in Kontakt kommt. Dazu gehört Bisphenol A, das in Kunststoffschüsseln oder Babyfläschchen enthalten ist und als krebserregend gilt. Aber auch bromierte Flammschutzmittel, die in Mobiltelefonen, Autositzen oder Teppichen vorkommen, gelten als "gefährliche Chemikalien". Denn sie können die Entwicklung des Nervensystems und des Gehirns beeinträchtigen. Weichmacher, die Plastik geschmeidig machen, begegnen dem Käufer in Gummiartikeln oder PVC-Fußböden. Gelangen sie in den Körper, können sie die Fortpflanzungsfähigkeit stören. Auch sie sind deshalb auf der "Sin"-List - Substitute it now - von WECF gelandet. |
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Mehr Gift beim Gen-Soja Untersuchungen im Auftrag des US-Landwirtschaftsministeriums ergaben, dass beim Anbau von Gen-Soja nach anfänglichen Einsparungen ab dem dritten Jahr 30 Prozent mehr des Unkrausgiftes "Roundup" eingesetzt werden muss. Die unerwünschten "Unkräuter" gewöhnten sich überraschend schnell an die Chemikalie.
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Giftige Babyfläschchen!Neueste Studien belegen bei Erwachsenen einen Zusammenhang von erhöhten Bisphenol A-Werten im Blut mit Leberschäden, Diabetes und Herzkrankheiten. Bei Föten, Säuglingen und Kleinkindern kann Bisphenol A Schäden bei der Gehirnentwicklung verursachen. Bei über 90 Prozent der Bevölkerung ist Bisphenol A im Körper nachweisbar. Die Chemieunternehmen Bayer und Dow Chemical vermarkten in Deutschland jährlich rund 400.000 Tonnen des Stoffes. Außer bei der Herstellung von Babyfläschchen wird Bisphenol A u. a. in Beschichtungen von Konserven- und Getränkedosen sowie in Plastikbehältern für Lebensmittel eingesetzt. Laut BUND sind Babyflaschen aus Polycarbonat in Kanada bereits verboten. Auch der amerikanische Handelsriese „Walmart“ habe angekündigt, sie aus dem Sortiment zu verbannen. Auf Basis von der Chemieindustrie finanzierter Studien hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA den Grenzwert für die maximal erlaubte tägliche Aufnahmemenge für Bisphenol A 2007 heraufgesetzt. Betrug dieser 2006 noch 10 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht, liegt er jetzt bei 50 Mikrogramm. Dies stößt seitdem auf massive Kritik namhafter Wissenschaftler. |
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Gift im Gemüse Greenpeace fand bei 27 von 112 untersuchten Gemüseproben aus deutschem Anbau Rückstände von Agrargiften, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherung (BBVL) gar nicht oder nicht für die betroffene Gemüseart zugelassen sind. Diese Mittel können unter anderem Krebs auslösen oder die Fähigkeit zur Fortpflanzung mindern. Das Testgemüse war auf 300 Giftsorten untersucht worden. Sieben der insgesamt 35 nachgewiesenen Spritzmittel sind in Deutschland in der Landwirtschaft grundsätzlich verboten. Einige weitere Wirkstoffe sind nur für andere Kulturpflanzen zugelassen. Für vier von sechs solcher proben lag auch keine Ausnahmegenehmigung vor.
Quelle: Taz vom 25.11.05 |
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Verbotene Pestizide in Deutschlands ObstAus einer Untersuchung von Greenpeace geht hervor, dass Deutsches Obst, Gemüse und Getreide häufig mit illegalen und besonders gesundheitsschädlichen Pestiziden belastet ist. Die Untersuchung basiert auf Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Neun Prozent (199 von 2176 Proben) der im Jahr 2006 behördlich nachgewiesenen Pestizide haben in Deutschland keine Zulassung. Die meisten illegalen Pestizide befanden sich in frischen Kräutern und Himbeeren (18 Prozent der Proben), gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren (6 bis 8 Prozent der Proben). Greenpeace hat die im Frühjahr 2008 veröffentlichten Daten ausgewertet, da das BVL seine Analysen nicht selbst auf illegale Pestizide überprüft. Insgesamt 59 in Deutschland verbotene Agrargifte spürten die Greenpeace-Experten in den behördlichen Untersuchungsergebnissen auf. 21 davon sind in der ganzen EU verboten. Drei Viertel dieser illegalen Wirkstoffe gelten als besonders gesundheits- und umweltschädlich. Sie stehen auch auf der “Schwarzen Liste der Pestizide” von Greenpeace. In sechs Proben wurde die so genannte akute Referenzdosis für Pestizide der Weltgesundheitsorganisation überschritten. Derart belastete Lebensmittel können bei Kindern akute Gesundheitsschäden hervorrufen. Das BVL verweigerte die Herausgabe von Daten zu 30 Prozent der untersuchten Lebensmittel. Die Ergebnisse der Greenpeace-Untersuchung stützen sich somit auf 70 Prozent der Labortests. Von 2176 belasteten Obst-, Gemüse- und Getreideproben aus Deutschland, enthielten 199 Proben illegale Pestizide. Greenpeace fordert Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) auf, die Lebensmitteldaten zukünftig auch auf illegale Pestizide auswerten zu lassen. Verstöße und deren Verursacher müssen sofort veröffentlicht werden. |
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Wildschweine strahlen noch Auch 20 Jahre nach der radioaktiven Wolke aus Tschernobyl überschreitet der in den Wildschweinen des Bayrischen Waldes gemessene Wert an radioaktiven Cäsium den EU Grenzwert um ein Vielfaches. Er von der EU als Grenzwert für radioaktive Belastung festgelegte Wert beträgt 200 Becquerel, Wildschweinfleisch aus dem Barischen Wald ist mit durchschnittlich 7000 Becquerel belastet. Das radioaktive Metall Cäsium-137 war eines der Hauptbestandteile des Tschernobyl-Fallouts in der Schweiz, Österreichs und Süddeutschlands. Es hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren und verbleibt sehr lange in den oberen Bodenschichten der Wälder. Auch Wildbeeren und Pilze sind in den Fallout-Gebieten immer noch radioaktiv verseucht. Noch höhere Strahlenwerte werden in den Fallout-Gebieten Skandinaviens gemessen. In der Landwirtschaft konnte die Belastung allerdings mit Hilfe einer speziellen Kalziumdüngung und bei den Rentieren durch spezielles Winterfutter stark reduziert werden. Nach Aussagen der Gesellschaft für Strahlenschutz (GfS) ist die gesundheitliche Gefährdung durch den Verzehr von Produkten aus den Fallout Gebieten immer noch gegeben. Stoffwechselerkrankungen und Krebs traten nicht nur unmittelbar nach der Katastrophe auf.
Quelle: Tageszeitung von 25. 3.06 S. 9 Mehr Informationen: www.umweltinstitut.de |
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Kinder besonders empfindlich
Kinder reagieren gemäß einer vom BUND im Auftrag gegebenen Studie mit dem Titel "Gesundheitsschäden durch eine verfehlte Chemiepolitik - Kinder besser schützen" auf giftige Chemikalien besonders empfindlich, weil die Funktionen der Entgiftung sich erst noch entwickeln müssen. Sie können Schadstoffe kaum zerlegen und ausscheiden oder im Fett speichern. Anders als beim Alkohol oder bei Medikamenten gibt es bei giftigen Emissionen aber keine speziellen Grenzwerte für Kinder. Die Giftstoffe entweichen aus Spielzeug, Parfüms, Teppichen (Auslegware), Matratzen oder Lacken und stören die Entwicklung des Gedächtnisses und der Motorik. Auch das Phänomen der Hyperaktivität, von dem 5% der Kinder betroffen sind, wird mit der Einwirkung von Chemikalien in Verbindung gebracht, oder dass Frühgeburten zunehmen, die Pubertät der Mädchen früher beginnt oder dass Männer weniger Spermien produzieren. Immer mehr Kinder bekommen außerdem Hautausschläge, Allergien und Asthma. In Deutschland leiden 17 Prozent aller Kinder zwischen 3 und 17 an Allergien. Die Belastung der Kinder beginnt schon mit dem Austausch über die Muttermilch. Im Blut aus der Nabenschnur und der Muttermilch weisen Wissenschaftler knapp 300 Stoffe nach.
In Europa sind rund 100.000 Chemikalien angemeldet. Ihre gesundheitlichen Auswirkungen sind meist noch gar nicht untersucht. Nur 4 % der Chemikalien auf dem Markt sind getestet. Unklar ist auch, wie die einzelnen Chemikalien zusammenwirken. Mit einem Gesetzt will die EU will die Kontrolle über die Vermarktung und Anwendung nun neu regeln. Das Gesetzeswerk trägt den Namen Reach, das für Registrieren, Evaluieren/Bewerten und Autorisieren/Zulassen von Chemikalien steht. Quelle: Taz vom 6.10.06 |
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