WARUM AUF SCHWINGEN?

Future-on-Wings e.V

Beweggründe für die Entwicklung

zukunftsfähiger Nord-Süd-Ost-West-Beziehungen

 

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Fakten zur Entwaldung

 

Verlust von Böden und Feuchtgebieten :: Waldverlust ::

Flächenfraß/Versiegelung/Erosion :: Wasserkrise :: Verwüstung der Meere :: Artenschwund

Zukunftsfähigkeit

braucht ...

... Verallgemeinerung der Pflicht, die Regenerationsfähigkeit genutzter Naturressourcen zu garantieren.

 

FUTURE LINKS

Natur- und Umweltschutz

 

 

Seit dem Erdgipfel 1992 in Rio sind weitere 1,8 Millionen Quadratkilometer Urwald vernichtet worden. Das entspricht ungefähr einer Fläche von der Ausdehnung West- und Mitteleuropas.

Quelle: Greenpeace Faltblatt Rettet die letzten Urwälder 9/2004 

 

"Das menschliche Talent, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch jenes übertroffen, ihn zu zerstören."

Theodor Heuss, Bundespräsident

 

Waldverlust weltweit

Pro Jahr verliert die Erde über 150.000 Quadratkilometer Wald und wenn man genau hinschaut, dann muss man eine ebensogroße Fläche zusätzlich abschreiben, die von intakten Wald in beschädigte Holzlieferregionen oder gar in verarmte Plantagen umgewandelt und dabei offiziell (noch) nicht als zerstört verbucht wird.

Quelle: website pro regenwald vom 22.8.08

 

Im Amazonasgebiet sind 22 Prozent der Rodungen illegal

Die brasilianische Umweltbehörde ermittelte anhand von Satellitenbildern, dass 22 Prozent der im brasilianischen Regenwald gefällten Bäume aus Gebieten der indigenen Waldkulturvölker oder anderen Schutzgebieten erfolgten wo Rodungen nicht oder nur sehr eingeschränkt erlaubt sind. Der aus der illegalen Rodung erzeigte Gewinn beträgt 270 bis 300 Millionen Euro pro Jahr. 2007 nahm die Zahl der illegalen Rodungen um 6,4 Prozent zu. Etwa 20 Prozent des ursprünglichen Brasilianischen Waldes ist bereits durch Landwirtschaft oder andere Erschließungen zerstört.

Quelle: taz vom 8. Juli 2008

Leder-Fußabdruck:

Wo der der Fortschritt auftritt...

Greenpeace hat auf den Zusammenhang zwischen dem Schuhkonsum in Europa und der Umweltzerstörung im Amazonas hingewiesen. Eine von GP in Auftrag gegebene  Studie kommt zu dem Schluss: "Adidas, Reebok, Nike, Clarks, Geox und Timberland profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen, in denen für die Rinderzucht der Urwald zerstört wird.

Das Rindfleisch wird überwiegend in Südamerika konsumiert oder verarbeitet. Greenpeace zufolge hat sich aber auch der brasilianische Rindfleischexport in den vergangenen zehn Jahren versechsfacht. Das Leder gehe nach China, Italien und Vietnam, wo Schuhe auch für den europäischen Markt produzieren werden.

Rund 80 Prozent der abgeholzten Urwaldfläche im Amazonasgebiet werden als Weideland für die Rinderzucht verwendet.

Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind in den Wäldern des Amazonasgebietes 80 bis 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Die Zerstörung des Waldes würde dem circa 400-fachen CO2-Jahresausstoß von Deutschland entsprechen.

Schon jetzt ist Brasilien der viertgrößte Klimaverschmutzer der Welt. Rund 75 Prozent der brasilianischen Treibhausgasemissionen stammen aus der Zerstörung der Wälder. Bis Juli 2008 sind 74 Millionen Hektar Regenwald, knapp 20 Prozent der ursprünglichen Fläche und die doppelte Fläche Deutschlands, vernichtet worden.

Quelle: Entwicklungspolitik Online

Regenwald zu Hackfleisch gemacht!

Im Januar 2008 musste die brasilianische Regierung einräumen, dass sich die Erfolgszahlen der Entwaldungssaison 2006/7 nicht wiederholen werden. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine drastische Erhöhung der Entwaldung hin. Die Hauptursache ist die Anlage von Viehweiden

„Die Verwüstung beginnt damit, dass Holzfäller ausgesuchte Bäume mit Motorsägen fällen. Dann reißen Traktoren die restlichen Bäume nieder. Schließlich wird Feuer gelegt, um das Gebiet zu säubern und zur Verwendung als Viehweide vorzubereiten“ (Folha de São Paulo vom 26.01.2008).

Die Zahl der Rinder ist in Amazonien  zwischen 1990 und 2000 von 26 auf 57 Millionen und zwischen 1992 und 2006 - die letzten offiziellen Zahlen stammen aus diesem Jahr - von 34 Millionen auf 73 Millionen gestiegen. Zwischen 2000 und 2006 hat sich fast die gesamte Expansion des Sektors in Amazonien abgespielt. Und im letzten Jahr ist Brasilien zum weltgrößten Exporteur von Rindfleisch aufgestiegen. Offensichtlich hat dieser Sektor eine neue Dynamik gewonnen. Die Studie benennt dafür folgende Ursachen:

  • die nach wie vor günstigen Bodenpreise in Amazonien

  • die Intensivierung der Landwirtschaft in anderen Landesteilen und die Expansion von Soja und Zuckerrohr führen zur Umwandlung von Weiden in Agrarflächen in anderen Landsteilen und drängen somit die Viehzucht Richtung Amazonien.

Nach den Zahlen des brasilianischen Statistikamtes IBGE sind 74% der entwaldeten Fläche Amazoniens durch Rinderweiden genutzt. Schon im Jahre 2000 hatte die Weltbank konstatiert, dass 77,4% der entwaldeten Flächen von Weiden bedeckt waren und nur 10% für einen Anbau genutzt wurden. Der Rest scheint ungenutzt.

Größter Fleischabnehmer ist die EU. Der Anteil der EU am Kauf brasilianischen Rindfleisches stieg zwischen 1990 und 2001 von 40 auf 74 Prozent. 

 

Quellen:

  1.  Rettet den Regenwald e.V. http://www.regenwald.org/rdr_neu/presseberichte.php (26.01.2006 21:34)

  2. Thomas Fatheuer: Die Ursachen der Entwaldung in Amazonien. Ein kurzer Überblick, in: Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E), Luxemburg, 2.3.2008 (www.weltwirtschaft-und-entwicklung.org)

Deutschland im Waldschutz kein Vorreiter

Die internationale Waldschutzorganisation Global Forest Coalition (GFC) macht in einem Bericht darauf aufmerksam, dass Deutschland beim Waldschutz auch vor der eigenen Haustür kehren muss. Der Druck der Forstindustrie in Deutschland sei gestiegen, die Artenvielfalt gesunken.

Dem Bericht zufolge sind in 22 Mitgliedsländern der weltweiten Artenschutzkonvention  die ökologischen Regeln für private Waldbesitzer nicht bindend. 27 Prozent des deutschen Waldes besteht aus Monokultur. Der aktuelle Waldzustandsbericht des BUND offenbart, dass über zwei Drittel des deutschen Waldes sichtbar geschädigt sind,  mehr als ein Viertel davon schwer. Zudem sind laut Bundesumweltministerium 33 Prozent der Tier- und 26 Prozent der heimischen Pflanzenarten bestandsgefährdet.

Ende 2007 hat das Bundeskabinett die nationale Biodiversitätsstrategie beschlossen. Demnach soll der Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Entwicklung - also ohne Belastung durch die Forstwirtschaft - bis 2020 auf fünf Prozent wachsen. Heute macht die Fläche nur rund ein Prozent aus. Die Forest Coalition hält zehn Prozent für notwendig.

Quelle: taz vom 25.5.08

Finnlands letzte Urwälder werden weiter zu Papier verarbeitet

Bis auf einen Rest von 5 Prozent sind Finnlands Urwälder abgeholzt. Ihr Erhalt ist Lebensbedingung für die von der Rentierzucht lebenden Sami sowie für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Dennoch schlägt das staatliche Forstunternehmen Metsähallitus weiter Holz in Urwälder ein. Das Holz  wandert fast ausschließlich in die Papierherstellung. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland

Quelle: Greenpeace Faltblatt "Rettet die letzten Urwälder" 9/2004

 

Hälfte der Wälder weg

Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte hat sich die Waldfläche von 6 Milliarden auf 3,9 Milliarden Hektar reduziert. In 29 Ländern gingen seit dem 16. Jahrhundert mehr als 90 Prozent des Waldes verloren. In den 1990er Jahren nah die Waldfläche weltweit um 4,2 Prozent. In den  reichen  Industrieländern waren 2001 ein Fünftel der untersuchten Baumkronen geschädigt.

(Le Monde Diplomatique März 2005)

 

 

Jede Minute...

Jede Minute verliert der Amazonas-Regenwald eine Fläche von sieben Fußballfeldern

(Vista Verde News 4.8.05)

 

Entwaldung immer schneller

Fast 20 Prozent des Amazonasregenwalds sind in den letzten 40 Jahren gefällt worden. Das ist mehr als in den gesamten 450 Jahren seit Beginn der Kolonialisierung durch die Europäer. Möglicherweise liegt der Prozentsatz noch weitaus höher, denn in dieser Zahl ist der selektive Holzeinschlag nicht mitgerechnet, der erhebliche Schäden verursacht, aber weniger leicht festzustellen ist als Rodungen.

Forscher befürchten den Verlust weiterer 20 Prozent des Regenwalds in den nächsten zwei Jahrzehnten.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird die Ökologie der Region aus den Fugen geraten. Durch die Feuchtigkeit, die das Amazonasgebiet in die Atmosphäre abgibt, produziert es die Hälfte der dortigen Niederschläge. Verhindert die Abholzung ausreichende Regenfälle, werden die restlichen Bäume eingehen. Wo der globale Klimawandel die Austrocknung verschlimmert, kommt es zu extremen Dürren, durch die verheerende Waldbrände drohen. 2005 erlebte das Amazonasgebiet bereits eine solche Dürre. Flusspegel sanken um bis zu zwölf Meter.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,456376,00.html (5.12.07 10:20 Uhr)

 

In 40 Jahren die Hälfte er Regenwälder

Seit 1945 wurde die Hälfte der Regenwälder vernichtet

Quelle:  Freitag, 01.07.2005 Torsten Engelbrecht

 

Palmöl frisst Regenwald

In Südostasien fressen sich unerbittlich mehrere 1.000  Quadratkilometer große Palmöl-Plantagen in die Wälder - mitfinanziert mit Krediten von deutschen Banken und abgesichert durch staatliche Hermes-Bürgschaften Deutschlands. Das Palmöl gelangt in Kosmetika oder Lebensmittel, die vor allem in den reichen Ländern konsumiert werden.

Quelle: Rettet den Regenwald e.V. http://www.regenwald.org/rdr_neu/presseberichte.php (26.01.2006 21:34)

 
     

Der Erde die Bäume vom Kopf gegessen!

In Zentralamerika wurden innerhalb der vergangenen 40 Jahre 40 Prozent des gesamten Regenwaldes gerodet bzw. abgebrannt, hauptsächlich um Weideland zu erhalten oder Futtermittel anzubauen

Quelle: World Watch Magazine, July/August 2004, Volume 17, No. 4

 

Entwurzelung durch Bodenerosion

Man schätzt, dass mindestens 65 % der Bevölkerung Afrikas unter den Folgen von Landverödung zu leiden haben. In Afrika südlich der Sahara gehen Jahr für Jahr mindestens drei Prozent des landwirtschaftlichen Bruttoinlandsprodukts infolge von Boden- und Nahrungsmittelverlusten verloren. 

 

Quelle: Batho Pele - Die Menschen zuerst 00/00

 

Die Hälfte wird zu Papier verarbeitet

Die Produktion von Papier ist für 50 Prozent der weltweiten Abholzungen von Wäldern verantwortlich. Immer mehr intakte Ökosysteme werden in Zellstoff-Monokulturen umgewandelt. Einheimische Tiere und Pflanzen finden in solchen "grünen Wüsten" keinen Lebensraum mehr. Oft verlieren auch Menschen ihren Lebens- bzw. Wirtschaftsraum. Für die deutsche Papier- und Zellstoffproduktion werden jährlich weltweit 590.000 Hektar Wald gerodet. Das entspricht der doppelten Fläche des Saarlandes. Deutschland importiert Papier und Zellstoff aus 130 Ländern, nur sechs Prozent des in Deutschland verbrauchten Zellstoffs stammt aus dem Inland. Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA) und Urgewald fordern die privaten Haushalte und  Großverbraucher in Deutschland auf, den Papierverbrauch zu halbieren und wieder mehr Recyclingpapier zu nutzen. Seit seinem Boom in den 80er Jahren ist der Verbrauch von Recyclingpapier in Deutschland um 80 Prozent zurück gegangen.

 

Quelle: Taz vom 25. 1. 2006

 
 

In 15 Jahren Waldfläche der dreifachen Ausdehnung Deutschlands vernichtet

Jedes Jahr gehen weltweit etwa 14 Millionen Hektar Wald verloren. Allein zwischen 1990 und 2005 ist damit weltweit eine Waldfläche von mehr als der dreifachen Größe Deutschlands vernichtet worden. Das entspricht etwa drei Prozent der weltweiten Waldflächen.

Quelle: BfN Pressemitteilung vom 21.03.07