Future-Fakten

Über den Schwarzstorch

 

Störche und andere (Zug-)Vögel

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Der scheue Bruder des Weißstorches bewohnt ausgedehnte, ungestörte Laubwälder mit vielen alten Bäumen. In Bächen und Tümpeln, Sümpfen und Feuchtwiesen in Waldnähe geht der große Schreitvogel  auf Nahrungssuche

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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Schwarzstorch aus weiten Teilen Deutschlands verschwunden, vor allem, weil er als Fischdieb bejagt wurde. Zudem gingen viele seiner Lebensräume verloren, weil Wälder und Wiesen immer intensiver bewirtschaftet wurden. Ab den 1940er Jahren brüteten in einigen Waldgebieten wieder vermehrt Schwarzstörche, aber erst in den 1980er und 1990er Jahren nahm die Zahl der Brutpaare stark zu. Die Wiederbesiedlung erfolgte von den östlichen Nachbarländern Deutschlands aus, in denen die Schwarzstorchbestände angewachsen waren.


Derzeit gibt es in Deutschland wieder etwa 420 Brutpaare vor allem in Mittel- und Südostdeutschland und Bayern. Entscheidend für die Wiederkehr des Schwarzstorchs war, dass er nicht mehr bejagt wurde. Dass der Storch mit dem grünlich schillernden schwarzen Gefieder in die heimischen Wälder zurückkommt, zeigt aber, dass sich die Qualität der Lebensräume verbessert hat. Die Fließgewässer sind sauberer und damit auch fischreicher geworden.


Die Wiederherstellung naturnaher Feuchtgebiete kam dem Schwarzstorch ebenso zugute wie die Ausweisung von Waldschutzgebieten. Viele Forstämter führen spezielle Artenschutzmaßnahmen für den Schwarzstorch durch. Alte Bäume werden stehen gelassen und Laubhölzer entlang von Fließgewässern angepflanzt. Da der Schwarzstorch sehr störungsempfindlich ist, werden die Brutplätze z.B. durch die staatlichen Vogelschutzwarten betreut. In Schutzzonen um die Horstbäume werden forstliche und jagdliche Maßnahmen sowie Freizeitaktivitäten eingeschränkt bzw. unterbunden.

 

Eine Gefahr für den Schwarzstorch in der heutigen Zivilisationslandschaft stellen Stromleitungen dar.
Bei der Kollision mit Freileitungen kommen jedes Jahr während des Vogelzugs zahlreiche Schwarzstörche wie auch andere Großvögel zu Tode.

 

Quelle: Sie kommen wieder - Arten im Aufwind,

Broschüre des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Material:

 

Eine Medienmappe "Schwarzstorch" mit Texten, Folien und Dias ist ausleihbar bei:

Martin Hormann, Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarlad
Steinauer Straße 44
60386 Frankfurt/Main
Telefon: 069-42 01 0513
E-Mail: info@vsw-ffm.hlf-net.de