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Ostroute der Weißstörche

Orte zukunftsfähiger Entwicklung

 

 

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Weißstörche in Bulgarien

INHALT

Weißstörche  ::  WOW-Wings over Wetland / Zugvogelschutz :: Belozem Europäisches Storchendorf des Jahres :: Staat unterstützt Biokost :: Öko-News Bulgarien

 

FUTURE-LINKS Bulgarien

Vielfalt erhalten / Natur schützen ::  Basisinformationen zu Bulgarien :: Vogelschutzprojekte  :: Frieden und Würde ::

Briefmarken mit Vogelmotiven in Bulgarien

 

 

 

Zugvogeltransitland Bulgarien

Bulgarien befindet sich auf einer stark frequentierten Strecke entlang der Ostroute der Zugvögel. Schon Aristoteles beschrieb zwei der wichtigsten Vogelrouten, die durch das Territorium des heutigen Bulgariens verlaufen. Das sind Via Pontica, entlang der Schwarzmeerküste und nach ihm benannte Via Aristotelis, entlang der Flüsse Struma und Mesta. Darüber hinaus gibt es in Bulgarien auch kleinere Vogelrouten. Mehr als 110 Vogelarten fliegen zwei Mal im Jahr über das Land, darunter knapp 30 Raubvogelarten, zwei verschiedene Wildstorcharten, sowie Pelikane und Singvögel.

 

Gefahr im Verzuge

Über die bulgarische Küstenregion fliegen die gesamte europäische Population des Rosa Pelikans und fast die Hälfte einer seltenen Raubvogelart. Rund 80 der gesamten Weißstorchpopulation weltweit überfliegt zweimal jährlich Bulgarien.  Um die Rastplätze der Vögel zu erhalten, dürften Baumaßnahmen in Regionen, über die sie fliegen, nicht zu starke Ausmaße annehmen. Die meisten Gebiete befinden sich entlang der nördlichen Schwarzmeerküste Bulgariens, in der Nähe der Städte Kaliakra und Baltschik und um den Seen bei Durankulak und Schabla, sowie bei Kap Emine und um Sosopol herum. Dass alle, von den Naturschützern und den Wissenschaftlern gewählten Gebiete mit Ausnahme der Atanassow-See aus dem Schutzgebet-Netz „Natura 2000“ ausgeschlossen wurden beunruhigt deshalb viele Naturschützerinnen und Naturschützer. Eine Gefahr für die Zugvögel stellt sowohl der unkontrollierte Ausbai des Massentourismus als auch der geplante Bau von Windkraftanlagen an der bulgarischen Schwarzmeerküste dar. Die willkürlichen Bauarbeiten in den letzten Jahren dort haben bereits zu einer Reduzierung der Natur in diesem wichtigen für die Zugvögel Gebiet unseres Landes geführt. (Quelle: Radio Bulgarien)

 

Weißstörche in Bulgarien

Im Zeitraum 1994/95 betrug die Gesamtzahl der Weißstorch-Brutpaare in Bulgarien betrug 4227 Horstpaare. Mehr als ein Drittel der Bulgarischen Weißstorchpopulation war im Westen des Landes (Bezirke Montana und Sofia) konzentriert, nur 14,4% aller Nester wurden in Nordost-Bulgarien (Bezirke Varna und Russe) gefunden. Die durchschnittliche Populationsdichte (StD) in Bulgarien betrug während des Zeitraums der Bestandserfassung 78,8% aller Paare brüten in Höhen von 50 bis 499 m über dem Meeresspiegel, während nur 0,2% in Höhen zwischen 1000 und 1300 m nisten. Das höchstgelegene besetzte Nest wurde im Dorf Ravnogor (Bezirk Pazardzhik) gefunden, in einer Höhe von 1300 m.

Der durchschnittliche Bruterfolg (JZa) variiert in den verschiedenen Teilen des Landes von 0 (Bezirk Smolian, Süd-Bulgarien) bis 3,3 (Bezirk Iambol, Südost-Bulgarien). 46,4% aller Nester befanden sich auf Elektromasten, 25,8% auf Bäumen, 24,1% auf Gebäuden und 1,9% auf künstlichen, speziell für den Weißstorch errichteten Nistplattformen. Die übrigen Nester stehen auf Denkmälern, verlassenen Baukränen und anderen Konstruktionen.


Zum Zeitpunkt des Herbstzuges der aus dem Norden kommen Störche , die hier nur kleine Stopps einlegen, haben die Bulgarischen Störche das Land bereits verlassen.

 

Quelle: NABU. Weißstorch in Bulgarien

 

Belozem Europäisches Storchendorf des Jahres

 

Im Jahr 2005 hat Euronatur die Auszeichnung an den 5.000-Einwohner-Ort Belozem am Rand der Maritsa-Auen in Südbulgarien verliehen. 23 Weißstorch-Paare haben dort in diesem Jahr 59 Junge großgezogen. Allein auf dem Schulhaus drängen sich 14 Storchennester. Große Teile der Gemeindefläche befinden sich in den Überschwemmungsflächen der Maritsa, des größten inländischen Flusses Bulgariens. Hier herrschen noch paradiesische Bedingungen für Weißstörche und viele andere Arten: Das Europäische Storchendorf 2005 liegt inmitten von extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen, Weiden und Reisfeldern. Auf der Gemarkung Belozem gibt es 700 Hektar Reisfelder, die von den Weißstörchen als Nahrungsflächen genutzt werden. Mehr als die Hälfte dieser Flächen sind potenzielle Natura-2000-Gebiete.

 

300 Menschen feierten die Storchendorfauszeichnung.

 

Quelle: Euronatur

Wings Over Wetlands (WOW) - Schutz des internationalen Vogelzugs in Bulgarien

Das neue EU-Mitglied Bulgarien beteiligt sich neben weiteren 118 Staaten aktiv an WOW, dem Projekt zum Schutz der afrikanisch-eurasischen Zugvogelrouten, das von 2007 bis 2010 stattfinden wird. WOW ist ist das größte internationale Projekt zur Erhaltung der Feuchtgebiete und zum Schutz der wandernden Wasservögel, das jemals in der afrikanisch-eurasischen Region durchgeführt wurde. Das mit zwölf Millionen Dollar ausgestattete Projekt hat zum Ziel, ein Netzwerk von Feuchtgebieten zu erhalten, das die Zugvögel in Afrika, Europa, dem Nahen Osten, Zentralasien, Grönland und Kanada überfliegen und nutzen.

Durch Wings Over Wetlands werden die internationalen Anstrengungen zum Schutz der Wasservögel und wichtiger Feuchtgebiete in Afrika und Eurasien verstärkt. Im Rahmen des Projektes wird ein neues internetbasiertes Informationsportal eingerichtet, das zuverlässige Daten über die Flugrouten liefert. Die dabei gesammelten Informationen werden dazu beitragen, Herausforderungen wie die Vogelgrippe und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Flugrouten der Zugvögel besser zu verstehen.

Die Bulgarische Gesellschaft zum Schutz der Vögel nimmt als bulgarischer Partner von BirdLife International an der Erforschung und dem Schutz der Zugwege entlang von Schwarzmeerküste und Donau teil. Für große Teile der weltweiten Populationen von Weißstorch und Schreiadler, die “via Ponticum” zwischen Europa und Afrika ziehen, trägt Bulgarien eine maßgebliche Verantwortung.
Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.flywaysproject.org/

ÖKO-LANDBAU

REGIERUNG UNTERSTÜTZT  ÖKO-ANBAU

Das bulgarische Landwirtschaftsministerium kündigte an, die ökologische Landwirtschaft und die Nahrungsmittelverarbeitung im Jahr 2007 mit ca. 12,6 Millionen Euro zu unterstützen, um den inländischen Markt anzukurbeln und Anteile am europäischen Markt zu gewinnen.

Entsprechend den strategischen Zielen des nationalen Plans sollen bis 2013 rund 8 % der landwirtschaftlichen Fläche Bulgariens ökologisch bewirtschaftet werden (2005 waren es ca. 0,3 % bei 9.600 ha). 3 % des Lebensmittelkonsums sollen bis dann ökologisch sein, berichtet Ekoconnect im neuesten Newsletter.

Die Gesetzgebung, Bildungsarbeit, Forschung und Zertifizierung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft werden in den nächsten Jahren verbessert. Die bulgarische Gesetzgebung hinsichtlich genetisch veränderter Organismen ist bereits sehr restriktiv, wodurch Konflikten zwischen ökologischen und konventionellen Landwirten vorgebeugt wird.

Quelle: bio-fach Newsletter Nr. 157, 19.10.2007

Bio-Fläche in Bulgarien 2007 stark gestiegen

2007 ist die zertifizierte Bio-Nutzfläche in Bulgarien auf 167.741 Hektar gewachsen. 93 % davon war Grünland. Auf den verbleibenden 11.000 Hektar spielt der Anbau von Obst sowie Heil- und Gewürzpflanzen die größte Rolle.

Zu der landwirtschaftlichen Nutzfläche kommen laut Foa Bioselena, der bulgarischen Stiftung für ökologischen Landbau, knapp 242.000 Hektar zertifizierte Fläche für Bio-Wildsammlung von Kräutern und Beeren.

Prämien für Bio-Flächen führten 2007 zu dem starken Anstieg des zertifizierten Bio-Grünlands auf 155.792 Hektar. Da sich die Flächen noch in der Umstellungsphase befanden und Verarbeitungsmöglichkeiten für tierische Bio-Produkte fehlten, stieg die Zahl der Bio-Tiere dagegen nur leicht. Die bulgarischen Betriebe hielten im vergangenen Jahr 395 Bio-Rinder, 1.690 Bio-Schafe und 1.058 Bio-Ziegen.

Für die kommenden Jahre zeichnen sich höhere Exporte von verarbeitetem Beerenobst und frischem Steinobst wie Aprikosen und Pfirsiche aus neu umgestellten Bio-Obstflächen ab.

Quelle Bio-Markt info Bio-Markt.Info - Onlinemagazin für den Naturkosthandel vom 23.06.2008

Öko-News Bulgarien

RWE will 1,5 Milliarden in Erdbeben-AKW investieren

Am Freitag, den 3. Oktober 2008 hat RWE den Zuschlag für eine 49 prozentige Beteiligung an dem umstrittenen Kernkraftwerk Belene erhalten. Der Projektstandort liegt in einer seismisch aktiven Zone im Norden Bulgariens, nur wenige Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt. Es handelt sich um den ersten Neubau eines russischen Reaktor-Typs innerhalb der EU.

Umweltorganisationen halten Belene für eines der gefährlichsten Atomkraftwerke, die derzeit in Europa in Angriff genommen werden. Sie verweisen auf die bewegte Geschichte des Vorhabens, das Anfang der achtziger Jahre konzipiert und nach der Demokratisierung Bulgariens zunächst eingestampft wurde. 1983 haben selbst sowjetische Wissenschaftler gegen den Bau eines Atomkraftwerks an diesem Standort gewarnt. Schließlich ist die Region um Belene 1977 von einem starken Erdbeben erschüttert worden und nur wenige Kilometer vom geplanten AKW-Standort sind 120 Menschen umgekommen.

Tatsächlich wäre Belene das erste Atomkraftwerk, das RWE außerhalb Deutschlands betreibt. Für den Bau des Kraftwerks werden sieben Milliarden Euro veranschlagt. Davon soll RWE 1,275 Milliarden Euro als Eigenkapital und weitere 280 Millionen Euro als Kredit einbringen. Zuvor muss allerdings die geplante Investition vom RWE-Aufsichtsrat abgesegnet werden. Dort zeichnet sich jedoch Widerstand ab. So schrieb die Welt am 18.4.2008, kurz nach der Aktionärsversammlung von RWE: „Nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen hätten die kommunalen Anteilseigner der RWE als auch Arbeitnehmervertreter heftige Kritik am Projekt geäußert. Weder die russische Atomtechnik noch der Standort - ein Erdbebengebiet - sei sicher genug, um ein solch komplexes Projekt zu verwirklichen."

Bislang betreibt RWE nur in seinem Heimatmarkt Atomreaktoren. In Bulgarien gibt es keine gewachsene Sicherheitskultur. Der bulgarische Energieversorger NEK z.B. hat angekündigt, dass bulgarische Firmen Aufträge für das Projekt ohne öffentliche Ausschreibungen erhalten sollen.

Der prominenteste Kritiker der RWE-Pläne ist Dr. Georgui Kastchiev, der ehemalige Chef der bulgarischen Atomaufsicht. Er berichtet, dass er noch im Juni 2008 RWE eindringlich vor einer Investition in Belene gewarnt habe. „Belene stellt ein nicht tolerierbares Sicherheits- und Umweltrisiko dar. Die fehlende Betriebserfahrung mit dem geplanten Reaktortyp, der Mangel an qualifiziertem Personal und effektiven Kontrollen wird zweifellos zu schlecht ausgeführten Bauarbeiten führen."

Quelle: Webpräsenz Urgewald 20.10.08

Mehr zum Thema Atomkraft

Vielfalt erhalten / Natur schützen

Ministry of Environment and Water of Bulgaria

Green Balkans

Biggest Bulgarian non-governmental nature-conservation organization. The organization was established in 1988

friends of the earth bulgaria

Nationalparks in Bulgarien (BulgarienWeb.de)

 

National Strategy for the Environment

and Action Plan 2000 - 2006

Semperviva

 Bulgarian Biodiversity Preservation Society

 

Basisinformationen zu Bulgarien

WIKIPEDIA

bulgarien insite Deutschsprachiges Bulgarien Portal

spiegel-online Länderlexikon

In Frieden und Würde leben

ai-infos zu Bulgarien

Interaktionen für Zukunftsfähigkeit

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