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Ostroute der Weißstörche

Orte zukunftsfähiger Entwicklung

 

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Weißstörche in Ägypten 

INHALT

Weißstörche in Ägypten

Kinderarbeit auf Ägyptens Baumwollfeldern

Biobaumwolle in Ägypten

 

FUTURE-LINKS Ägypten

Basisdaten zu Ägypten

Natur und Umwelt

Rio+5 Report - Egypt

Nachhaltig(keit) Lernen

Interkulturelles Ägypten

Briefmarken mit Vogelmotiven Ägyptens

Ägypten ist für den Weißstorch  von internationaler Bedeutung. Ein Großteil der gesamten Weltpopulation überquert die Region jeweils im Frühjahr und Herbst. Nach Durchquerung der Halbinsel Sinai fliegen die Störche über den südlichen Teil des Golf von Suez, treffen bei Qena auf den Nil und folgen dann dem Verlauf des Nil bis zum Assuanstaudamm. Ein kleiner Teil der Störche folgt dann dem Nil Richtung Südwest, der weitaus größere Teil verlässt südlich von Assuan das Niltal und fliegt durch die Nubische Wüste.

Der erste systematische Weißstorchenzensus Ägyptens wurde im Oktober 1989 im Auftrage des Ras Mohammed National Parks als gemeinsame Initiative des Ägyptischen Umweltministeriums und der EU durchgeführt. Dabei fand man heraus, dass Ras Mohammed im südlichen Sinai im Herbst ein Flaschenhals im  östlichen Weißstorchenzugs darstellt.

Während des Zensus am 14. Oktober  wurden insgesamt 275.743 Individuen gezählt. Nach vorsichtigen Schätzungen dürften etwa 390.000 bis 470.00 Weißstörche das Gebiet überqueren. Ein hoher Prozentsatz davon landet an der Küste, und rastet dort bis zum nächsten Tag. Vorsichtig geschätzt handelt es sich dabei um etwa 190.00 bis 230.000 Weißstörche. Ras Mohammed wird deshalb in der Liste der "BirdLife International Important Bird Area (IBA)" aufgeführt..

Quelle: http://www.weissstorch.privat.t-online.de/zug-baha.htm

Kinderarbeit auf den

Baumwollfeldern Ägyptens

Mehr zum Thema Baumwolle

Auf einem Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Ägyptens wird Baumwolle angebaut. Die ägyptischen Baumwollexporte bringen 188 Mio. Euro pro Jahr ein. Dieses Geschäft sollte die Existenz der Bauern sichern. Leider ist genau der Gegenteil der Fall, die Bauer werden jedes Jahr arm und ärmer. Ihre baufälligen Bewässerungssysteme verrosten. Der Preis der Samen und des Düngemittels sind in die Höhe geschossen. Der Preis der Baumwolle ist gefallen, zum Teil wegen des Überangebots, aber auch weil die USA, der größte Baumwollproduzent der Welt, ihre Farmer großzügig subventioniert. Somit können die amerikanischen Farmer ihre Baumwolle für ein sehr niedrigen Preis verkaufen.

Auf den Baumwollfeldern Ägyptens werden jährlich über eine Million Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren für verschiedene Tätigkeiten engagiert. Sie können sowohl bei der Ernte der Baumwolle, als auch bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. In den Sommermonaten müssen die Kinder bei 40 Grad Hitze mit der Hand Reihe für Reihe die Baumwollpflanzen nach einer Raupenart absuchen und die infizierten Blätter entfernen.

Die Verwendung von Kindern ist beliebt, weil die Stauden zu dieser Zeit noch relativ klein sind, und Erwachsene sich den ganzen Tag bücken müssten. Dennoch werden die Pflanzen immer noch vierzehn mal von der Ernte gespritzt, unter anderem mit Mitteln, die von der WHO als "äußerst gefährlich" eingestuft werden.

Kinder sind dabei in höherem Maß gefährdet, da ihre Organe für den Abbau von Schadstoffen noch nicht vollständig ausgebildet sind und die Aufnahme durch ihre dünnen Hautschichten erleichtert ist. Viele leiden folglich an chronischen Augenentzündungen, Nieren- und Leberproblemen oder Atemwegserkrankungen.
 

Alltägliche Gewalt

Laut einem kürzlich erschienenen Bericht der UNICEF, kriegen darüber hinaus eine große Mehrheit dieser Kinder oft eine Tracht Prügel von ihren Bauführern.

Eines zehnjähriger Junge berichtet:

"Unser Vorarbeiter ist noch relativ nachsichtig mit uns ... Wenn ein Kind absichtlich eine Staude auslässt, wird es geschlagen, aber nicht, wenn es versehentlich einen Fehler macht.

Er befiehlt ihm die Hände auszustrecken und schlägt mit seinem Stock darauf ein."

Quellen: http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/baumwolle.htm#egypt

blog aktiv-gegen-kinderarbeit.de am 11.06.08

Shaban Abdulal Zarhel lebt in einem baufälligen Haus entlang des Niltals mit seiner Frau und vier Söhnen. Alle vier Kinder müssen jeden Tag in den Baumwollfeldern arbeiten. Sie schuften bis 10 Stunden und verdienen nur 0.25 Euro pro Tag. Abdul Rachman, der jüngste Sohn Shabans, ist 7 Jahre alt und sieht ermüdet aus.

"Es ist mein Beruf, die Würmer von den Baumwollblättern zu entfernen. Es ist aber schwer. Die Würmer sind nicht leicht zu finden und die Erde ist trocken und verstaubt. In dieser drückenden Hitze ist mir übel, aber ich muss arbeiten. Meine Familie braucht Brot."

Laut Shaban Adulal, sind die Kinder die größten Opfer der Baumwollkrise.

"Statt in die Schule zu gehen, arbeiten sie jetzt auf den Feldern. Ich kann meine Kinder nicht mehr zur Schule schicken, sie müssen hier mit mir auf den Feldern arbeiten."
 

Nicht nur für die Störche ein Gewinn:

Biobaumwolle in Ägypten

Mehr zum Thema Biobaumwolle

Auf Farmen der von 20 Jahren gegründeten biologisch-dynamisch wirtschaftende Sekem-Initiative wird in Ägypten Bio-Baumwolle angebaut. Die Sekem-Initiative, die heute außer der "Mutterfarm" mehrere Firmen und soziale Einrichtungen umfasst, vermarktet Produkte von 150 Bio-Farmen mit einer Gesamtfläche von 2.500 ha. Teile dieser Flächen werden mit Baumwolle bebaut. Eine der Sekem-Firmen verarbeitet die Baumwolle vor Ort gleich weiter zur eigenen Marke "Cotton People Organic", die in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Alnatura vermarktet wird. Das spart Transportwege und schont die Umwelt.

Der Bio-Baumwoll Anbau wirkt auch auf den konventionellen Anbau positiv

Auf etwa einem Fünftel der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ägyptens wächst Baumwolle. Bis Sekem mit dem ökologischen Anbau begann, waren 18- 20 Pestizidbehandlungen, meist per Flugzeug, die Regel. Schon die erste Ernte der Bio-Baumwolle war ein Erfolg. Der finanzielle Ertrag lag 15-20% über dem konventionellen Durchschnitt, die Qualität war hervorragend. Die daraufhin folgenden Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium ergaben als ersten Schritt die Einstellung der Spritzungen aus der Luft auch im konventionellen Anbau.

Außerdem wurde geprüft, welche Methoden und Techniken auf den nicht-biologischen Anbau übertragbar sein könnten, mit dem Ergebnis, dass heute 400.000 ha "integriert" angebaut werden und somit den Menschen und der Umwelt über 30.000 Tonnen Pestizide im Jahr erspart bleiben.

 

FUTURE-LINKS ÄGYPTEN

 
 

 

 

 

 

Basisdaten zu Ägypten

Afrika-Start

Landeskundliche Informationsseiten (LIS) 

NAD Netzwerk Afrika Deutschland e.V.

Goethe-Institut in Alexandria

Spiegel-Online Länderlexikon

laenderkontakte.de

Auswärtiges Amt

Tägliche Presseschau der ägyptischen Zeitungen

Sympathie Magazin

Wikipedia-Länderinfos

 

Natur und Umweltschutz

Bird-Links Egypt

Birding Egypt

Bedrohte Arten in Ägypten

Omayed Biosphere Reserve (OBR)

Wadi Allaqi Biosphere Reserve

Importent Bird Areas in Ägypten

 

In Frieden und Würde gut leben können

Interaktionen für zukunftsfähige Entwicklung

ai.infos zu Ägypten

SEKEM-Projekt

Anbau Weiterverarbeitung von Bio-Baumwolle

unter Einhaltung hoher Standards

Misereor: Grundbildung für Frauen

In Ägypten kann jede/r Dritte nicht lesen und schreiben. Die Dunkelziffer liegt höher. Besonders betroffen sind Frauen, die auf dem Land leben.

LabourNetGermany Nachrichten

UNICEF kümmert sich um arbeitende  Kinder

und um Kinder mit Behinderungen

 

Deutsche und deutschsprachige Organisationen

Deutsche Evangelische Gemeinde Kairo

Deutschsprachige Katholische Gemeinde Kairo

GTZ in Ägypten

 

Nachhaltig(keit) lernen

Unterrichtsmaterial:

Land am Nil - Oasenwirtschaft und Bewässerung

Schülerinnen und Schüler lernen die Flussoase, die Nilschwelle und moderne Bewässerungsprojekte Ägyptens kennen. Dabei werden ausschließlich Materialien aus dem Internet - Satellitenfotos, Videos, Texte - eingesetzt.

Ägyptisches Kultur- und Bildungsbüro in Deutschland

Deutsche Evangelische Oberschule Kairo

Deutscher Akademischer Austauschdienst  DAAD Kairo

Deutsche Schule der Borromäerinnen Kairo

Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria

DIJA - Jugendpolitischen Informationen

 

Interkulturelles Ägypten

Schöpfungsmythen in Ägypten