|
|
Zukunftsfähigkeit braucht die Möglichkeit, ... |
Brandenburger entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationstage (BREBIT) 2007:
Machen Sie mit beim globalen Gesundheitscheck!
|
|
... die Gesundheit schützen, und auch mit Gebrechen würdevoll leben zu können. |
|
Gesundheitsversorgung für viele Menschen immer noch unerreichbar1,3 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer ausreichenden Gesundheitsversorgung. Einem Fünftel der Weltbevölkerung bleibt das Menschenrecht auf gesundheitliche Versorgung verwehrt. Auch in Deutschland haben arme Menschen haben eine um sieben Jahre geringere Lebenserwartung als wohlhabende Menschen. Die meisten Kranken gibt es in armen Ländern. Für sie stehen die wenigsten Medikamente zur Verfügung. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen in den Entwicklungsländern an Lungenentzündung, Tuberkulose, Malaria oder Aids, weil sie nicht einmal den Zugang zu den allerwichtigsten Medikamenten haben. Die Pharmaindustrie forscht vorrangig an Lifestyle-Medikamenten wie Abspeckpillen, Potenz- und Haarwuchsmitteln oder an Krankheiten, die Profit versprechen. Fast 90 Prozent der weltweit produzierten Arzneimittel werden in Europa, Nordamerika und Japan verkauft. 40 Millionen Menschen weltweit sind HIV-positiv. Die meisten von ihnen leben in armen Ländern. Nur drei von vier Aids-Opfern werden nach Angaben der WHO behandelt. Patentlaufzeiten von über 20 Jahren verteuern den Preis und verknappen so die Herstellung von lebenswichtigen Arzneimitteln. Jährlich entstehen rund 4.700 Tonnen Müll aus nicht verbrauchten Arzneimitteln im Gesamtwert zwischen vier und fünf Milliarden Euro. (Quelle: BUKO Pharma-Kampagne 2006) |
|
HIV-Neuinfektionen steigen wiederGegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der HIV-Neuinfektionenin Deutschland im ersten Halbjahr 2005 um ein Fünftel gestiegen. Immer mehr Medikamente verführen offenbar zu Unvorsicht und Selbstüberschätzung.
Quelle: taz 6.10.05 |
|
Schätzungsweise 90.000 AIDS-Waisen in MosambikMosambiks Kinder wachsen mit AIDS auf, viele haben Mutter und Vater verloren. Schätzungsweise 90.000 AIDS-Waisen gibt es in Mosambik. Fast 16 Prozent der Menschen sind HIV-positiv. Obwohl eine Studie zeigt, dass das Wissen über AIDS seit 2000 stetig zugenommen hat, stiegt der Zahl in nur fünf Jahren um fünf Prozent. Das Erreichen des Millenniumszieles Nummer 6, das eine Trendumkehr bei der Ausbreitung von AIDS anstrebt, droht an den Lebensbedingung in Mosambik zu scheitern. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Löhne niedrig. Viele Männer sind gezwungen, weit entfernt von Frau und Kindern Arbeit anzunehmen. Familien und Gemeinschaften werden immer brüchiger, während die Armut mancherorts sogar zunimmt. Grad Wanderarbeiter oder Arbeiter von Großbaustelen suchen Zerstreuung im gekauften Sex. Für viele Frauen sichert Prostitution das Überleben. In der Gegend um die Großbaustelle der Sambesi-Brücke ist jede fünfte Frau vom HIV Virus infiziert. Immer mehr Kinder sind nun auf die Hilfe von Verwandten angewiesen oder müssen sich gar alleine durchs Leben schlagen. |
|
Dickes Deutschland!Wie ihre amerikanischen Kollegen werden auch die deutschen Arbeitnehmer zunehmend dicker, kümmern sich weniger um ihre Fitness, rauchen immer noch und trinken viel zu viel. Sie geraten deshalb schneller in Stress und werden so insgesamt anfälliger für das, was wir gerne als Wohlstandskrankheiten bezeichnen. Erkrankungen etwa wie Typ-2-Diabetes, Herz- oder Lungenerkrankungen wie Asthma, Krebs, Schlaganfälle, Depressionen und allgemeiner Konzentrationsmangel.
(...) Obwohl die Deutschen nicht ganz so dick sind wie die Amerikaner, von denen man rund ein Drittel als stark übergewichtig bezeichnen kann, schließt Deutschland hier sehr schnell auf. Jeder fünfte Arbeitnehmer hat mittlerweile Übergewicht. Deutsche gehören zu den dicksten Menschen in ganz Europa. Im Gegensatz dazu ist die Quote der Übergewichtigen in Japan und Korea nur 3,2 Prozent.
Quelle: Handelsblatt Nr. 047 vom 07.03.06 Seite 11, 07.03.2006 |
|
Ein Viertel sind RaucherIm Jahre 2003 waren 25 Prozent der Menschen in Deutschland Raucher, in den USA waren es in dem Jahr 17 Prozent.
Quelle: Handelsblatt Nr. 047 vom 07.03.06 Seite 11, 07.03.2006 |
|
Depressionen machen arbeitsunfähig
Depressionen sind eine Ursache dafür, dass sieben Prozent der Arbeitnehmer früher in Rente gehen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für psychische Erkrankungen auf mehr als 2,5 Milliarden Euro allein an Produktionsausfällen.
Quelle: Handelsblatt Nr. 047 vom 07.03.06 Seite 11, 07.03.2006 |
|
Gesundheit kostetDie Gesundheitskosten steigen derzeit in den USA um 14 Prozent im Jahr auf die Summe von 1,7 Billionen Dollar. Das sind 15,3 Prozent des Bruttosozialprodukts. Große Unternehmen wie General Motors fürchten, dass die explodierenden Gesundheitskosten ernsthaft ihr operatives Geschäft in den nächsten Jahren gefährden könnten. GM bezahlt zurzeit 1525 US-Dollar allein für Gesundheitskosten pro produziertes Auto, mehr als für den verarbeiteten Stahl pro Wagen.
Quelle: Handelsblatt Nr. 047 vom 07.03.06 Seite 11, 07.03.2006 |
|
Krank durch LebensmittelfarbenExperten der Universität Southhampon haben einer Gruppe von Drei- bis Neunjährigen über einen längeren Zeitraum Lebensmittel mit bestimmten Azofarbstoffen in Mengen zu essen und zu trinken gegeben, wie sie ein durchschnittliches Kind im Alltag konsumiert. Eine andere Testgruppe wurde von diesen Lebensmitteln ferngehalten. Ein Ergebnis der Untersuchung: Azofarbstoffe beeinflussen bei vielen Kindern Konzentration, Schlafqualität oder aggressives Verhalten signifikant negativ. Damit konnten Zweifel an früheren Studien ausgeräumt werden, die zu dem gleichen Ergebnis gekommen waren. Vor allem Süßigkeiten, Snacks und Limonade enthalten die Azofarbstoffe Tartzin (E102), Cochenillerot (E124), Gelborange (E110), Azorubin (e122), Chinolingelb (E104)und Allurarot (E129). Fast 40 Prozent der Lebensmittel auf dem kindlichen Speiseplan sind nach einer Analyse der britischen Verbraucherorganisation Food Commission mit diesen Zusatzstoffen versehen. Wer die Zusatzstoffe sicher vermeiden will, ist auf Bioprodukte angewiesen wo der Einsatz dieser Zusatzstoffe verboten ist. Wer als Bio-Hersteller nicht darauf verzichten möchte, Lebensmittel zu färben, kann auf eine große Palette natürlicher Pflanzen- und Fruchtauszüge zurückgreifen. Schwarze Johannisbeere und Holunder etwa färben Bio-Bonbons dunkelblau, Auszüge aus Maracuja orange und aus Granatapfel rötlich. Quelle: Schrot&Korn September 2007 |
|