Future-on-Wings e.V.

Ostroute der Weißstörche

Orte zukunftsfähiger Entwicklung

(Wo ist die Ostzieherin Annamarie?

Überblick  Deutschland  Polen   Litauen  Lettland Estland   Russische Föderation Slowakische Republik   Tschechische Republik   Ungarn   Slowenien   Kroatien   Serbien und Montenegro   Bosnien und Herzegowina  Albanien   Bulgarien  Rumänien   Mazedonien   Griechenland  Türkei  Irak Iran  Libanon   Syrien   Israel   Palästina  Jordanien  Ägypten  Sudan  Tschad  Uganda   Kenia  Tansania  Malawi  Sambia  Simbabwe  Mosambik  Botsuana Namibia Südafrika Swasiland  Lesotho

 

Albanien

 

Mehr Informationen über vernachlässigte Nutztierrassen...

 

Rinder der Vergangenheit weisen in die Zukunft

Das Prespa Rind im

griechisch- albanischen

Grenzgebiet

Die Prespa-Senke bzw. das Prespa-Bassin liegt im Grenzgebiet dreier Länder (AL, GR, MK) und war lange Zeit militärisches Sperrgebiet. Bis vor kurzem gab es nur wenige menschliche Einflüsse von außen.

Leistungszucht war unbekannt, die lokale Rinderasse war optimal an die Verhältnisse angepasst und erbrachte die erwartete Leistung mit wenig Input. Das blaue kleinwüchsige Presparind kann sich sich wie Ziegen im Gelände bewegen. Doch in den letzten Jahren wurde es stark zurück gedrängt.

Im griechischen Psarades konnten anhand von historischem Fotomaterial noch rund ein Dutzend Tiere des alten Prespa-Typs erfasst werden. Weitere Tiere weichen nur wenig vom Phänotyp ab und kommen möglicherweise für eine Weiterzucht in Frage.

Doch in einer am großen Prespa-See gelegenen Region in Albanien, die durch eine bis zu 2500 m hohe Bergkette vom übrigen Land abgetrennt ist, haben die Hochleistungsrinder erst seit kurzem Einzug gehalten. Von ca. 1500 Kühen dürften noch 300-400 reinrassig sein. Es werden auch noch Zuchtbullen der alten Rasse gehalten. In FYR Makedonien kam das Prespa-Rind offenbar bis vor 2 Jahren noch in einem abgeschiedenen Gebiet direkt an der albanischen Grenze mit ca. 200 Tieren vor. Doch heute gibt es dort nur noch ein Dutzend Holstein Kühe.

 

Erhaltungsmaßnahmen

Soll die Rasse überleben, muss sie "zukunftsfähig" gemacht werden! Vor allem muss die bei den Bauern im Ansehen steigen. Es muss gezeigt werden, dass das Leistungsverhältnis Input-Output bei dieser Rasse sehr gut ist. Die Rasse ist für extensive Landwirtschaft und den Einsatz im Naturschutz geeignet.Dies ist wichtig, denn die Prespa-Seen sind ein Gebiet von überragender Bedeutung für den internationalen Naturschutz (u.a. Ramsar-Wetlands).

Im Rahmen des „Prespa-Parkes“ liegt denn auch eine Chance für die Zukunft der traditionellen Rassen, außer den Prespa-Rindern auch die ebenfalls gefährdeten Busha Rinder, die Liqenas Ziegen oder die Wasserbüffel, um die sich die Society for the Protection of Prespa sehr erfolgreich bemüht.

Im Prespa-Park müsste eine Kombination von Landwirtschaft und Naturschutz (Schutz/Nutzung) mit Vernetzung von Agrobiodiversität, Naturschutz und Rural Development eine Herausforderung angegangen werden. Inzwischen sind Schutzbestrebungen im albanischen Teil angelaufen. Der albanische Partner des VNetzwerkes zur Erhaltung vernachlässigter Nutztierrassen SAVE Albagene erhielt ein GEF Small Grant. Und SAVE selber engagiert sich vorerst bei der Neueinrichtung des Bullenmanagements.

Weblink: http://www.save-foundation.net/deutsch/PDF/Prespa_Rind.pdf

Die Arbeiten in Griechenland sind finanziert von der MAVA Stiftung, Montricher, jene in Albanien von der Heidehof Stiftung, Stuttgart, und der Sonnenwiese Stiftung, Vaduz.

Quelle  Save eNews 4 / 2006

Naturparadies in Albanien braucht Hilfe

Über 500 Quadratkilometer Auwälder, Seen, Lagunen und Sandstrand entlang des Flusses Buna auf seinem Weg vom Skutari-See bis hin zur Mündung in die Adria stehen in Albanien nun gesetzlich unter Schutz. Maßgeblich zur Ausweisung der Schutzgebiete beigetragen hat EURONATUR.

EURONATUR will nun die Rast- und Brutgebiete seltener Vogelarten wie Moorente und Schreiadler dauerhaft sichern. Dafür bedarf es weiterer Maßnahmen vor Ort, die den Druck durch Touristen im Gebiet um den Küstenort Velipoja nehmen. Der Besucherstrom soll gezielt ablenkt werden. Im neu gebauten Informationszentrum in Velipoja werden künftig Führungen in das Schutzgebiet angeboten und Naturschützer lernen in Workshops das Handwerkszeug für ihre Arbeit. Ein wesentliches Ziel ist, Einheimische wie Touristen sollen für die Natur zu sensibilisieren.

Ganz ober auf der Agenda steht dabei der Kampf gegen die Vogeljagd, deren Verluste in Ländern Südosteuropas in die Hunderttausende gehen. Zwar ist die Vogeljagd im Velipoja-Schutzgebiet verboten, doch es fehlt derzeit noch an Mitteln dafür zu sorgen, dass dieses Gesetz auch eingehalten wird.

EURONATUR ruft zur Mithilfe beim Kampf gegen die Vogeljagd auf und bittet darum, Zugvogelpate zu werden.

Weitere aktuelle Informationen

http://www.euronatur.org/Naturparadies_in_Albanien_brauch.742.0.html

Länderinformationen Albanien

Wikipedia

Interaktionen für Zukunftsfähigkeit

DAFG

Deutsch Albanische Freundschaftsgesellschaft

LabourNetGermany Albanien-Nachrichten

OSCE supports Albanian campaign against child begging