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INHALT

Entwicklung durch Solarenergie :: Wo Kraniche überwintern ::

FUTURE-LINKS Äthiopien

Basisinfos :: Interaktionen für Zukunftsfähigkeit ::

 

FUTURE-NEWS-ÄTHIOPIEN

 

Äthiopien News von Survival International

Äthiopien News von Afrika Start

 

 

 

 

Entwicklung durch Solarenergie

Licht für ein Dorf mit 5.500 Einwohnern

Der Ort Rema (Region Mida, ca. 240 km nördlich von Addis Abeba) hat sich gegen einen kostenlos überlassenen Dieselgenerator ausgesprochen. Nach einer Besichtigung des von der Stiftung Solarenergie ausgerüsteten Solardorfs Kechemober entschied man sich statt dessen für Solarenergie.

Rema hat ca. 5.500 Einwohner, die in mehr als 1.100 Tukuls wohnen. In dem Ort sind Handwerk und Kleingewerbe (Bäckereien, Schneidereien, Verkaufsshops, Restaurants, Fleischerei etc.) verbreitet. Außerdem besteht eine Primarschule sowie eine Gesundheitsstation. Dies ist das mit Abstand größte Solarprojekt in Äthiopien.

Von Oktober 2006 bis März 2007 erhielten mehr als 1.100 Hütten in Rema Solarlicht.  Die Einzelteile der Solarsysteme wurden importiert, die Solarbox in Addis produziert und die Einzelteile dann vor Ort in Rema zusammengebaut. Dadurch wird gewährleistet, dass das technische Knowhow vor Ort präsent ist. (Projektbericht der Stiftung Solarenergie vom April 2007)

Im Solar-Center Rema werden folgende Einrichtungen zu finden sein:

  • Schulungsräume für die "International Solar Energy School"

  • Werkstätten für Zusammenbau der Solarsysteme (SunTransfer 5, 10 und 20) sowie Reparatur/Wartung

  • Unterkunftsräume für rund 30 Studenten bzw. Solartechniker

  • Gästehaus

Baubeginn war im Oktober 2007, die Fertigstellung aller Räume ist für Mai 2008 geplant.

 

Licht für Bildung 2008: Rema ena Dire

Am 12. März 2008 wurde in einer feierlichen Zeremonie der Vertrag mit Rema ena Dire (der Nachbargemeinde des Solar Projektdorfes von 2007) über die Installation von Solarlicht unterschrieben. Hier wohnen 1.700 Familien, deren Hütten mit Solarenergie ausgestattet werden. Ihre einzige Lichtquelle war bisher eine rußende und gesundheitsschädliche Kerosinlampe, die ein sehr schwaches Licht erzeugt. In einem ersten Schritt werden hier rund 1.500 Solarsysteme installiert, die die bisher genutzten Kerosinlampen ersetzen. Rund 7.500 Menschen erhalten so eine saubere und leistungsstarke Lichtquelle und damit die Möglichkeit zu Bildung und Entwicklung. Es ist das bisher größte Solarprojekt in Ostafrika.

Die Energieversorgung geschieht komplett durch Solarenergie: eine Photovoltaikanlage sorgt für den nötigen Wechselstrom, eine thermische Solaranlage für zuverlässig warmes Wasser.

Quelle: Projektbericht auf der Webseite der Stiftung Solarenergie 03/2008

Die Stiftung Solarenergie stellt den Bewohnern von Rema-Dire die Solarsysteme kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen die Solaranlage und zahlen statt für das bisher verwendete Kerosin nun für den Solarstrom. Das Geld wird genutzt für Betrieb und Wartung der Solarsysteme. Äthiopische Elektroinstallateure, die von der Stiftung ausgebildet wurden, montieren und warten die Solarsysteme.

Die Basisfinanzierung für die solare Elektrifizierung des Dorfes ist gesichert. Die Restsumme soll über Solarpatenschaften finanziert werden. Für rund 500 Bauernfamilien sucht die Stiftung Solarenergie Solarpaten. 200 Euro werden benötigt, um eine Familie mit Solarlicht zu versorgen.

Saubere und sichere Energie ist eine Grundlage für Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung. Die Stiftung Solarenergie will durch den Einsatz erneuerbarer Energien die Armut in den ärmsten Regionen des Landes lindern.

Die Kosten für das Projekt „Licht für Bildung III“ betragen rund 400.000 Euro. Die Firmen Good Energies (Zug/Schweiz) und Conrad Electronic (Hirschau/Oberpfalz) leisten die Basisfinanzierung. Für die Restfinanzierung sucht die Stiftung Solarenergie Solarpaten, die jeweils eine Bauernfamilie in Rema-Dire mit einer Spende von 200 Euro unterstützen.

Allgemeine Information zur Stiftung Solarenergie:

Die Stiftung Solarenergie mit Sitz in Merzhausen bei Freiburg i.Br. versteht sich als ein Instrument langfristigen Handelns. Das Vermögen der Stiftung Solarenergie wird gewinnbringend angelegt, um in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert für die Stiftungsarbeit zur Verfügung zu stehen. Aus den Erträgen und Spenden finanziert die Stiftung ihre gemeinnützige Arbeit. Ziel der Stiftung Solarenergie ist die Förderung der Entwicklungshilfe, insbesondere der Armutsbekämpfung durch den Einsatz umweltverträglicher Technologien, ferner die Förderung des Umweltschutzes sowie der Erziehung und Bildung. Die Stiftung Solarenergie unterliegt der staatlichen Kontrolle durch Finanzamt und Regierungspräsidium. Die Vorstände und Stiftungsräte sind ehrenamtlich tätig.

Quelle: Förderverein Stiftung Solarenergie e.V. 2007

 

International Solar Energy School

Solartechnik und ihre fachgerechte Anwendung sind in Äthiopien weitgehend unbekannt. Eine professionelle Ausbildung von Fachkräften, die Solaranlagen installieren und warten können ist nötig.

Vor diesem Hintergrund gründete die Stiftung Solarenergie im Herbst 2007 die „International Solar Energy School“ in Rema.

Wichtigster Kurs der neuen Schule ist die Ausbildung zum "Rural Solar Energy Manager", der sich an Elektrotechniker richtet. Die in dieser Form in Afrika einmalige Ausbildung besteht aus drei Modulen: Solartechnik, Management, Praxis.

Die Dozenten kommen aus Europa (Bereich Technologie) und Äthiopien (Bereich Management). Ziel der speziell auf die Bedürfnisse der ländlichen Elektrifizierung zugeschnitten Ausbildung ist es, die Teilnehmer zu befähigen, ein kleines Solargeschäft in einer ländlichen Umgebung zu eröffnen. Interessierte Techniker müssen vor Beginn der Ausbildung eine Aufnahmeprüfung bestehen.

 

Quelle: Projektbericht auf der Webseite

 der Stiftung Solarenergie 03/2008

Raubbau am höchstgelegenen

Sees Afrikas

Der Tanasee  ist Afrikas höchstgelegender See Auf 1.788 m ü. NN dehnt er sich über eine Fläche von 2.156 km˛ aus. Er ist 84 km lang und bis zu 66 km breit. In Meyers Konversations-Lexikon werden noch Tiefen über 100 Meter angegeben, doch aufgrund starker Sedimentablagerung beträgt seine maximale Tiefe heute nur noch etwa 14 Meter.

Am Südufer des Sees verlässt der zur Regenzeit tief braun gefärbte Blaue Nil den See. Auf seinem langen Weg durch Äthiopien, den Sudan bis hin nach Ägypten führt der Strom den fruchtbaren Boden mit sich, der im Hochland Äthiopiens durch Erosion ausgewaschen wurde. Vor dem Bau des Assuan Staudamms war er Grundlage für die Bewässerungs-Landwirtschaft Ägyptens.

Am Ostufer des Tana Sees dehnt sich die Fogera Plain Ebene aus, die von den Bauern vor allem zum Reisanbau genutzt wird. Auch für die Vogelwelt hat diese Landschaft eine besondere Bedeutung. Zur Zeit des europäischen Winters lassen sich hier z.B. Kraniche nieder.

Auch während der äthiopischen Regenzeit prägen zahlreiche Kronenkraniche, verschiedene Störche, Gänse, Enten, Eisvögel, Reiher, Ibisse, Fischadler und viele weitere Vogelarten das Landschaftsbild.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde jedoch ein starker Raubbau an den natürlichen Ressourcen begangen. Von den einst natürlichen Wäldern rund um den Tanasee sind nur noch vereinzelte Vorkommen übrig. Infolge dessen hat der Boden ist seine Fähigkeit den Niederschlag zu speichern verloren. Die jährliche Überflutung der Ebene um die Stadt Woreta fäält deshalb zunehmend stärker und intensiver aus. Die Bodenerosion hat bedrohliche Ausmaße angenommen.

Was tun?!

Seit mehreren Jahren ist  rund um den Tanasee die  World Habitat Society (WHS) in verschiedenen Projekten zum Aufbau eines umweltverträglichen Tourismus und zur Bewahrung und Rehabilitation der natürlichen Lebensräume der Region aktiv.

Quelle: http://world-habitat-society.org (Hier gibt es auch viele eindrucksvolle Fotodokumente)

Interaktionen für Nachhaltigkeit

Wasserkrise: 80 % haben keinen Zugang zu sauberem Wasser - Menschen für Menschen  helfen beim Brunnenbau und der Regenerierung von Böden

In Äthiopien haben 82 % der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Situation auf dem Land ist besonders dramatisch. Um eine Wasserstelle zu erreichen, müssen Frauen und Mädchen oft stundenlange Fußmärsche in glühender Hitze auf sich nehmen. Besonders der Heimweg von der Wasserstelle mit den gefüllten Tonkrüge ist überaus beschwerlich. Trotz der langen Wegstrecken ist meist nur verunreinigtes Wasser zu finden, was Auslöser vieler Infektionskrankheiten ist, denen vor allem Kinder zum Opfer fallen. Selbst in der Hauptstadt Addis Abeba verfügt nur ein Viertel der Bevölkerung über hygienisch einwandfreies Trinkwasser aus der Wasserleitung.

Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, errichtet Menschen für Menschen in allen Projektgebieten Brunnen, Quellfassungen, Wasserreservoirs, Bewässerungsteiche sowie landwirtschaftliche Bewässerungssysteme, die zwei bis drei Ernten pro Jahr ermöglichen. Schon eine einzige Wasserstelle verbessert das Leben Hunderter.

Quelle: Perojektinfo Menschen für Menschen 04/o8

Menschen für Menschen machen Boden gut

Nur noch auf drei Prozent der Landesfläche Äthiopiens ist heute bewaldet. Die Ursachen sind unter anderem Überweidung, Abholzung für Feuerholz, Bevölkerungswachstum und Klimawandel. All das führt zu einer Verödung der Böden. In der Folge werden gigantische Mengen fruchtbaren Landes weggeschwemmt oder verweht.

Gemeinsam mit den äthiopischen Bauern arbeitet Menschen für Menschen in allen Projektgebieten daran, die traditionellen Anbaumethoden zu verbessern.

Nähre Infos

 

FUTURE-LINKS

 

Basis-Infos

Wikipedia

Äthiopische Botschaft in Deutschland

LIS

Landeskundliche Informationsseiten

Äthiopische Botschaft

Kinderarbeit in Äthiopien

Interaktionen für Zukunftsfähigkeit

Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zur Ernährungssicherung

Nil-Initiative Wasser

 Planung und Management von Wasserressourcen im Nil-Becken

CRDA

Christian Relief and Development Association - indigenous non-profit umbrella organization

Ethiopian Children's Fund

MCHC

Medizinisches Zentrum in Endaselassie

VTC

Ausbildungszentrum für Mädchen und junge Frauen in Endaselassie

SCYP

Straßenkinderprojekt in Jimma

 CoCE

Conservation and use of wild populations of Coffea arabica in
the montane rainforests of Ethiopia

 

Deutsch Äthiopischer Verein

Menschen für Menschen

Natur- und Umweltschutz

EPA

Environmental Protection Authority!

Official website of the federal democratic republic of Ethiopia

Akababi

Online Journal of Ethiopian Environmental and Energy Concern

NABU: Unterwegs im dichten Kaffeewald Äthiopiens

 Ein Reisebericht

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Addis Ababa University

Deutsche Botschaftsschule

Goethe-Institut

Schule der deutschsprachigen Ev. Kirchengemeinde in Addis Abeba