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Spezielle Infos:
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CSU, Auto- und Hausbesitzerlobby bremsen Klimaschutz Das Bundeswirtschaftsministerium und die bayerische CSU haben verhindert, dass der zweite Teil des angekündigten Klimaschutzpakets Anfang Juni verabschiedet werden kann. Die Umstellung der KfZ-Steuer von Hubraum auf CO2-Ausstoß werde "zu Verzerrungen innerhalb der Neuwagenflotte führen", meinte der zuständige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Die Hausbesitzerlobby hat es geschafft, die Möglichkeit von Mietminderung bei unterlassener Wärmesanierung zu kippen. |
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Berliner Handwerkskammer fordert Investitutionsprogramm Die Berliner Handwerkskammer fordert vom Senat ein wirkungsvolleres Investitutionsprogramm für Klimaschutz. Damit könnten im Handwerk Arbeitsplätze geschaffen werden. Kammerpräsident Stephan Schwarz kritisierte, dass das Land 2007 keinen einzigen Euro aus dem Förderprogramm zur energetischen Gebäudesanierung der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt habe.
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OECD-Studie: Biokraftstoffe bewirken nur minimalen Klimaschutz, sind extrem teuer und verschärft die Lebensmittelkrise Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2015 die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bestenfalls um 0,8 Prozent geringer ausfallen würden, falls die EU, USA und Kanada ihre gegenwärtige Förderung von Biokraftstoffen fortsetzten. Hingegen entstünden Steuerzahlern und Verbrauchern durch Subventionen, Steuerverzicht, Beimischungszwang und Handelsschranken im Jahr 2015 Kosten in Höhe von 25 Milliarden Dollar jährlich. 2006 habe die Förderung 11 Milliarden Dollar Kosten verursacht. Die Vermeidung einer Tonne CO2 durch Ethanol und Biodiesel in Nordamerika und Europa kostet zwischen 600 und 1.100 Euro. Im europäischen Emissionshandel wird die Tonne aktuell mit 26 Euro gehandelt. Das heißt: Die Unternehmen, die dem Emissionshandel unterliegen, können eine Tonne CO2 für ein Dreißigstel des Preises vermeiden, den der Agrosprit die Gesellschaft kostet. Umgerechnet auf den Energiegehalt eines Liters herkömmlichen Sprits kostete Biodiesel im vergangenen Jahr zwischen 1,20 und 1,30 Euro, nachdem er drei Jahre zuvor noch fast 50 Cent günstiger gewesen war. Auch Ethanol aus europäischem Weizen oder Zuckerrüben sowie aus US-amerikanischem Mais ist (ohne Steuer gerechnet) deutlich teurer als fossiler Sprit. Die Förderung der Treibstoffe vom Acker führe außerdem zu steigenden Lebensmittelpreisen. Setzt man die Förderung im bisherigen Stil fort, würden zwischen 2013 und 2017 etwa 12 bis 14 Prozent der weltweiten Grobgetreide- und Pflanzenölproduktion für Kraftstoffe verwendet. 2007 waren es 8 bis 9 Prozent. Sollten hingegen sogar Pläne der EU und der USA zum Ausbau der Förderung umgesetzt werden, würden bald knapp 20 Prozent der weltweiten Pflanzenölproduktion und 13 Prozent der Grobgetreideproduktion in die Kraftstoffindustrie abfließen. Bei Fortsetzung der aktuellen Förderpolitik dürften die Preise für Weizen, Mais und Pflanzenöl mittelfristig um 5, 7 bzw. 19 Prozent höher liegen, als das ohne Förderung von Agrosprit zu erwarten wäre. |
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Die Ethanolmaiskatastrope Im Mittleren Westen der USA gedeihen rund 40 Prozent der Weltproduktion von Mais. Jahrelang sinkende Getreidepreise und steigende Produktionskosten hatten hier zu einer rigorosen Konzentration des Landbesitzes geführt. Nur wer jeden Dollar in neue Flächen investierte, überlebte. Hunderttausende mussten aufgeben. Die daraus erwachsene Überschussproduktion führte schon in den 70er Jahren zum - staatlich geförderten - Aufbau von Ethanolfabriken. 40 Jahre später bescherte die Klimadiskussion der Biokraftstoffproduktion nun einen wahren Boom. In den fünf Jahren vor 2007 hatte sich der Teil der in die Ethanolproduktion gehende Ernte verdreifacht. Nach dem Willen der Bushregierung soll die hier erzeugte Menge Ethanol auf rund 110 Millionen Tonnen verfünffacht werden. So wird der monokulturelle Anbau der durstigen Pflanzen noch ausgeweitet, für den das Grundwasser schon seit Jahrzehnten übernutzt wird und dem bereits heute jährlich 6,5 Tonnen Mutterboden pro Hektar Anbaufläche zum Opfer fallen. In der Folge muss der Einsatz chemischer Dünger weiter erhöht werden, und noch mehr Rückstände des Kunstdüngers gelangen in den den Mississippi und von dort in den Golf von Mexiko. Viele Farmer verzichten nun sogar auf einen Fruchtwechsel und riskieren dabei den Verlust von Bodenfruchtbarkeit. Dabei sind Öko- und Energiebilanz verheerend. Die Verwendung von Mineraldünger und Pestiziden, der Betrieb von Landmaschinen und der zur Destillation benötigten Heizanlagen schlucken bereits vier Fünftel des gesamten Energieertrags. Darüber hinaus setzt der chemisch erzeugte Dünger hohe Mengen Distickstoffmonoxid (Lachgas) frei, ein Treibhausgas, das rund 300-mal wirksamer ist, als ist als Kohlendioxid. |
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Selbstkontrolle der Autoindustrie gescheitert 1998 verkündete der Branchenverband der europäischen Automobilindustrie ACEA, dass sich die Branche verpflichte, „bis 2008 das Ziel von 140 Gramm pro Kilometer für den Durchschnitt aller in der EU verkauften Neuwagen zu erreichen.“ Fast zehn Jahre später ist die europäische Autoindustrie weit vom 140 Gramm Ziel entfernt. Besonders schlecht schneiden deutsche Marken ab. Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) nahm das Durchschnittsgewicht von Neuwagen in Deutschland seit 2000 um zehn Prozent zu (auf heute 1445 Kilogramm), die Motorleistung stieg um 18 Prozent. Quelle: Greenpeace Magazin 6/08 |
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Ambitionierte japanische Studie Japanische Wissenschaftler zeigen Wege auf, wie die Gesellschaft in Japan bis 2050 ihre Kohlendioxidemission um 70 Prozent zurückfahren kann (gemessen am 1990er Level). Die Größenordnung entspricht fast den Forderungen der Klimawissenschaft.Für den Personenverkehr planen sie bis 2050 einen um rund 80 Prozent geringeren CO2-Ausstoß und im Güterverkehr immerhin 60 bis 70 Prozent weniger. |
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