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Noch nie so viele Wirbelstürme

Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 gab es im Atlantik noch nie so viele Wirbelstürme wie 2005 (bis zum 18.11. waren es 23). Noch nie wuchsen so viele davon zu Hurrikanstärke heran (13 bis zum 18.11.) Noch nie gab es gleich drei Hurrikane der schlimmsten Kategorie 5.  Noch nie wurde - mit 882 Millibar (mb) - ein derart starker Hurrikan gemessen wie am 18. Oktober "Wilma". Und mit "Vince" entstand erstmals ein Tropensturm nahe n Europa.

 

Quelle: Taz vom 18.11.05

Naturkatastrophen durch Wetterextreme

5 von 6 Naturkatastrophen basieren auf Wetterextremen.  Auf einer Tagung der Münchner Rückversicherung im Jahre 2005 prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)  weltweit volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von bis zu zwei Billionen Dollar im Jahre 2050. Vorausgesetzt ist eine Temperaturerhöhung um 1 Grad C. Allein in Deutschland seien in dem Fall bis 2050  durch Naturkatastrophen bedingte Schäden in Höhe von 137 Milliarden Euro  zu erwarten.

 

Quelle: Taz vom 17.02.2005

Kornkammer Australiens bedroht

In weiten Teilen Südostaustraliens geht die Dürre ins zwölfte Jahr. Der Wasserstand im Murray Darling-Flusssystem im Südosten des Landes ist dramatisch gefallen. In den letzten sechs Jahren ist die Wassermenge, die jährlich in das System fließt von 11.400 auf 4.200 Gigaliter gefallen. Das Murray-Darling-Gebiet steht am Rand des Kollapses. Dem Wasser droht Verschlammung, und Vergiftung durch Algen.  Die Folgen eines Zusammenbruches des Flusssystems wären dramatisch. Ein Großteil des australischen Getreides wird in dieser Region angebaut.

Quelle: Taz vom 13.11.07

Trockenes England

Weil es in England zu wenig regnet, dürfen rund acht Millionen Menschen im Großraum London und einigen benachbarten Regionen weder Gartenschläuche noch Sprinkleranlagen benutzen. Das vergangene Jahr gehörte in England zu den trockensten Jahren seit Beginn der Wetterstatistik 1897. Die Umweltbehörde Environment Agency (EA) hält es deshalb für möglich, dass die Wasserversorgung noch weiter eingeschränkt werden muss - bis hin zu stundenweisen Wassersperren für Privathaushalte. Nicht nur das Wetter, auch die veraltete Kanalisation ist schuld an der Knappheit.

Quelle: Taz vom 14.3.2006

Trockenheit im Amazonaswald

Im Jahre 2005 hatte das ganze Amazonasgebiet unter extremer Trockenheit gelitten. In Nordbolivien vernichtete eine Feuersbrunst 1000 Quadratkilometer Regenwald. Die brasilianische Forschungsstation Santarém am Zusammenfluss des Amazonas und des Tapajo meldete einen Wasserstand von 15 Meter unter dem durchschnittlichen Wert. 600 Schulen mussten geschlossen, Hunderttausende von der Armee mit Lebensmittel versorgt werden. 12 Prozent der C02 Emissionen weltweit werden durch den Abholzung von Regenwäldern verursacht. Die Ursachen der Zerstörung sind, Viehfutter-Produktion und Viehwirtschaft, Holzgewinneung und Brandrodung der Kleinbauern.  Wird einmal 40 Prozent des Amazonaswaldes zerstört sein, beginnt ein unumkehrbarer Prozess der Versteppung. Seit den Siebzigerjahren ist bereits ein Fünftel des Regenwaldes vernichtet worden.

 

Quelle: Taz vom 23.11.2005

 

Dürre in Südamerika

Seit Monaten plagen die Folgen des Ausbleibens der Niederschläge die Vieh- und Landwirtschaft im Süden von Südamerika. Nach Schätzungen der argentinischen Agrarverbände sind in den landwirtschaftlich wichtigen Provinzen Buenos Aires, Entre Ríos, Córdoba und Santa Fe bereits 40.000 Rinder durch Futter- und Wassermangel verendet. Die Weizenernte dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr halbieren, beim Mais liegt das Minus bei rund einem Drittel.

In den städtischen Gebieten kommt es durch die Dürre immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Leitungswasser. Nach Angaben des staatlichen Wetteramtes ist in Uruguay im Jahr 2008 durchschnittlich nur die Hälfte der Niederschläge gefallen, die in den vergangenen Jahren registriert wurde.

Als ein Grund für die ungewöhnliche Dürre wird von Seiten der sozio-ökologischen Stiftung Fundapaz, die sich vor allem um die kleinbäuerlichen Betriebe kümmert, die Abholzung von Wäldern genannt.  

Allein in der Provinz Santa Fe sind in den letzten 15 Jahren 1 Million Hektar Wald abgeholzt worden und in Weide und Ackerland verwandelt worden. Die Niederschläge sind in den vergangenen Jahren auf ein Drittel geschrumpft. Landesweit hat Argentinien in den vergangenen 70 Jahren rund 70 Prozent seines Waldbestandes eingebüßt. Doch ein vom Kongress bereits vor Monaten verabschiedetes Waldschutzgesetz tritt nicht in Kraft, weil Präsidentin Cristina Kirchner ihre erforderliche Unterschrift nicht leistet.

Quelle: Taz vom 16.01.09

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