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Steigender EnergieverbrauchMangel in einer Welt des Übermaßes :: steigender Ölverbrauch :: AGROSPRIT MACHT PROBLEME |
FUTURE-LINKS
"Will man die Energiefrage verstehen, muss man technosoziologisch denken. (...) Ein neues Großkraftwerk wird zur Investitutionsruine, wenn es nicht 30 Jahre ausgelastet würde. Die Unternehmen sind Gefangene ihres eigenen Systems. Ich werfe ihnen eigentlich nur eines vor: dass sie es nicht zugeben." (In der Schrot&Korn -September 2007)
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Mangel in einer Welt des Übermaßes IÜber zwei Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu moderner Energie. Sie kochen und heizen mit Feuerholz, Pflanzenresten oder Dung. Bis zu 90 % der Menschen in Afrika decken ihren Energiebedarf auf diese Weise. Für Licht sorgen abends Petroleumlampen, Kerzen, Batterien oder ähnliches. |
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Mangel in einer Welt des Übermaßes II Obwohl arme Menschen nur eine Kilowattstunde Energie pro Tag verbrauchen, müssen sie dafür einen überproportional großen Anteil ihres Einkommens ausgeben, häufig bis zu einem Drittel. |
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steigender Ölverbrauch |
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Peak OilDie Internationale Energieagentur geht davon aus, dass der Ölverbrauch von derzeit 85 Millionen Barrel / Tag bis 2010 auf 120 Barrel / Tag steigen wird. Skeptiker sehen die Grenze des Möglichen allerdings bei 90 bis 95. Alle Förderländer pumpen bereits jetzt am Limit. Wirklich große Erdölfelder werden aber schon seit Jahren nicht mehr entdeckt. Die Spitze der Funde war bereits 1965 erreicht. "Um der jährlich um 2 % steigenden Nachfrage genügen zu können, braucht die Welt drei neue Saudi Arabiens" (Manfred Kriener in der Taz vom 12./13. Januar 2008). |
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Chinas Motorisierung und der Faktor ZeitNoch in den frühen 80er Jahren gab es auf chinesischen Straßen nur vereinzelt Privatautos. 2002 war deren Zahl auf zehn Millionen gestiegen. 2003 kamen vier Millionen hinzu, täglich ca. 11.000 Autos. 2002 stiegen die Autoverkäufe in China um 60 %. In der ersten Hälfte 2003 lag die Steigerungsrate bei 80 %. Bleibt das Wachstum auf diesem Niveau, dürften im Jahre 1015 150 Millionen Autos Chinas Straßen fahren - 18 Millionen mehr als 1999 auf US-amerikanischen Straßen unterwegs waren. (S. ) |
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Ansprüche steigenIn den USA übersteigen 2003 die Zahl der Autos die der Führerscheine, und Benzin schluckende Geländewagen waren Verkaufsschlager. Neue Häuser waren um 38 % größer als 1975, obwohl in ihnen im Schnitt weniger Personen leb(t)en. (S. ) |
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Die Produktion von Biosprit kann den Klimawandel in vielen Fällen drastisch beschleunigen. Die Produktion von Mais, Raps oder Palmöl verursacht oft mehr Treibhausgase als durch die daraus gewonnenen Biokraftstoffe eingespart werden. Für Biosprit wird Tropenwald zerstört und in Agrarland umgewandelt. Nach Auskunft des Chemie-Nobelpreisträgers Paul Crutzen vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz setzt für Biosprit eingesetzter Dünger wesentlich mehr des Treibhausgases Lachgas frei als bislang gedacht. Lediglich Kraftstoffe aus Abfällen in Land- und Forstwirtschaft oder aus Gräsern mit weniger Düngereinsatz haben demnach eine gute Klimabilanz. Das stickstoffhaltige Lachgas erwärmt die Atmosphäre 300 Mal so stark wie Kohlendioxid. Biodiesel aus Raps ist schon aus diesem Grund 1 bis 1,7 Mal klimaschädlicher als normaler Treibstoff, Bioethanol aus Mais bis zu 1,5 Mal. 80 Prozent des weltweiten Biodiesels wird aus Raps produziert. Ein Team um Timothy Searchinger von der Universität Princeton berechnete in einer „Science“-Studie, dass die Produktion von Ethanol aus Mais den Ausstoß der Treibhausgase für 167 Jahre erhöht, wenn dafür eigens Land umgewandelt wurde. Durch die Brandrodung in Indonesien entsteht mehr als 400 Mal so viel Kohlendioxid wie mit Hilfe von Palmöl auf derselben Fläche pro Jahr gespart werden kann. Brasilianischer Regenwald, der in Sojaplantagen umgewandelt wird, setze 300 Mal mehr Kohlendioxid frei als der Biosprit pro Jahr spart. Nur Zuckerrohr kommt günstiger weg, wenn dadurch kein zusätzlicher Regenwald gerodet. Für Zuckerrohr wird nicht oder nur wenig gedüngt. Quelle: Tagesspiegel vom 08.02.2008 |
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