Johannesburg
Plan of Implementation
Thema Konsum
Der Plan of Implementation ist eines der beiden
Dokumente, die im Rahmen des 2002 in Johannesburg abgehaltenen
Weltgipfels über Nachhaltige Entwicklung verhandelt wurden.
Darin werden die Staaten aufgefordert, ihren Verpflichtungen aus dem
1992er Erdgipfel in Rio de Janeiro nachzukommen und sich an einem
Zehn-Jahres-Rahmenprogramm für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster
zu beteiligen. |
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Dieses Rahmenprogramm umfasst die folgenden allgemeinen
Ziele:
Die Industriestaaten übernehmen eine Vorreiterrolle bei der
Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster.
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Durch gemeinsame, aber differenzierte
Verantwortlichkeiten wird gewährleistet, dass alle Länder von einer
Veränderung in Richtung nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster
profitieren.
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Das interdisziplinäre Thema „Nachhaltige Konsum- und
Produktionsmuster" wird m politische Maßnahmen für nachhaltige
Entwicklung integriert.
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Im Zentrum der Bemühungen stehen die Jugendlichen,
insbesondere m den Industriestaaten. Mit Hilfe von
Verbraucherinstrumenten und Werbekampagnen soll den Jugendlichen das
Thema „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster" nahe gebracht
werden.
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Das Prinzip polluter pays soll flächendeckend
angewendet werden, d.h. die ökologischen Kosten werden internalisiert
und die finanzielle Last der Umweltverschmutzung spiegelt sich im
Preis wider
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Die Lebenszyklusanalyse wird Bestandteil der
Politikmaßnahmen, damit ein Produkt von seiner Herstellung über die
Nutzung bis zu seiner Beseitigung verfolgt werden kann. Dieser Ansatz
soll auch die Produkteffizienz steigern.
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Die öffentliche Beschäftigungspolitik soll die
Entwicklung ökologisch vernünftiger Waren und Dienstleistungen fördern
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Sauberere, effizientere und billigere Energiequellen
werden entwickelt, um das Energieangebot zu diversifizieren. Alle
Energiesubventionen, die nachhaltige Entwicklung be- oder verhindern,
werden abgeschafft.
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Freiwillige Initiativen, die die ökologische und soziale
Verantwortung der Unternehmen, insbesondere im Finanzsektor, stärken,
werden unterstützt. Dazu gehören Verhaltenskodizes, Zertifizierung,
ISO-Normen und "Global Reporting Initiative Guidlines".
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Kosteneffiziente Beispiele sauberer Produktion werden
gesammelt, sauberere Produktionsmethoden, insbesondere in den
Entwicklungsländern und in kleinen und mittleren Unternehmen, werden
gefordert.
Quelle:
Worldwatch-Institute: Zur Lage der Welt - Die Welt des Konsums 2004,
deutsch:, Heinrich Böllstiftung und Verlag Westfälisches Dampfboot,
Münster 2004 |