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ALTERNATIVE ATOMKRAFT? |
Zukunftsfähigkeit braucht die Möglichkeit...
BMU-Bildungsmaterialien: Atomenergie - Fakten und Kontroversen zum Atomausstieg
Das Material umfasst die folgenden Themen:
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Der Interviewer des Deutschlandfunk drängt den SPD Vertreter, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass Deutschland in der Atomfrage isoliert sei, da angesichts der Erderwärmung die Zustimmung zum Ausstieg aus der "CO2 armen Atomkraft" schmelze, diese weltweit bereits als Retter in der Klimanot gesehen würde und deshalb - außer im ideologisch verblendeten Deutschland - wieder im Kommen sei. US-Präsident George Bush gibt kund, dass die Haltung zur Atomkraft der Lackmustest für die Ernsthaftigkeit beim Klimaschutz sei. CDU-Sprecher Profalla zählt Atomkraft zu den Öko-Energien. Für den französischen Staatspräsident scheint Atomkraft die geeignete Technologie, um mittels Mittelmeerunion und Industrialisierung der Landwirtschaft in Afrika auf das langsame Austrocknen der Gemüse-Anbaugebiete in Südeuropa zu reagieren. Auch über Atomkraft als Grundlage für eine umfassende Umstellung des motorisierten Individualverkehrs auf Elektrobetrieb wird bereits öffentlich nachgedacht. An dieser Stelle sollen den aufgeregten Debatten Fakten (und Links zu Fakten) zur Frage der Nachhaltigkeit atomarer Energieumwandlung entgegen gestellt werden. Das umfasst - ökonomische, soziale bzw. ökologische - Probleme des Uranabbaus, Risiken des Normalbetriebs, militärische Gefahren und die Endlagerung.
Stand der Dinge Atomenergie liefert zurzeit etwa 17 Prozent des weltweiten Strombedarfs. 2007 waren drei AKW ans Netz gegangen, eines in Indien, eines in China und eines in Rumänien. Derzeit wird an 34 Atomkraftwerken weltweit gebaut, an 12 davon seit mehr als 20 Jahren. In den USA ist nach jahrelangem Stillstand der Bau zweier Reaktoren, deren Bau in den 80er Jahren begann, wieder aufgenommen worden. In Russland werden sieben AKW gebaut, vier davon seit mehr als 20 Jahren. Großbritannien hat den Wiedereinstieg in die Atomenergie angekündigt. Allerdings haben mögliche Betreiber Subventionen oder Abnahmegarantien für Strom verlangt, um sich darauf einzulassen. Finnland baut derzeit einen neuen Meiler, der gute zwei Jahre später ans Netz gehen wird als geplant und statt der geplanten drei Milliarden Euro rund 4,5 Milliarden kosten wird. In Japan ist im vergangenen Jahr die größte Anlage bei einem Erdbeben beschädigt worden und steht seither still. In den USA gab es 2007 sieben Anträge für den Neubau von Atomkraftwerken. Ein möglicher Betreiber hat seinen Antrag wieder zurückgezogen, weil die Aktionäre mit einem Preis zwischen 12 und 18 Milliarden Dollar nicht einverstanden waren. (Quelle: Tagesspiegel vom 10.07.08) |
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KURZMELDUNGEN |
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Uran-Lösung aus französischer Atomanlage ausgetretenAus einer Anlage bei Avignon sind 30 Kubikmeter einer Uran-Flüssigkeit ausgetreten. Sie gelangte bei Reinigungsarbeiten in die Kanalisation. Die staatliche Aufsicht sieht kein großes Risiko - doch in drei Gemeinden wurde die Entnahme von Wasser für Privatleute und Landwirte sowie das Fischen verboten. Frankreich gewinnt 80 Prozent seiner Elektrizität aus Atomkraft. |
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Immer mehr Atommüll?Mangels Endlager strahlen in überirdischen, improvisierten Hallen rund 300.000 Tonnen hoch radioaktiver Abfall vor sich hin, darunter 2000 Tonnen des giftigen Bombenstoffes Plutonium. Dennoch sollen zu den rund 450 existierenden AKW demnächst rund 100 neue hinzukommen, die meisten in Entwicklungs- und Schwellenländern. |
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Salzbergwerk keine sichere EntsorgungIn dem ehemaligen Salzbergwerk bei Wolfenbüttel ASSE II wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Atomabfällen eingelagert. Mindestens zwei Fässer enthielten nach Angaben von Bundesumweltminister Gabriel Kernbrennstoffe, und insgesamt sollen in der Asse rund 9 Kilogramm Plutonium lagern. Schon 2002 erklärte der Betreiber dem Landesbergamt, "dass Laugen in die Einlagerungskammern eintreten, von Abfallgebinden, die möglicherweise beschädigt sind, Kontaminationen abwaschen und vor den Abfallkammern mit einer Aktivitätskonzentration von ca. 200.000 Becquerel austreten". Nach dem nun von niedersächsischen Umweltministerium erstellten "Statusbericht über die Schachtanlage Asse II" in dem Bergwerk von Anfang an Laugenzuflüsse. Schon beim Abteufen des Schachtes II in der Jahren 1906 bis 1908 kamen bis zu 43 Kubikmeter Flüssigkeit aus der Wand. Anfang der 40er-Jahre flossen zeitweise bis 100 Kubikmeter Lauge täglich in das Bergwerk, 1979 sogar 432 Kubikmeter. Allein seit 1988 wurden 32 weitere aktive Zutrittsstellen festgestellt. Nunmehr liegt der Zufluss seit Jahren bei knapp 12 Kubikmetern. Den Anwohnern wurde lange Zeit erzählt, es handele sich um eine "versuchsweise Endlagerung". Im Statusbericht ist nun nachzulesen, dass die Einlagerungsgenehmigungen zwar stets befristet gewesen seien, die Befristung habe sich aber immer der Erprobung von Einlagerungstechniken und nicht auf den Verbleib des Atommülls im Bergwerk bezogen. "Zwischen allen Beteiligten bestand Einvernehmen, dass die eingelagerten Abfälle auf Dauer in der Asse verbleiben sollte", heißt es in dem Bericht. |
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Tschernoby-Krebs in SchwedenNach dem 26. April 1986, dem Tag, als der Reaktorblock 4 im ukrainischen Tschernobyl explodierte, gingen über weiten Teilen Europas radioaktive Substanzen nieder. Fünf Prozent des strahlenden Cäsiums 137, das durch den Unfall freigesetzt worden war, gelangten nach Schweden. Infolgedessen, so sind sich jetzt ForscherInnen der Universitäten Linköping und Örebro sicher, erkrankten 849 Schwed(inn)en an Krebs. In einigen Regionen stieg die Krebsrate um satte 20 Prozent. Quelle: Taz zitiert nach http://stromwechsel-jetzt.de/Schweden/ |
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RWE will AKW in Erdbebengebiet bauen
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IPPNW: Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl - 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe |
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IPPNW: Atomenergie & Gesundheit |
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