Bedrohte Zukunft |
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... der Frösche |
![]() Vom Aussterben bedroht: |
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Um die weltweite Bedrohung der Amphibien hinzuweisen hatte die Naturschutzorganisation IUCN 2008 zum "Jahr des Frosches" ausgerufen. Magenbrüter-Frosch Rheobatrachus Silusm nahm Geheimnis ins GrabDie UNO beklagt jüngst das Ableben des Magenbrüter-Frosches rheobatrachus silusm im australischen Urwald. In Trauer waren auch Forscher der pharmazeutischen Wissenschaft. Sie hatten bemerkt, dass das Weibchen von Rheobatrachus silus die gelegten Eier verschluckt, im Magen ausbrütet und nach geraumer Zeit winzige Frösche ausspuckt. Sie fanden auch heraus, dass die Kaulquappen mittels einer Substanz die Magensäureproduktion der Mutter blockieren. Doch bevor die Wissenschaft die chemische Zusammensetzung dieses Magensäurehemmers ergründen konnte, verschied die Froschart. Mit ihr ging die Hoffnung der Pharmaindustrie, ein Mittel gegen Magengeschwüre aus dem Froschnachwuchs zu entwickeln.
Mehr als 120 Amphibienarten ausgestorbenVon etwa 6000 beschriebenen Amphibienarten sind 50 Prozent vom Aussterben bedroht. 33 Prozent gelten als gefährdete und 23% Arten, von denen die Daten fehlen, gelten als gefährdet sind; etwa 3000 Arten sind in Not. 122 Arten gelten als ausgestorben. Bei 500 Amphibienarten kann die gegenwärtige Bedrohung nicht schnell genug gemindert werden, um das Aussterben zu verhindern; Arten, die Intervention durch Ex-Site benötigen. Hauptursache ist dabei die Zerstörung der Lebensräume, rund ein Drittel der ausgestorbenen Arten jedoch gehen auf das Konto tödlicher Hautinfektionen durch den Chytridpilz http://www.endangeredspeciesinternational.org
Verursacht Herbizid Froschsterben?Vermutet wurde, dass Ursache des kontinuierlichen Zurückgangs der Population von Fröschen und anderen Amphibien eine Seuche (Viren oder Pilze) sei oder dass die Kaulquappen die durch das Ozonloch verstärkte ultravioletter Strahlung nicht aushalten. Der Biologe Rick Relyea hat nun mit seinem Team von der University of Pittsburg zeigen können, dass das globale Froschsterben möglicherweise mit dem Herbizid Roundup, das weltweit am meisten verwendet wird, zusammen hängen könnte. Bislang war man davon ausgegangen, dass es für Amphibien unschädlich ist. Das Herbizid, das vom Konzern Monsanto vertrieben und auch in Verbindung mit resistenten genveränderten Pflanzen angeboten wird, ist für Kaulquappen hochgiftig. Roundup ist zwar nicht für die Anwendung im Wasser zugelassen, aber das Herbizid kann sich durch unbeabsichtigtes Versprühen auch in kleinen Feuchtarealen ansammeln, in denen Kaulquappen heranwachsen. Für ausgewachsene Frösche ist das Herbizid, das auch Gartenbesitzer zur Bekämpfung von Unkraut einsetzen, ebenso gefährlich. Wird die von Monsanto empfohlene Menge verwendet, sterben bis zu 86 Prozent der Frösche, die sich auf dem Trockenen aufhalten, innerhalb eines Tages. Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine Chemikalie, die entwickelt wurde, um Pflanzen abzutöten, innerhalb von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag 79 Prozent aller Frösche tötete. Frühere Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass nicht das aktive Herbizid Glyphosat in Roundup die Amphibien tötet, sondern der Wirkstoff Tallowamin, der hinzugefügt wird, damit das Herbizid in die Blätter der Pflanzen eindringt. Glyphosat, das sich biologisch abbauen soll, ist für viele Pflanzen toxisch, angeblich aber nicht für Tiere und den Menschen. Roundup, das seit 1974 auf dem Markt ist, ist das gewinnträchtigste Produkt von Monsanto. Zudem ist es eng verknüpft mit dem vom Konzern entwickelten genveränderten Nutzpflanzen. Diese enthalten ein Bakterieengen, das sie gegen Roundup schützt. So sollten weniger Herbizide als beim Anbau konventioneller Sorten angewendet werden müssen. Beobachtet wurde allerdings auch bereits, dass manche "Unkräuter" gegen Roundup resistent wurden und es dann doch wieder vermehrt eingesetzt werden muss oder gar nicht mehr hilft.
Monsanto wendet gegen die Studie ein, sie sei nicht unter
"realistischen" Bedingungen erfolgt. So sei Roundup eben nicht für die
Anwendung über Wasser vorgesehen, dafür gebe es andere, spezifische
Produkte. Allerdings heißt es in einem Flyer von Monsanto: "Keine
Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern". Relyea entgegnet
folglich,
dass er untersucht habe, wie unbeabsichtigtes oder nicht vermeidbares Versprühen über eine Wasserfläche von 1.000 Liter wirkt.
Quelle: http://www.amphibienschutz.de/
Aga-Kröten verursachen Todeswelle bei SüßwasserkrokodilenForscher der University of Sydney haben einen teilweise massiven Bestandsrückgang bei den Australienkrokodilen (Crocodylus johnsoni) im Northern Territory beobachtet. Dafür verantwortlich sei die giftige Aga-Kröte (Bufu marinus), eine invasive Art, die in den 1930er Jahren von Südamerika nach Nordaustralien eingeführt wurde. Aus einigen tausend eingeführten Kröten, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung auf den australischen Zuckerrohrplantagen dienen sollten, sind Schätzungen zufolge nunmehr über 100 Mio. Tiere geworden. In einigen Landesteilen zählen die Kröten gar zu den häufigsten Wirbeltierarten. Quelle: Umweltschutz-NEWS.de-LETTER Nr. 18/2008 bis 26/2008
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