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FAKTEN ZUM KLIMAWANDEL
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Alternative Atomkraft?
Klimawandel in Afrika |
WIKIPEDIA zur Gletscherschmelze
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Grönlands Eismassen schmelzen schneller als erwartet.Wie ein Teufelskreis treiben die Eisschmelze in der Arktis und die globale Erderwärmung sich gegenseitig an. So lautet das Fazit der WWF-Studie "Arctic Climate Feedbacks: Global Implications". Wenn die helle Eisfläche schrumpft und die dunkle Meeres- und Erdoberfläche wächst, wird mehr Sonnenergie absorbiert. Das treibt die Temperaturen weiter in die Höhe, setze in der Polarregion große Mengen des dort eingefrorenen Treibhausgases Methan frei und verstärke die globale Erderwärmung, die ihrerseits das arktische Eis rascher schmelzen lässt |
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Arktis-Temperaturen steigen auf RekordhochDer Klimawandel in der Arktis nimmt dramatische Ausmaße an: Die Temperaturen in diesem Herbst liegen um satte fünf Grad über dem Normalwert - und damit so hoch wie noch nie seit Beginn der Messungen. Nun schmilzt das Eis im hohen Norden noch schneller, es droht eine Kettenreaktion. Der jährliche Bericht der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA enthüllt, dass die Temperaturen in der Arktis um fünf Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Grund ist unter anderem der zuletzt dramatische Verlust von Meereis: Je weniger Eis auf der Wasseroberfläche schwimmt, desto weniger Sonnenlicht wird ins All reflektiert. Die Folge: Das Wasser und damit auch die Luft erhitzen sich noch schneller, wodurch wiederum mehr Eis schmilzt - der Klimawandel in der Arktis verstärkt sich durch diesen Rückkopplungseffekt selbst und ist deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Weltregionen. Die Schmelze der Eisberge erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert, für dieses Jahr rechnen die Wissenschaftler mit dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Messungen. Zwar ist die Meereis-Bedeckung in diesem Jahr rund neun Prozent größer als 2007. Dennoch liegt sie 34 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000. Auch die Eisdecke auf dem Festland Grönlands geht rapide zurück. Im vergangenen Jahr verlor sie ein Volumen von 101 Kubikkilometern. Und der Anstieg des Meeresspiegels in der Arktis von 0,25 Zentimetern pro Jahr ist ohne Beispiel. Das veränderte Klima beeinflusst das sensible Ökosystem der Region. In der Tierwelt werden die Rentierherden kleiner, während die Zahl der Gänse zunimmt, weil sich ihr Lebensraum erweitert. Wachsende Sorge gibt es um die Eisbären in der Arktis. Unbekannt ist der Status vieler Walross-Kolonien. Bei einigen Walarten nehmen die Bestände zu, bei anderen ab. |
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Zukunft des Eisbären düsterEin Drittel aller Eisbären wird in weniger als 50 Jahren verschwunden sein, manche Umweltverbände befürchten, es werden noch mehr sein. Von Jahr zu Jahr wird die Eisfläche kleiner, die die Tiere dringend für die Jagd nach ihrer Nahrung brauchen. Und ihre Jagdsaison wird immer kürzer, da der Winter später kommt und früher wieder geht. |
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Eisschmelze in Pyrenäen : Spanien verliert seine GletscherLaut einer Studie des Madrider Umweltministeriums wird Spanien infolge des Klimawandels bis Mitte dieses Jahrhunderts seine letzten Gletscher verlieren. Die Gletscher auf der spanischen Seite der Pyrenäen verloren seit der ersten Vermessung Ende des 19. Jahrhunderts 88 Prozent ihrer Fläche. Sie machen jetzt noch 206 Hektar aus. In den vergangenen Jahren hat die Eisschmelze sich stark beschleunigt. Allein von 2002 bis 2008 büßten die Gletscher 25 Prozent ihrer Fläche ein. Der ungewöhnlich kalte Winter dieses Jahres habe die bestehenden Gletscher zwar vorübergehend stabilisiert, aber keine Ausweitung eingeleitet. Nach Ansicht der Experten schmilzt das Eis nicht allein aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Temperaturen. Auch abnehmende Schneefälle spielten eine entscheidende Rolle. Die Schneedecke schützte die Gletscher vor Wärme und Sonneneinstrahlung. Jetzt sind Schneefälle im August viel seltener geworden. |
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Gletscherschmelze in Afrika bedroht Wasserversorgung
Nur drei Gletschergebiete gibt es in Afrika: Am Kilimandscharo, dem Mount Kenya und in den Rwenzori-Bergen im ugandisch-kongolesischen Grenzgebiet. In allen diesen Gebieten macht sich der Klimawandel bereits bemerkbar. Bei einer Expedition des WWF und der Naturschutzbehörden Ugandas und Kongos zu den Rwenzori-Eisflächen auf den zum Teil mehr als 5.000 Meter hohen Vulkanbergen ist ein dramatischer Rückgang der Gletscher festgestellt worden. Der WWF befürchtet ein Abschmelzen des Gletschers in den nächsten 30 Jahren. Einer der Gletscher existiert bereits nicht mehr. Die Flüsse in den Rwenzori-Bergen sind die Wasserquelle für etwa zwei Millionen Menschen in der Region. Die Einwohner der Dörfer in den Tälern der Region mussten bereits Veränderungen bei den Niederschlägen und der Wasserversorgung feststellen. Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenarten, die sich nicht schnell genug den Folgen des rapiden Klimawandels anpassen könnten. In den Bergwäldern gibt es unter anderem zahlreiche Schimpansen und Leoparden. Quelle: Afrika Life 03/2008
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Grauschleier aus Chinas Kohlekraftwerken lässt das Grönland-Eis schneller schmelzen.Im Sommer 2008 hat sich zwei- bis dreimal so viel Inlandeis auf Grönland in Wasser verwandelt als noch drei Jahre vorher. Das liegt allerdings nicht nur an der globalen Erwärmung. Kohlenstoffpartikel aus chinesischen Schornsteinen legen einen Grauschleier über das arktische Eis. Das reflektiert das Sonnenlicht nicht mehr und schmilzt somit noch schneller. Schätzungen zufolge verursachte der Grauschleier allein die Hälfte der Abschmelzung. Neue Berechnungen machen allein die chinesische Kohlekraft für 20 Prozent der Kohlenstoffbelastung des grönländischen Inlandeises verantwortlich. Der Kohlenstoff hat auch in extrem kleinen Konzentrationen Auswirkung auf das Sonnenlicht. Eine weiße Gletscheroberfläche reflektiert das Sonnenlicht, während bereits ein leichter Grauton dieses absorbiert und das durch die Erwärmung bereits in Gang befindliche Abschmelzen des Eises verstärkt. Und wenn das Eis dann schmilzt, konzentriert sich dieser Kohlenstoff noch zusätzlich im Eis. Das wird damit noch dunkler was die Abschmelzung noch einmal beschleunigt. Die Nettoschmelze des grönländischen Inlandeises wird derzeit aufgrund der Auswertung von Satellitendaten auf jährlich 150 bis 250 Kubikkilometer geschätzt. Damit verwandelt sich dort jedes Jahr mehr als das gesamte noch vorhandene Gletschereis der Alpen - etwa 130 Kubikkilometer - endgültig in Wasser. Es gibt Berechnungen, wonach ein Schmelzen des gesamten auf drei Millionen Kubikkilometer geschätzten grönländischen Inlandeises ein Ansteigen des weltweiten Meeresspiegels um 6 bis 7 Meter zur Folge haben würde |
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Klimawandel taut Dauerfrostboden auf - schleichendesErdbeben in GrönlandRissige Hausfassaden, absackende Straßen, die Achterbahnen ähneln und Hohlräume unter Flugplatzpisten: Steigende Temperaturen lassen Grönlands Permafrost tauen und weichen die Fundamente von Gebäuden und Verkehrsinfrastruktur auf. Um einen Grad haben sich einige Regionen im Süden Grönlands in den letzten 20 Jahren erhitzt. Und ein Anstieg der jährlichen Durchschnittstemperatur um ein Grad bewirkt, dass sich der Permafrost um 20 bis 25 cm tiefer in den Untergrund zurückzieht. Bis zu 80 Prozent des Volumens des dauergefrorenen Bodens können aus Eis bestehen. Taut dieses, kann es zu massiven Bodensenkungen kommen - wie ein schleichendes Erdebeben. Gleichzeitig weiten sich auch die aktiven Bodenschichten aus, die jeweils im Sommer auftauen und sich dann in eine nicht mehr tragfähige Schlammschicht verwandeln. Das dänische meteorologische Institut rechnet für Grönland in den kommenden 40 Jahren mit einem Temperaturanstieg von drei bis vier Grad, in einigen Regionen an der Westküste sogar mit mehr als 6 Grad. Und die Meteorologen schätzen, dass dies unter Wegen und Straßen zu einem Rückzug des Permafrosts bis in eine Tiefe von zwei bis drei Metern führt. Ingenieure planen nun, Straßen und Flugpisten kurzerhand zu kühlen. Dies soll mit Rohren erfolgen, welche man in vier bis fünf Meter Abstand unter den Asphalt oder Beton legt und mit flüssigem Kohlendioxid auffüllt. Kälte aus der umgebenden Luft wird mit dieser Kühlflüssigkeit unter die Straßenoberfläche geleitet und Wärme entsprechend von dort weggeschoben. Eine teure Technik, die man schon lange bei Erdölleitungen in Alaska verwendet und ähnlich in Permafrostregionen bei der chinesischen Lhasa-Eisenbahn in Tibet eingesetzt hat. Billiger ist die Verwendung einer kreideweißen Spezialfarbe, die - mit Asphalt gemischt - den Effekt hat, Sonnenlicht zu reflektieren. Ein Test auf der Landebahn des Flugplatzes Sønderstrømfjord zeigte Wirkung: Unter weiß gestrichenem Asphalt hielt sich der Permafrost einen Meter näher an der Oberfläche als unter schwarzem. In Thule hat man deshalb die gesamte Landebahn weiß gestrichen. |
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Permafrost beginnt zu tauenBis zum Jahr 2000 gab es noch keine Hinweise, dass die Permafrostböden in Sibirien, Alaska oder Nordkanada auftauen und große Mengen Methan in die Atmosphären freigeben. Aber die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA) hat nun eine Studie veröffentlicht, nach der der Anteil von Methan in der Atmosphäre um rund 27 Millionen Tonnen gesoiegen ist, nachdem er ein Jahrzehnt stabil geblieben war. Quelle: Tagesspiegel vom 1. Juli 2008 |
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Alpen bald nackt?Weltweit ist eine Gletscherschmelze nie da gewesenen Ausmaßes in Gang. Wo sich vor 100 Jahren strahlend weiße Eisriesen bis in die Täler ausdehnten, sind heute oft nur noch magere Relikte übrig. Die Folgen der Gletscherschmelze sind dramatisch: Überschwemmungen, verbunden mit Murenabgängen und Erdrutschen, sind die unmittelbaren Auswirkungen. Langfristig droht Trinkwasserknappheit, denn drei Viertel aller Süßwasserreserven sind im Gletschereis gebunden. Das Schmelzwasser lässt den Meeresspiegel ansteigen. In den vergangenen 150 Jahren verloren die Gletscher in den Alpen etwa ein Drittel ihrer Fläche und rund die Hälfte ihrer Masse. Dieser Prozess hat Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der industriellen Revolution und explodierender Kohlendioxid-Emissionen begonnen. Bis 1970 waren bereits 35 Prozent der eisbedeckten Fläche in den europäischen Alpen abgeschmolzen. Und das Tempo legte noch zu: Im Jahr 2000 hatte sich schon die Hälfte der Eisriesen in Wasser verwandelt. Die Jahre 2002/2003 brachten Rekordverluste: Die Schweizer Alpengletscher wichen in nur zwei Jahren bis zu 150 Meter zurück und büßten fünf bis zehn Prozent ihrer Eisreserven ein. Der Trift-Gletscher in der Schweiz hat sich allein im Jahr 2005 um rund 216 Meter verkürzt – so viel wie nie zuvor in so kurzer Zeit. Seit 1861 hat er 2,7 Kilometer an Länge verloren. Auch der österreichische Pasterze-Gletscher schmilzt in nie da gewesenem Tempo. Allein im Jahr 2003, einem so genannten Jahrhundertsommer, verlor der Eisriese sechs Meter an Höhe und 30 Meter an Länge. Der Schneeferner, ehemals 300 Hektar groß, bedeckte einst weite Teile des Zugspitzplatts. Heute ist er auf eine bescheidene Fläche von 50 Hektar geschrumpft. An heißen Sommertagen verliert er bis zu 35 Millionen Liter Wasser, das entspricht dem täglichen Bedarf der Stadt Augsburg. 5000 Gletscher gibt es in den Alpen. Wenn viele von ihnen für immer abgeschmolzen sind, könnte es empfindliche Einbrüche in der Wasserversorgung geben. Denn Gletscher speichern Trinkwasser. Große europäische Flüsse wie Rhone und Rhein entspringen in Gletschergebieten. |
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Eisschmelze immer bedrohlicherIn den letzten 20 Jahren sind mit nach Süden driftenden Eisbergen 20.000 Kubikmeter Frischwasser in den Atlantik gelangt. Diese von der Eiskappe Grönlands stammenden Wassermassen beeinflussen den Meeresspiegel und die Temperaturen im Nordaltantik und wirken sich so auf die Richtung der ozeanischen Strömungen, die Windsysteme und damit auf das Klima des gesamten Planeten aus. Im Jahre 2007 schrumpfte die arktische Eiskappe in einem nie da gewesenen Tempo. Die sommerliche Eisfläche war von 5,9 Millionen Quadratkilometer im Vorjahr auf nur noch 4,12 Millionen Quadratkilometer geschrumpft. Bevor der Abschmelzungsprozess sich - in den letzten sechs Jahren - immer mehr beschleunigte, lag das langfristige Durchschnittsminimum bei 7,7 Millionen. Im August 2007 war die Nordwestpassage, die von Kanada und Alaska herum bis zur Beringstraße führt, zum ersten Mal seit Jahrhunderten eisfrei. Da sich die Baumgrenze immer mehr nach Norden verschiebt, werden die das Sonnenlicht reflektierenden Eisflächen nach und nach durch dunkle Wälder ersetzt, welche die Strahlung und Wärme der Sonne absorbieren. Im Gutachten des UN-Klimarats für das Jahr 2007 steht, dass der arktische Ozean gegen Ende des 21. Jahrhunderts im Sommer voraussichtlich eisfrei sein wird. Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung dieser Prognose weiß die Welt, dass es sich um eine grandiose Unterschätzung handelte. Weitaus gefährlicher als das Schmelzen der polaren Eisdecke wäre ein Abschmelzen des Grönlandeises, das 85 Prozent der Insel überzieht. und eine der größten Süßwasserreserven der Erde darstellt. An seinen Rändern beginnt sich das eis bereits zurück zu ziehen. Der Gletscher, der die Eisberge wie am Fließband ins Meer befördert hat seine Fließgeschwindigkeit seit 2003 von acht auf fünfzehn Kilometer pro Jahr gesteigert. Allein hier wird jeden Tag eine Menge Süßwasser ins Meer eingespeist, mit der man die größten Städte der Welt versorgen könnte. Der Vorsitzende des Ausschusses zur Einschätzung der Auswirkungen des des arktischen Klimawandels (Arctic Climat Impact Assesment, Acia) Robert Corell vertritt die Auffassung, dass der Meeresspiegel bis 2100 statt der bisher prognostizierten 59 Zentimeter um mindestens einem Meter ansteigen wird. Quelle: Neal Ascherson in Le Monde Dipomatique Januar 2008 |
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Das Eis wird dünnerDie amerikanische Weltraumbehörde NASA berichtet in einem Forschungsbericht für das Internationale Polarjahr 08/09, dass in den 80er Jahren noch mehr als 20 Prozent der arktischen See mit Eis bedeckt war, das mindestens sechs Jahre alt war. Im Februar 2008 waren es nur noch 6 Prozent. Dem UN-Umweltprogramm Unep zufolge ist die sommerliche Eisbedeckung der Arktis im September um 8,9 Prozent und im März um 2,5 Prozent pro Jahrzehnt geschmolzen. Die Eisdicke der Arktis nimmt seit den 50er Jahren ab. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und dessen britischer Partner von der Universität East Anglia weisen darauf hin, dass die arktische Eisbedeckung ein "Kippelement" für das Klimasystem der Erde ist. Je mehr Eis schmilzt, desto mehr Wärme nimmt das Meer auf, desto mehr Eis schmilzt. Wärmere Meere und ein höherer Grad an Süßwasserzufuhr können die globalen Meeresströmungen beeinflussen. Quelle: Tagesspiegel vom 1.Juli 2008 |
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Kornkammer Australiens bedrohtIn weiten Teilen Südostaustraliens geht die Dürre ins zwölfte Jahr. Der Wasserstand im Murray Darling-Flusssystem im Südosten des Landes ist dramatisch gefallen. In den letzten sechs Jahren ist die Wassermenge, die jährlich in das System fließt von 11.400 auf 4.200 Gigaliter gefallen. Das Murray-Darling-Gebiet steht am Rand des Kollapses. Dem Wasser droht Verschlammung, und Vergiftung durch Algen. Die Folgen eines Zusammenbruches des Flusssystems wären dramatisch. Ein Großteil des australischen Getreides wird in dieser Region angebaut. |
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Beschleunigte Gletscherschmelze in den AndenDie beschleunigte Gletscherschmelze in den Anden verstärkt die Wasserprobleme in der Region. Laut einem Gutachten der deutschen Bundesregierung könnten sich die Probleme vor allem in Peru und Bolivien, wo 90 Prozent aller tropischen Gletscher liegen, dramatisch zuspitzen. Von einer 2.042 Quadratkilometer großen Gletscherfläche in den Kordilleren sind seit 1989 bereits 22 Prozent verloren gegangen. Die Pazifikküste, in der in Peru über 70 Prozent aller Menschen leben, wird fast vollständig durch Andenzuflüsse versorgt. Vier Fünftel der peruanischen Energieversorgung hängen an Wasserkraftwerken ab. Zudem benötigen der Bergbau und die Landwirtschaft Perus riesige Wassermengen. Die Wasserversorgung der weiterhin ungebremst wachsenden Achtmillionen-Metropole Lima wird bislang durch einen 80 km langen Tunnel aus den Anden versorgt. Auch die bolivianische Regierungsstadt La Paz und das angrenzende El Alto beziehen einen Großteil des Trinkwassers aus den umliegenden Andengletschern. Bereits für 2009 wird vorausgesagt, dass die Nachfrage die Reserven übertreffen.
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Grönlandeis schmilzt schnellerEin wissenschaftliches Team der Universität von Texas fand heraus, dass Grönlands Eisdecke schneller als je zuvor abschmilzt. Zwischen 1997 und 2003 verlor die Eisdecke jedes Jahr knapp 89 Kubikkilometer. Zwischen 2003 und 2006 waren um 240 Kubikkilometer jährlich. Würde Grönlands Eis komplett schmelzen, stiege der Meeresspiegel um 6,5 Meter an. Quelle: Taz vom 21.08.2006 |
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Meereisfläche um 20 Prozent geschrumpftSatellitenaufnahmen der nördlichen Erdkuppe lassen erkennen, dass die Meereisfläche in den letzten 30 Jahren um 20 Prozent geschrumpft ist. Bei Fortsetzung des bisherigen Trends könnte bis 2080 das Meereis im Sommer ganz verschwunden sein. Die Temperaturen der Arktis sind in den letzten 30 Jahren um bis zu vier Grad gestiegen. Das ist dreimal so stark wie im globalen Durchschnitt. Quelle: Taz vom 6.12.2006 |
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Eisdecke der Arktis so klein wie nieIm September 2005 meldete die NASA, dass die Eisdecke der Arktis so klein war, wie nie zuvor, seit Satelliten sie beobachten. Seit 1979 ist die arktische Meereseisfläche um 20 Prozent geschrumpft. Neuste Satellitenaufzeichnungen belegen einen Meeresspiegelanstieg um 3 cm pro Jahrzehnt. -schneller als erwartet.
Quelle: Taz vom 18.11.05 |
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Alpen immer wärmerDer Alpenraum erlebt zur Zeit die wärmste Klimaperiode seit 1300 Jahren. Quelle: Taz vom 06.12.2006 |
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Zeitgrößtes Trinkwasser-Reservoir der Erde droht abzuschmelzenDer Himalaja mit seinen vierzehn Achttausender-Gipfeln erstreckt sich über eine Länge von rund 2.500 Kilometern, ist zwischen 150 bis 400 Kilometer breit und bedeckt eine Gesamtfläche von rund 600.000 Quadratkilometern. Noch speisen die Gletscher des Himalaja sieben der größten Flüsse Asiens. Nicht allein in den Riesenreichen Indien und China mit jeweils mehr als einer Milliarde Einwohner/innen hängen Millionen von Menschen vom Trinkwasser aus den Gletschern des Himalaja ab. Abgesehen vom Polareis stellen sie das größte der Welt dar. Doch die globale Klimaveränderung hat längst auch zu einem dramatischen Abschmelzen der Himalaja-Gletscher geführt. Besonders gefährdet sind Nepal und Bhutan. In Bhutan sollen sich mehr als 2.600 Gletscherseen gebildet haben und in Nepal 2.300. Bricht einer dieser natürlichen Stauseen, ergießen sich in kürzester Zeit gewaltige Wassermassen in die Flüsse und in die Täler. Das Wasser könnte ganze Dörfer wegreißen. Bereits im Jahr 2001 warnte der Weltklimarat, dass bei einer globalen Klimaerwärmung um nur 1,45 Grad bis zum Jahr 2100 die meisten Himalaja-Gletscher auf chinesischen Territorium verschwunden wären. Alarmierend war die Analyse der Internationale Kommission für Schnee und Eis (ICSI) in einer Studie von 2005: Wenn die Himalaja-Gletscher weiter im gegenwärtigen Tempo abtauten, würden viele bereits im Jahre 2035 verschwunden sein. Allein der indische Gangotri-Gletscher gehe inzwischen jedes Jahr um 30 Meter zurück. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die globale Klimaveränderung im Himalaja inzwischen tiefgreifendere Folgen zeitigt als in anderen Weltregionen. Fast 95 Prozent aller Gletscher im Himalaja schmelzen ab - und zwar laut neuesten Messungen schneller als die Gletscher anderer Gebirge. Dies wird nach Ansicht von Expert(inn)en nicht nur für Bhutan, Nepal und Tibet Folgen zeitigen, sondern auch für die anliegenden Länder. Nach und nach werden beim jetzigen Trend die Gletscher so weit abschmelzen, dass in den umliegenden Ländern verheerende Dürreperioden ausbrechen. Ohne den Nachschub von Schmelzwasser drohen viele Flüsse zu Rinnsalen zu verkommen oder ganz auszutrocknen. Besonders gefährdet sind die sieben großen Flüsse Asiens - der heilige Ganges in Indien, der Brahmaputra, der Huang He und der Jangtse in China, der Indus, der Mekong in Vietnam und der Salween.Diese Flüsse stellen die Lebensadern für unwiederbringliche Pflanzen- und Tier-Lebensräume und für über zwei Milliarden Menschen dar. Ihre Bedeutung für die Bewässerung der Felder und so für die Nahrungsmittelversorgung sind kaum abzuschätzen. Der Verlust des Eises würde beispielsweise dem Ganges von Juli bis September zwei Drittel seiner Wasserzufuhr rauben - und dies hätte Wassermangel für 500 Millionen Inder und 37 Prozent von Indiens bewässertem Land zur Folge. Quelle:Regenbogen-Nachrichten am 02.04.09 |
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Khumbugletscher seit 1962 rund 18 Meter dünnerEin Dresdner Forscher hat das Abtauen des Khumbu-Gletschers in Nepal untersucht. In seiner Studie wertete er vierzig Jahre alte Fotos eines amerikanischen Spionagesatelliten aus. Ergebnis: Der Khumbugletscher hat in den Jahren von 1962 bis 2002 etwa 68 Millionen Kubikmeter seiner Eismasse verloren. Das entspricht 18 Meter an Dicke. Das verstärkte Abschmelzen der Gletscher geht aber mit einem Pegelanstieg der Gletscherseen einher. Die Gefahr von Dammbrüchen wird dadurch verstärkt und bedroht zunehmend den Lebensraum der Nepalesen |
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Himalajagletscher schmelzen in hohem TempoNirgends schmelzen Gletscher so schnell wie im Himalaja. Um 10 bis 15 Meter zieht sich hier das Eis pro Jahr zurück. Das Schmelzwasser der Himalaja-Gletscher versorgt sieben der größten asiatischen Flüsse (u.a. Ganges, Mekong, Jangtsekiang). Einer Studie des WWF zufolge wird der Wasserspiegel zunächst drastisch ansteigen, einige Jahrzehnte später aber bis weit unter das heutige Niveau fallen. Gelänge es nicht, diesen Prozess zu stoppen, ließen sich die Felder entlang der Flüsse dann nicht mehr bewässern und Hunderte Millionen Menschen müssten unter Wasserknappheit leiden.
Taz vom 15.03.2005 |
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10 mal schnellerDie Gletscher des Himalaja-Gebirges schmelzen heute zehnmal schneller als in den letzten 300 Jahren. Eine von Greenpeace veröffentlichte Studie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften belegt außerdem, dass sich die riesigen Gletscher im Quellgebiet des Gelben Flusses in den vergangenen 30 Jahren um 17 Prozent verkleinert haben. Damit wurden dem Ökosystem über zwei Milliarden Kubikmeter Wasser entzogen. Zunehmende Verdunstung, ausbleibender Regen und Abfluss des Wassers und das Auftauen von Permafrostböden verstärken den Effekt. Infolge der Schmelze der Permafrostböden sind 3000 von 4077 Seen im für die Wasserversorgung Chinas so wichtigen Quellgebiet des Gelben Flusses sind bereits ausgetrocknet.
Quelle: Taz vom 11.10.2005 |
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Gletscher schmelzen weltweitIn Skandinavien zeitigt der Klimawandel bereits Spuren. Vor 40 Jahren aufgenommene Fotos des Bergs Tandövala in Südschweden weisen noch auf eine Baumgrenze von 774 Metern hin. Mitte der 70er Jahre hatten erste Zwergbirken bereits den Weg nach ganz oben gefunden. Heute ist der Berg komplett mit Nadelwald bewachsen. Am Tandövala waren die Temperaturen seit 1949 um 0,8 Grad C gestiegen, in ganz Schweden um 0,6 Grad C. In Südskandinavien gab es in der Zeit 10 %, im Norden 50 % mehr Niederschläge. Seit 1982 hat sich die Vegetationsperiode im Süden und entlang der der Atlantikküste Norwegens um mehr als vier Wochen verlängert. Im Norden haben die Pflanzen gut zwei Wochen mehr Zeit zu wachsen, und es siedeln sich Pflanzen und Tiere an, die im Norden bisher nicht vorkamen. Vogelkundler melden jedes Jahr ein Dutzend neuer Arten. Auch in den Fischernetzen finden sich zunehmend Exemplare, die bisher nur in den südlichen Gewässern heimisch waren, während Kaltwasserfische wie Dorsch und Scholle immer seltener werden. In Schweden ist bereits die Hälfte und in Finnland ein Drittel der Moorgebiete mit Permafrostkern verschwunden, in Norwegen gibt es sie überhaupt nicht mehr. Viele Flechten werden immer mehr nach Norden abgedrängt. Tiere wie der Polarfuchs sind nahezu ausgestorben.
Quelle: Taz vom 18.10.2005 S. 9 |
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Anders als vorher gesagtGletscherzungen, die in Kontakt mit (wärmerem) Meerwasser kommen, schmelzen deutlich schneller ab als jene auf dem kontinentalen Festland. Auch wenn diese Vorgänge im Detail noch nicht verstanden sind, versetzen sie die Forscher doch in Sorge. „In den Lehrbüchern steht, die Reaktionszeit eines Eisschildes betrage 1000 Jahre oder mehr“, schreibt der Glaziologe Ian Joughin in Science, „keines der Modelle hat einen derart rapiden Wandel vorhergesagt“.
Zeit Wissen. Klima http://www.zeit.de/online/2006/13/eis am 26.3.06 |
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Eis schmilzt schnellerDie Auswertung aktueller Satellitenfotos offenbarte, dass die Eisfläche rund um den Nordpol derzeit weniger als drei Millionen Quadratkilometern beträgt. Experten des Zentrums für Marine- und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) der Universität Hamburg hatten noch vor einem Monat eine Eisfläche von etwa 3,5 Millionen Quadratkilometern bis zum Ende des Sommers als untere Grenze prognostiziert. Im Juli 2006 waren 5 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans und zehn Jahre zuvor 6,5 Millionen Quadratkilometer mit Eis bedeckt. |
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