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FAKTEN ZUM KLIMAWANDELÜberblick :: Prognosen /Trends :: Wetterextreme :: Eisschmelze :: Artenvielfalt :: Faktor Zeit :: Ursachen :: Politik :: Alternative Atomkraft? |
Rund ein Zehntel der Weltbevölkerung lebt in Küstennähe und weniger als zehn Meter oberhalb des Meeresspiegels. Satellitenmessungen zeigen, dass der Pegel im globalen Durchschnitt derzeit pro Jahr um 3,1 Millimeter klettert. „Der Meeresspiegel steigt schneller als erwartet, und der Anstieg hat sich beschleunigt", warnt Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. In einer Serie erkundet das Nachrichtenmagazin wir-klimaretter.de, welche Strategien es dagegen gibt. |
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40 Prozent mehr C02 Emission seit 1990Ein internationales Forscherteam um das Global Carbon Project berichtet im im Wissenschaftsmagazin Nature Geoscience, dass die Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe seit 1990 um mehr als 40 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig sinkt die Aufnahmefähigkeit natürlicher Kohlendioxid-Senken. In den letzten 50 Jahren sind durchschnittlich 43 Prozent des emittierten Kohlendioxids in die Atmosphäre gelangt, der Rest wurde von Senken wie Wäldern oder Ozeanen aufgenommen. Die Erhebungen der Forscher zeigen jedoch, dass die Aufnahmefähigkeit der Ökosysteme von anfangs 45 Prozent auf heute 40 Prozent gesunken ist. |
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Wir Klimaretter: Das Klima wartetnicht auf die 2 Grad GrenzeEin Viertel der Erdbevölkerung könnte bis 2100 von
Überflutungen betroffen sein, warnt eine kürzlich veröffentlichte
WWF-Studie „Arctic Climate Feedbacks: Global Implications„. Wie ein
Teufelskreis treiben die Eisschmelze in der Arktis und die globale
Erderwärmung sich gegenseitig an, lautet deren Fazit: Wenn die helle
Eisfläche schrumpft und die dunkle Meeres- und Erdoberfläche wächst,
wird mehr Sonnenergie absorbiert. Das treibt die Temperaturen weiter
in die Höhe. |
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2 Grad Erwärmung nicht realisierbar?Studien des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, des Instituts für Weltwirtschaft Kiel und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie kommen zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel weitaus schneller und drastischer verlaufen als bisher angenommen. Den Studien nach steigt der Meeresspiegel bis 2100 um knapp einen Meter an - bisher gingen Forscher von maximal 60 Zentimetern aus. Auch die Erwärmung der Erdatmosphäre könnte nach den neuen Berechnungen über dem bisher erwarteten Wert liegen: mit prognostizierten 2,4 Grad für die mittlere globale Temperaturerhöhung würde die kritische Marke von zwei Grad durchbrochen werden. Diese gilt als der maximale Wert, bei dem die Auswirkungen des Klimawandels noch beherrschbar blieben. Mit einer Steigerung um mehr als zwei Grad drohen so genannte Kipp-Elemente das Klimasystem zusätzlich belasten. Als solches Kipp-Element gilt zum Beispiel das Eis in der Arktis. Würde das abschmelzen, stiege nicht nur der Meeresspiegel stärker; zudem würden große Mengen Treibhausgase freigesetzt, die zuvor im Eis gespeichert waren. Das würde die Erwärmung weiter verstärken. Veerabhadran Ramanathan und Yan Feng, die ihre Forschungsergebnisse in der Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht haben, sehen als Ursache für den stärkeren Temperaturanstieg vor allem die Aerosole. Die kleinen Partikel, die unter anderem mit der Verbrennung von Kohle ausgestoßen werden, bilden eine Art Schirm um die Erde, der die Sonneneinstrahlung abmildert. Damit erwärmt sich die Erde nicht ganz so stark. Gleichzeitig reichert sich durch die Verbrennung jedoch auch Kohlenstoffdioxid an. Dies sorgt, ähnlich wie die Scheiben eines Treibhauses, für eine Erwärmung der Atmosphäre. Die beiden Effekte gleichen sich nicht aus, im Gegenteil: Das CO2 hält sich jahrzehntelang, die Aerosole nur wenige Jahre. Nimmt also der schützende Aerosolschirm ab und das CO2 bleibt, erwärmt sich die Erde noch stärker als zuvor. |
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85 Prozent Reduktion bis 2050 notwendigZwei Forschergruppen, die an Materialien für den nächsten Sachstandsbericht des IPCC-Klimapanels arbeiten, der im Jahre 2013 erscheinen soll, kamen unabhängig voneinander zum Ergebnis, dass das bisherige Zwei-Grad-Ziel nicht ausreichen wird. Die Hoffnung, es wäre ausreichend, die globale Temperatursteigerung auf plus zwei Grad zu begrenzen, gründet ihrer Meinung nach auf überholten Berechnungsgrundlagen. Auf diesem "Zwei-Grad-Kriterium" beruht beispielsweise die bisherige Zielsetzung der EU, den Kohlendioxidausstoß bis zum Jahre 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Auch die Verhandlungen des Weltklimagipfels im Dezember in Kopenhagen werden voraussichtlich ebenfalls um dieses Zwei-Grad- Ziel kreisen. Nach
Modellrechnungen, die an der Kopenhagener Universität und am Arctic
Research Center der University of Alaska in Fairbanks vorgenommen worden
sind, droht dem grönländischen Inlandeis der "tipping point" - der
Punkt, von dem an eine ständig zunehmende Abschmelzung stattfindet -
bereits bei einer Temperatursteigerung in dieser Region um 0,7 bis 1,2
Grad. Dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass nach den bisherigen Erfahrungen die Temperatursteigerung in der Arktis doppelt so hoch ist, wie global. Hält diese Entwicklung an, wäre der kritische Punkt für Grönland bereits mit einer globalen Temperaturerhöhung von 0,4 bis 0,6 Grad gemessen vom aktuellen Niveau aus erreicht. Am "tipping point" wäre man demnach wesentlich früher als 2040 angelangt. Nämlich möglicherweise bereits in zehn bis 20 Jahren. Schmelzen "nur" 20 Prozent des grönländischen Inlandeises, würde dies einen Anstieg des Meeresspiegels um eineinhalb Meter bedeuten. Forscher am Bjerknes-Zentrum für Klimaforschung der norwegischen Universität Bergenhat haben außerdem herausgefunden, dass die Annahmen über die Fähigkeit der Natur, CO2 zu speichern, weit überschätzt worden sind. Gegenwärtig wird die Hälfte des Kohlendioxidausstoßes von der Vegetation an Land oder den Meeren absorbiert. Und nur die Hälfte hat damit Auswirkungen auf den Treibhauseffekt.Nun wurde aber eine Tendenz der Ozeane gegsitriert, immer weniger CO2 aufzunehmen. Unter anderem als Folge der gestiegenen Meerestemperatur. Die war in diesem Sommer so hoch wie noch nie seit 1880 und lag beispielsweise im Juli 0,6 Grad über der Durchschnittstemperatur der vergangenen Jahrzehnte, im Arktischen Meer gar fünf Grad darüber. Wärmeres Wasser absorbiert aber weniger CO2 als kälteres. Auch die Vegetation an Land werde immer weniger zusätzliches CO2 absorbieren. Nach Berechnungen des gesamten Karbonzyklus kommen die Forscher zum Ergebnis, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch den Rückgang der Absorptionsfähigkeit der Natur um 20 bis 25 Prozent steigen wird. Dies führe zu einer um 0,5 bis einem Grad höheren globalen Temperatur. Der "Puffer" von zwei Grad, mit dem man bisher gerechnet habe, schrumpfe damit in Wirklichkeit auf nur noch ein bis eineinhalb Grad. Bis 2050 sei ein Rückgang bei den Kohlendioxidemissionen von 50 Prozent deshalb völlig ungenügend. Nach Meinzug der Forscher müssen es 85 Prozent sein. Angesichts des
Unwillens der großen CO2-Verursacher, ihren Ausstoß zu mindern, scheint
es daher schon jetzt wenig realistisch, dass das Zwei-Grad-Ziel
überhaupt erreicht werden kann. Eher scheint eine Steigerung um drei bis
vier Grad realistisch. |
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Über 350 Millionen Menschen jährlichEine von der internationalen Hilfsorganisation Oxfam veröffentlichten Studie prognostiziert, dass die Zahl der Menschen, die von extremen Trockenheiten, Unwettern oder Überschwemmungen und anderen Folgen des Klimawandels betroffen sein werden, bis 2015 auf etwa 375 Millionen jährlich ansteigen wird. Dies wäre ein Zuwachs von 54 Prozent. Der Klimawandel würde mehr und mehr Menschen zu 'Klima-Hilfsbedürftigen'" machen. |
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CO2-Speicher der Wälder in Gefahr
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Erderwärmung dreimal so schnell wie vorher gesagtDie Erderwärmung schreitet deutlich schneller voran, als es die bisherigen Modelle vorhersagen. Die letzten beiden Sommer brachten das Eis derart zum Schmelzen, dass Flächen ohne Eis waren, die so groß sind wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien zusammen. Während der Tagung des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) den "Extremwetter-Kongress (vom 20. bis 23. Februar 2009) wurde bekannt, dass die Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre dreimal schneller steigt als vom Weltklimarat IPCC prognostiziert. |
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Trotz Kioto beunruhigende Steigerung des CO2 AusstoßesDie Studie "Carbon Budget 2007" des Global Carbon Projects (GCP) belegt, dass der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre 2007 bereits um 37 Prozent über dem Wert des Bezugsjahres 1750 lag. Nach Daten der Ende September 08 vorgestellten Studie stieg der CO2-Anteil in der Atmosphäre im Jahre 2007 um 2,2 Teile pro Million Teile (ppm) auf 383 ppm. Im Vorjahr hatte der Anstieg noch 1,8 ppm betragen. Die derzeitige Konzentration sei "die höchste in den vergangenen 650.000 Jahren, wahrscheinlich sogar in den vergangenen 20 Millionen Jahren", heißt es in dem Bericht. "Es ist beängstigend", sagte Corinne Le Quéré, Professorin für Umweltwissenschaften an der Universität von East Anglia, "die Dinge geschehen sehr, sehr schnell." Seit dem Jahr 2000 stiegen die CO2-Emissionen viermal schneller als im Jahrzehnt zuvor. Der weltweite Ausstoß lag im Jahr 2007 um drei Prozent über dem Vorjahrswert. Besonders dramatisch: Wälder, Meere oder Böden, die das Treibhausgas bisher teilweise aufnehmen und damit die Atmosphäre entlasten konnten, fallen zunehmend als CO2-Senken aus - sie sind schlicht überfordert mit den Emissionsmengen. In den Jahren 2000 bis 2007 konnten sie noch 54 Prozent des ausgestoßenen CO2 aufnehmen. Quelle: Taz vom 27.09.08 |
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China erstmals größter CO2 EminentErstmals emittierte China mehr Kohlendioxid als die USA und nimmt damit nun die weltweite Spitzenposition ein. Im Jahr 2007 stieß das Land 1,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid aus, die USA kamen auf 1,59 Milliarden Tonnen. Gleichwohl liegt der Pro-Kopf-Ausstoß in China mit 2,65 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner noch deutlich niedriger als in den USA mit 20 Tonnen; in Deutschland sind es derzeit 10 Tonnen. Russland lag im Jahr 2007 auf Platz drei der Klimasündertabelle, dicht gefolgt von Indien, das in Kürze vermutlich Russland überholt. Entwicklungsländer sind bereits für 53 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Deutschlands Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen ist derzeit 3,5 Prozent. Die Entwicklung im vergangenen Jahr war international unterschiedlich: In den USA stieg der Ausstoß um zwei Prozent, während er in Dänemark um acht Prozent zurückging. In Deutschland und Großbritannien sank er um drei Prozent, in Frankreich und Australien um zwei Prozent Quelle: Taz vom 27.09.08 |
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Neues ProblembewusstseinSeit Anfang 2007 berichten Chinas Medien fast täglich über die Klimagefahr. Die Erderwärmung ist bereits deutlich zu spüren. Allein 2006 verzeichnete China durch gewaltige Taifune und extreme Dürren volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 240 Milliarden Dollar. |
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Regional schneller auf der KippeDer globale Klimawandel scheint langsam und graduell vor sich zu gehen. In bestimmten Regionen der Erde kann der menschliche Einfluss aufs Klimasystem jedoch sprunghafte und teilweise unumkehrbare Entwicklungen anstoßen. Für diese Bestandteile des Erdsystems führte ein internationale Forscherteam um Timothy Lenton von der britischen University of East Anglia in Norwich (UEA) und Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).den Begriff „Tipping Elements“ (deutsch: Kippelemente) ein. Eines dieser Kippelemente ist der Meeresströmungskreislauf der so genannten Thermohalinen Atlantikzirkulation (THZ), zu welcher der Nordatlantikstrom gehört. Laut dem 2007 erschienenen UN-Klimabericht könnte sich dieses Strömungssystem mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu zehn Prozent noch in diesem Jahrhundert abrupt verändern. Unangenehme Überraschungen könnten das Festlandeis Grönlands, der Amazonas-Regenwald, die Wälder in nördlichen Breiten, das El-Niño-Phänomen und den westafrikanischen Monsun bereiten. Wegen der potenziell dramatischen Auswirkungen des Kippens dieser Elemente rechnen die Autoren damit, dass der Klimaschutz verstärkt wird. Es müssten auch neue Anpassungsstrategien an den Klimawandel gefunden werden, die über bisherige Schritt-für-Schritt-Konzepte hinausgehen.
Quelle: Umweltschutz-News.de "Kippelemente - kritische Punkte im
Klimasystem der Erde |
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Sechs GradDer ehemalige Umweltminister Dänemarks Svend Auken geht von einem Anstíeg der globalen Temperaturen um fast sechs Grad aus. |
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Erwärmung beschleunigt sichLaut einer internationalen Studie, die in der Zeitschrift Proceedings of National Academies of Sience stieg der Ausstoß von Kohlendioxid in den Jahren von 2000 bis 2005 dreimal so schnell, wie in den 1990er-Jahren. Von 1990 bis 1999 kletterte der Kohlendioxid-Ausstoß um durchschnittlich 1,1 Prozent, seit 2000 sind es 3 Prozent. Klimaforscher glauben nun, dass das Ziel der EU, den globale Temperaturanstieg auf 2 Grad weltweit zu begrenzen, nicht mehr zu schaffen ist. Da ein Anstieg der Temperaturen über 2 Grad für nicht mehr beherrschbar gehalten wird, dürfte die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre 420 ppm nicht überschreiten. Derzeit liegt er bei 387 ppm. |
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30 Zentimeter bis ein MeterEin Studie des Max Plank Institut für Meteorologie kommt zu dem Ergebnis, dass je nach Annahme über die Entwicklung der Emissionen im 21. Jahrhundert mit einer globalen mittleren Erwärmung um 2,5 bis 4,1 Grad C gerechnet werden muss. Diese Erwärmung führte zu einem Meeresspiegelanstieg im globalen Mittel um etwa 30 Zentimeter, in höheren Breiten jedoch um etwa einen Meter, in der Nordsee um 40 Zentimeter. |
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Erwärmung im Ostseeraum überdurchschnittlich hochDer Ostseeraum hat sich im vergangenen Jahrhundert um 0,1 Grad stärker erwärmt als die durchschnittliche Erderwärmung (0,85 Grad). Berechnungen des Instituts für Küstenforschung in Geesthacht prognostizieren für den Ostseeraum bis zum Ende des Jahrhunderts eine Temperaturerhöhung von 5 Grad. |
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Zwei Grad nicht ohneExperten der internationalen Taskforce zum Klimawandel gehen davon aus, dass bereits eine Erderwärmung um zwei Grad seit dem Beginn des Industriezeitalters zu weitflächiger Dürre, Ernteausfällen und Trinkwassermangel führen werden. Seit 1750 stiegen die Temperaturen bereits um durchschnittlich knapp ein Grad. Kommt ein weiteres Grad hinzu, ist mit dem Abschmelzen der Polkappen zu rechnen. Quelle: ND 29./30 01.2005 unter Berufung auf die jüngste Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature". |
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11,5 Grad?Weltumspannende Computersimulationen, die an der Universität Oxford ausgewertet wurden, kommen (Ende 2004) zu dem Ergebnis, dass die Erderwärmung noch in diesem Jahrhundert bis zu 11,5 Grad Celsius erreichen könnte. Bisher wurde eine Erwärmung um bis zu 5,8 Grad C als "Worse Case" angenommen. Als durchschnittlich zu erwartende Erderwärmung errechneten 2000 Computersimulationen einen Temperaturanstieg von 3,4 Grad C . Quelle: ND 29./30 01.2005 unter Berufung auf die jüngste Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature". |
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Wie vor 130.000 Jahren?Bis zum Jahr 2100 könnten auf der Erde Zustände
herrschen wie in der so genannten Eem-Warmzeit vor rund
130.000 Jahren. Das würde eine Temperaturerhöhung um 3 bis 5 Grad
bis zum Ende dieses Jahrhunderts bedeuten, ein schnelles Abschmelzen der
arktischen und antarktischen Eisschichten und in der Folge einen
Anstieg des Meeresspiegels um 4 bis 6 Meter. 4 bis 6 Meter! |
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Wassermangel in Südeuropa prognostiziert16 europäische Forschungsinstitute unter der Koordination des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung kommen in einer gemeinsamen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass in Südeuropa immer häufiger mit Wassermangel zu rechnen ist und Flüsse, die sich aus den Alpen speisen, immer häufiger über die Ufer treten werden. Die Forscher gehen für das Jahr 2080 von einem Kohlendioxidgehalt zwischen 518 und 779 ppm (parts per million) aus. Der heutige Anteil des Treibhausgases liegt bei 370 ppm, in vorindustriellen Zeiten hatte er bei 280 ppm gelegen. Quelle: Taz vom 1.11.05 S. 9 |
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Trockner und weniger SchneeNach einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zu den regionalen Auswirkungen - bis 2010 - prognostizierter Klimaveränderungen wird es im deutschen Nordosten wird es im Sommer zu 30 Prozent weniger regnen. Auch in Süddeutschland wird es trockener. Die Studie beruht auf Simulationen des Klimarechenzentrums am Max-Plank-Institut in Hamburg. Der größte Temperaturanstieg wird für den Winter im Südosten erwartet. Das hat massive Auswirkungen auf den Fremdenverkehr, denn in den Alpen fiel bisher ein Drittel der Niederschläge als Schnee. Künftig wird es nur noch ein Sechstel sein. In den vergangenen 10 Jahren haben extreme Wetterereignisse in Deutschland etwa 16.7 Milliarden € gekostet Bis 2050 gehen die Forscher von einer jährlichen Steigerung von 27 Milliarden € aus. Die Klimamodelle rechnen allerdings mit verbesserten Klimaschutz-Maßnahmen, welche die Temperaturerhöhung auf durchschnittlich zwei Grad begrenzen soll. Eine Fortschreibung der bisherigen Praxis würde die Temperaturerhöhung aber auf 4 Grad C verdoppeln. Das UBA forderte deshalb von der Bundesregierung, bis 2010 seine Treibhausemissionen um 40 Prozent und bis 2050 gar um 80 Prozent zu reduzieren. Quelle: Taz vom 26.4.06 |
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Seen und Feuchtgebiete Brandenburgs verlieren WasserDie Seen Brandenburgs verlieren von Jahr zu Jahr Wasser. Viele Tümpel und manch kleiner See ist schon ausgetrocknet. In anderen Seen ist der Wasserspiegel um bis zu zwei Metern gesunken. In Brandenburg ist das Grundwasser, das in den Seen an die Oberfläche tritt, seit Beginn der 1990er Jahre um 70 cm gesunken. Hauptursache sind die heißer werdenden Sommer. Die Niederschlagsmenge hält mit der Verdunstungsrate nicht mehr stand. Wenn in heißen Sommern die Spree kaum noch fließt, sterben die Muscheln, die für die Reinigung des Wassers sorgen. Neben dem Klimawandel und der Jahrhunderte währende Praxis der Trockenlegung von Feuchtgebieten liegen die Ursachen in den Kiefernwald-Monokulturen in Brandenburg. Nadelbäume verdunsten selbst im Winter Wasser. Würde nur ein Drittel des Baumbestands in Laubwald umgewandelt, ließe sich dadurch mehr Grundwasser gewinnen, als Berlin und Brandenburg überhaupt verbrauchen. Quelle: Taz vom 26.07. 2006 |
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Der Müggelsee wird immer wärmerForscher des
Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
stellten fest, dass der Berliner Müggelsees in den letzten dreißig
Jahren um mehr als zwei Grad Celsius im Jahresmittel wärmer geworden
ist. Der Zeitraum, in dem sich Eis entwickeln kann, hat sich um 20 Tage
verkürzt. Der Frühling beginnt im Wasser bereits um drei bis vier Wochen
früher als noch vor dreißig Jahren. Extremereignisse, wie sehr heiße
Sommer, haben Sauerstoffmangel und verstärkte Nährstofffreisetzung zur
Folge, was zu vermehrtem Algenwachstum führt. Insbesondere hat das
Risiko der Blüte von Cyanobakterien (Blaualgen) aufgrund der hohen
Wassertemperaturen im Sommer stark zugenommen. Quelle: http://www.fv-berlin.de/pm_archiv/2008/27-mueggelsee.html |
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Trockenes Nildelta?Laut WBGU-Studie ist besonders das bevölkerungsreiche Nildelta von zunehmender Dürre und Wasserknappheit infolge des Klimawandels bedroht. Quelle: Taz von 7.6.07 |
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KlimaflüchtlingeNach Angaben des WBGU liegt die Zahl der Umweltflüchtlinge in Somalia bereits heute bei 390.000, im Sudan sind es 690.000 Menschen. Quelle: Taz von 7.6.07 |
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